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Abstimmungszeit beendet
Autor Gunther G. am 10. Oktober 2011
6652 Leser · 1 Kommentar

Innenpolitik

Die Griechen sparen und protestieren, nur die Kirche kann noch lächeln!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

die Kirchen sind stolz, das zu recht, für Hilfe und Unterstützung, die sie Leidenden und Hungernden zukommen lassen. Bleibt es aber nur bei geistigem Zuspruch und den Suppenküchen, dann werden sie ihren Ansprüchen und ihrer Verantwortung nicht gerecht. Das ist zu wenig, viel zu wenig!

Geistliche der griechisch-orthodoxen Kirche verunglimpfen die Vertreter des internationalen Währungsfonds, der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank, als „ausländische Besatzungsmacht.“ Und weiter: Die Kirchensteuer sei ein "Schlag ins Gesicht der Kirche."

Die jetzige Regierung verlangt, von der Kirche, nur auf bestimmte Einnahmen Steuern zu zahlen. Ein Kniefall, nicht hinnehmbar, weder vom griechischen Volk, noch vom europäischen Steuerzahler.

Die rund 10.000 Popen und ihre Bischöfe werden vom griechischen Staat bezahlt. Das entspricht einem jährlichen Budget von 220 Millionen Euro. Die Kirche ist nach dem Staat mit 130.000 Hektar der zweitgrößte Grundbesitzer des Landes. “Dazu zählen Wälder und unbebaubare Grundstücke.” Die Kirche hält einen Anteil von 1,5 Prozent an der griechischen Nationalbank, in deren Vorstand Bischof Theoklitos sitzt.

Zitat Jürgen Fliege: „Denn unsere Kirchen sind, wie selbst der Papst erkannte, im Kirchensteuerparadies verfettet."

Gerade jetzt, in diesen schweren Zeiten, müssen diese Privilegien überprüft und abgeschafft werden. Keine große Debatten, kein Hinauszögern, kein Feilschen! Das „gemeine Volk“ blutet, da gibt es nur ein „Basta.“

Nichts darf beim Sparen ausgespart bleiben. Es darf keine Tabus geben. Das ist Ihr formulierter Anspruch,

Weder in Deutschland, noch im gebeutelten Griechenland werden die Regierungen spürbar aktiv.

Warum sprechen Sie das nicht mit aller Konsequenz an?

Gunther Gräfe

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Bernd Pfeiffer
    am 10. Oktober 2011
    1.

    Jeder Kleinunternehmer und Mittelständler würde sich freuen,für die Steuer nur bestimmte Bereiche seines" UNternehmens" zur Verfügung stellen zu müssen.Gleiche recht für Alle ist also Tabu.Die Kirche ist zweifelfrei ein Großunternehmen und sollte mit entsprechenden Steuern belastet werden.Die Reichensteuer ist nicht nur für die Anderen da,sofern sie eines Tages unsere Rettung von Schulden und Geldmangel sein kann.Solange die Griechen sich in Dubai mit Ihren Millionen gut gehen lassen, ist der kleine Mann wieder gefragt und kann das ausgleichen ,so wie für diese Schmarotzer eine Reichensteuer als Damoklesschwert wirken kann.Auch hier könnten die Deutschen wieder mal Vorbild werden und die Regierung könnte viele Freunde gewinnen.

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