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Abstimmungszeit beendet
Autor M. Klener am 19. Oktober 2015
4337 Leser · 7 Kommentare

Familienpolitik

Flüchtlinge Willkommen, Kinder im Inland nicht?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit Sicherheit erhalten Sie derzeit täglich zahlreiche Anfragen zur Flüchtlingspolitik. Meine Frage hat zwar einen ähnlichen Ansatz, geht jedoch eher zu den Menschen in unserem Lande selbst hin.

Aktuell fördern Sie jeden Flüchtling mit Krankheitsvorsorge, Bargeld, sachlischen Mitteln und Unterkünften. Dafür gehen Gelder weg, die jeder Steuerzahler und krankenversicherte eingezahlt haben. Gern argumentieren sie mit den Worten, dass dies Arbeiter und Angestellte sind, die offene Arbeitsplätze ausfüllen werden.

In naher Zukunft werde ich erstmalig Vater. Neben dem Kindergeld stützen Sie junge Familien auch durch Elterngeld. Dieses Elterngeld hat jedoch steuerliche Nachteile, eine Rückforderung durch das Finanzamt, die den zuletzt bezahlten Betrag nichtig macht, ist nicht selten. Nach dem Elterngeld gibt es keine weitere Unterstützung.

Eine Rechnung meinerseits macht Nachwuchs schon jetzt zu einem "Luxusartikel". Gerne würde ich dem ersten Nachwuchs, einen weiteren Folgen lassen. Ob meine Familie sich dies aber leisten kann, ist noch nicht sicher.

Häufig wird eine geringe Geburtenrate bemängelt, auch in der Argumentation, immer weiter Flüchtlinge aufzunehmen. Wieso unterstützen Sie nicht die Familien und auch diejeningen, die gerne weitere Kinder hätten, es sich mangels finanzieller Mittel und dem entsprechenden Verantwortungsbewusstsein aber nicht leisten können?

Mit freundlichen Grüßen
Marc Klerner

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor ines schreiber
    am 21. Oktober 2015
    1.

    Marc , so ist es....

  2. Autor Christian Adrion
    am 09. November 2015
    2.

    Pech, dass Sie kein Flüchtling sind, denn da bekämen Sie ohne zu arbeiten mit Frau und einem Kind glatte 1461,00 Euro. Sie leben als Deutscher im verkehrten Land.

  3. Autor Sylvia Hemstedt
    am 09. November 2015
    3.

    Es stimmt nicht dass Flüchtlinge mehr bekommen als Deutsche Herr Adrion!

  4. Autor Daniel Böck
    am 10. November 2015
    4.

    Ich glaube auch, dass wir keine Nachwuchsprobleme hätten, wenn wir in der Vergangenheit eine vernünftige Familienpolitik gehabt hätten. Auch jetzt könnte man dafür noch etwas tun, aber "externe Mitarbeiter" zu holen ist wohl einfacher und vor allem noch rentabler für die liebe Wirtschaft.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 11. November 2015
    5.

    Das >gegenwärtige Flüchtlings-Problem< hat weniger etwas mit dem gegenwärtigen Bürgerkrieg in Syrien zu tun. Sondern mehr mit der
    Entwicklung der Armut in vielen Ländern. Den Armen in vielen
    Ländern wird suggeriert, dass die Auswanderung nach
    Europa bzw. Deutschland das Problem ihrer
    Armut lösen kann.

    Diese Annahme ist falsch und kann zu einer gefährlichen
    Situation in Europa bzw. Deutschland führen. Jetzt haben
    Sie klar gestellt, dass sie mit der Realisierung bzw. der
    Einhaltung der Dublin-Verträge sich wieder an Recht
    und Gesetz halten wollen. Ich hoffe, dass die
    jetzt gestellten Weichen den *Flüchtlings-
    strom* bremst bzw. in die richtige
    Richtung geleitet wird.

    Die Weichenstellung kam spät.
    Ich hoffe, nicht zu spät.

  6. Autor Doris Reichling
    am 17. November 2015
    6.

    Ja, ich bin auch dafür, dass junge Familien finanziell stärker unterstützt und gefördert werden sollten! In unserem reichen Deutschland wird wenig für Familien getan.
    Wie viele junge Menschen stehen heute -dank Lohndumpiing- in prekären Beschäftigungsverhältnissen mit zum Teil befristeten Arbeitsverträgen. Wie kann man sich unter solchen Voraussetzungen für Kinder entscheiden?
    Um das Thema bezahlbarer Wohnraum hat sich die Politik all die Jahre nicht gekümmert.
    Kita-Betreuungsplätze -sofern überhaupt welche zur Verfügung stehen- sind in manchen Bundesländern sehr teuer und fast nicht bezahlbar. Hier sollte unsere Politik Geld in die Hand nehmen und z.B. gute Kinderbetreuung kostenlos zur Verfügung stellen!

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