Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Brigitte Hehtke am 12. Mai 2017
5509 Leser · 1 Kommentar

Die Kanzlerin direkt

Bestandsrentner

Sehr geehrte Fau Bundeskanzlerin,

Gesetzesänderungen bei der Rente werden so abgefasst, dass in den Genuss der Änderungen stets nur Neurentner kommen, Bestandsrentner gehen stets leer aus. Dies schafft zusätzliche Ungerechtigkeiten, bei gleichen Bedingungen unterschiedlich hohe Renten.

Bei den Erwerbsminderungsrenten, die ja angeblich viel zu niedrig seien, wurden die marginalen Verbesserungen wiederum nur Neurentnern verschafft.

Selbstverständlich ist es gesetzlich auch möglich, auch die Bestandsrenten anzupassen.

Wann endlich werden auch die Erwerbsminderungsrenten der Bestandsrentner merklich verbessert oder wartet man hier darauf, dass sich dieses Problem durch Versterben / Zeitablauf von selbst erledigt ?

mfg B. Hehtke

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 22. Mai 2017
Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Hehtke,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Auf Fragen zur Erwerbsminderungsrente haben wir am 6. Mai auf dieser Plattform bereits umfassend geantwortet: http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/erwerbsminderun...

Dort haben wir darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung die Erwerbsminderungsrente in dieser Legislaturperiode schon zum zweiten Mal verbessert. Im Juli 2014 ist die Zurechnungszeit für die Erwerbsminderungsrente von 60 auf 62 Jahre erhöht worden. Das bedeutet, dass die Betroffenen seitdem so gestellt werden, als hätten sie bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet, auch wenn die Erwerbsminderung teilweise deutlich früher eintrat.

Die Bundesregierung will diesen Wert von 2018 bis 2024 schrittweise um weitere drei Jahre anheben – auf dann 65 Jahre. Diese Regel soll für alle Betroffenen gelten, die ab dem 1. Januar 2018 erstmals eine Erwerbsminderungsrente bekommen. Am Ende wird diese Rente im Schnitt um sieben Prozent steigen. Die Mehrausgaben von 1,5 Milliarden Euro bis 2030 sollen gezielt bei den Menschen ankommen, die sie am nötigsten brauchen.

Die von Ihnen kritisierten Stichtage sind erforderlich, um die Beitragszahler nicht zu überlasten und die Renten stabil zu halten. So gelten für verbesserte Leistungen regelmäßig Stichtage – ob in der Rente, beim Elterngeld oder steuerlichen Änderungen. Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, das übliche Verfahren zu ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Yan Suveyzdis
    am 15. Mai 2017
    1.

    interessieren die Kanzlerin die Meinungen auf dieser Plattform?

    während letzte Zeit ist dritte Top-Beitrag über RENTE. (s. Antworten am 06. Mai 2017 "Erwerbsminderungsrente" und am 24. April 2017 "Welcome")
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    und?
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    Rentenanpassungen ab 01.07.2017 für Bestandsrentner(in) ...
    Im Westen wird um 1,9 % und im Osten um 3,59 % angepasst...
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    leben nur 3 % der D-Rentner aus Grundsicherung (SGB XII) ? Es gibt genug Gründen warum. Wer gearbeitet ganze Leben bis zum Ausfall einen Bettelbrief an das Amt schicken ist psychologisch schwere und wer gespart während Arbeitsleben für eigene Begräbnis 7-10 Tausend EURO oder lebt in eigene Zimmer (keine Miete - Eigentum) hat keine Recht und muss leben aus kleine Rente 400-600 EURO /Monat... Armut ohne Ende... To be or not to be?... Leben oder sterben?

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    Bitte führen Sie, Frau Merkel, ein die Gesetzliche Mindestrente in Höhe von Mindestbemessungsgrenze KK-Beiträge (derzeit ca. 992 €) in Deutschland, dass Rentner(in) von ihren Rente leben können

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