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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Johanna Tumulka am 31. August 2015
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Bildung

Studium

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!

Ich würde Ihnen gerne eine Frage stellen?
Weshalb wird es Menschen so schwer gemacht, zu studieren die aus armen Verhältnissen mit Migrationshintergrund kommen?

Meine Eltern haben ihr ganzes Leben schwer gearbeitet, mein Bruder konnte sein Studium durch Bafög finanzieren.
Ich habe direkt nach der Schule zwei Ausbildungen gemacht, da meine Eltern nicht zwei Kinder gleichzeitig finanzieren konnten. Nach meiner zweiten Ausbildung zur Krankenschwester habe ich einige Jahre gearbeitet und im Jahr 2013 mein Studium zum Magister Theologie begonnen. Ich komme jetzt ins fünfte Semester und wollte gerne auch Bafög beantragen, jedoch wurde mir gesagt, dass mir diese Art der Förderung nicht zusteht, weil ich schon zwei Ausbildungen absolviert habe! Ich war geschockt! Wie kann das sein? Nur weil ich vorher zwei Lehren abgeschlossen habe? Dem Staat fehlt es an fachkundigem Personal, jedoch wenn man motiviert ist zu Studieren und etwas aus seinem Leben machen möchte, wird man daran gehindert oder es wird einem sehr schwer gemacht! Weshalb werden solche Menschen nicht gefördert? In diesem Fall bin ich nicht alleine. Selbstverständlich kann ich arbeiten gehen, dass ist für mich kein Problem, aber wie soll man dann sein Studium in der Regelstudienzeit schaffen?

Vielleicht können sie mir auf meine Fragen eine hilfreiche Antwort geben. Ich würde mich darüber sehr freuen. Gerne gebe ich Ihnen mehr Auskünfte über die Probleme und Sorgen der Studenten und kann auch gerne persönlich mit Ihnen oder einem Vertreter ins Gespräch kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Johanna Tumulka