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Abstimmungszeit beendet
Autor Jan Friedrichson am 26. Februar 2016
3265 Leser · 8 Kommentare

Innenpolitik

Landtagswahlen Baden-Württemberg

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ich habe eine Frage an Sie bzgl. der anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Hier ergibt sich für mich folgendes Dilemma:

Ich stehe insbesondere in Bezug auf die Asyl-/Flüchtlingspolitik hinter Ihnen und bin stolz darauf, dass unser Land im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern in dieser Frage tatsächlich einen sozialen Weg geht. Selbstverständlich gibt es Probleme und wird bzw. ist es schwierig, die Aufgabe zu bewältigen, aber ich bin jedenfalls absolut überzeugt, dass diese Aufgaben aktuell niemand besser hinbekommen könnte als Sie.

Nun ist es aber so, dass sich die Landes-CDU, und hier insbesondere Herr Guido Wolf, gegen Ihre Flüchtlings-Politik gestellt hat. Damit hat sie sich für mich nahezu unwählbar gemacht, da ich der Landes-CDU mit meiner Stimme nicht "Recht geben" möchte. Erhält die Landes-CDU ein gutes Ergebnis, könnte dies als Votum gegen "Sie" gewertet werden. Erhält die Landes-CDU ein schlechtes Ergebnis, könnte dies aber ebenfalls gegen "Sie" gewertet werden.

Daher meine Frage, wie mein Wahlverhalten Ihrer Meinung nach aussehen müsste, um Ihren Kurs am ehesten zu unterstützen?

Über eine Antwort würde ich mich freuen, da ich in dieser Sache tatsächlich ratlos bin.

Mit ausgezeichneter Hochachtung,

Jan Friedrichson

Kommentare (8)Schließen

  1. Autor angelika maria bruder
    am 26. Februar 2016
    1.

    Eine sehr interessante Frage, so hab ich s noch garnicht gesehen.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 28. Februar 2016
    2.

    Angelika,
    .
    so kann man aus meiner Sicht die Frage
    auch nicht sehen, bzw. stellen.
    .
    Bei der Landtagswahl geht es um die Politik im Land. Und, wenn den
    Jahn mit der CDU Politik bzw. mit Herrn Guido Wolf nicht einverstan-
    den ist, dann brauch er dort auch nicht das Kreuzchen machen.
    .
    Laufend wird der >Wahlomat< propagiert. Dort kann man in Frage/
    Anwort das Ergebnis abfragen, welche Partei am besten
    zum Wähler passt.
    .
    Dass es einen Menschen gibt, der keine Meinung hat, kann ich mir
    nicht vorstellen. Vorstellen kann ich mir aber sehr gut, dass es
    viele gibt, die keine gefestigte Meinung haben. Diese lassen
    sich dann von Menschen, die eine gefestigte Meinung
    haben leicht beeinflussen.
    .
    In Hinblick auf die Direkt-Kandidaten sollten Sie diese dikrekt
    ansprechen und sich persönlich von ihnen eine Meinung
    bilden. Und, dem dem sie am ehesten Vertrauen
    sollten sie Ihr Vertrauen (Stimme) geben.

  3. Autor Tina Keppler
    am 29. Februar 2016
    3.

    Ich lebe seit 7 Jahren in der Schweiz, verfolge aber genauestens die deutsche Politik. Es macht mich stolz eine solche Kanzlerin zu haben, die auch bei dem grössten Gegensturm (vor allem aus den eigenen Reihen) weiter ihren Weg geht. Dieser humane Weg, davon bin ich überzeugt, ist der einzig richtige. Aber alles braucht seine Zeit und diese sollten wir Frau Merkel geben. Ich habe den allergrössten Respekt vor ihr. Sie ist mit eine der wenigen Politikerinnen, die tatsächlich ausschliesslich ihrem Land und Europa dienen. Da ich ja als Schwäbin bei den kommenden Wahlen nicht wählen darf, bleibt mir nur auf diesem Wege meinen Wunsch zu äussern. Herrn Kretschmer weiter als Ministerpräsident und Frau Merkel weiter als Kanzlerin.

  4. Autor Jan Friedrichson
    am 29. Februar 2016
    4.

    Vielen Dank für die bisherigen Kommentare.
    Anders als Kommentar 1 meint, habe ich ja eine Meinung und sogar eine sehr klare. Und ich möchte ja gerade nicht einfach Partei oder Person wählen ohne Ansehung der Inhalte. Das Thema ist m. E. auch keineswegs ein rein bundespolitisches, sondern mindestens in gleichem Maße ein landespolitisches. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass es noch zahlreiche, weitere landespolitische Themen gibt. Aber irgendwo muss wohl jeder seine Prioritäten setzen...

    Allein die Frage, wie dieser klaren Meinung zur größtmöglichen Durchsetzung verholfen und die bisherige Linie der Politik unterstützt werden kann, stellt sich mir schon. Denn - wie bereits von einem Kommentar gesagt - wenn Herr Wolf sich gegen die bisherige Politik positioniert, fällt es schwer CDU zu wählen. Wie die Frau Bundeskanzlerin gestern Abend selbst gesagt hat, hat sich zumindest Herr Kretschmann klar zu ihrer Flüchtlingspolitik bekannt. Das wäre also eine Alternative.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 29. Februar 2016
    5.

    Tina,
    auch in bin sehr froh darüber, dass sich unsere Kanzlerin
    von den Rechten nicht nach rechts und von den Linken
    nicht nach links, ziehen lässt.
    .
    In punkto *Asyl-Problematik* sehe ich das anders. In dieser Welt
    gibt es zuviele (Bürger)Kriege und Wirtschaftsflüchtlinge. Wir
    (Europa bzw. Deutschland) können nicht alle aufnehmen.
    Wenn wir das tum würden, würde sich die Lage in
    der Welt nicht verbesseren. Ganz im Gegenteil!
    .
    Zu den >Krisen-Herden< würde Europa
    bzw. Deutschland hinzu kommen.
    .
    Wehrhafte Männer und auch Frauen sollten in
    ihrer Heimat um ein beseres Land kämpfen.
    Und nicht unsere Soldaten auffordern
    dorthin zufliegen und die *Bösen*
    bekämpfen. Das sollten die
    *Guten* selbst tun.
    .
    Bis zum Ende des Krieges sollte man nur
    >nicht wehrhaften Menschen< (Kinder
    und Greise) Asyl gewähren.
    .
    Wenn die Stimmung kippt und die Meisten
    (wie 1933) einen falschen Weg gehen,
    kann es für alle (Inländer und Aus-
    länder) gefährlich werden.
    .
    Es gilt:
    *Der Schoß ist fruchtbar noch
    aus dem das kroch!*

  6. Autor Felizitas Stückemann
    am 07. März 2016
    6.

    ...Aber Herr Friedrichson, man kann doch nicht eine Person wählen, nur weil sie symphatisch ist, wie Kretschmann, der ein streng gläubiger Katholik ist, wenn es um Landespolitik geht.
    Es geht doch um das Konzept. Und da sind die Grünen zur Zeit nicht besonders wählbar. BW ist Wirtschaftsstandort der
    Autoindustrie. Hier kennen sich nach wie vor die CDU oder
    alternativ die FDP besser aus !

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