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Beantwortet
Autor S. Stahns am 27. Juli 2008
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Umwelt und Tierschutz

Subventionen / Förderungen für den Veganismus

Sehr geehrte Frau Kanzlerin,
(und sehr geehrte Mitarbeiter)

jetzt da es bewiesen ist, das es die ökologischste (klimafreundlich) und ökonomischste (wirtschaftlich günstig) Art und Weise ist, sich selbst vegan zu ernähren und Obst, Gemüse, Nüsse zu genießen, es ausserdem gesund und förderlich für den eigenen Organismus ist, also für den eigenen Körper, als auch für das Gesamtwohl aller und des Planeten, ist es doch ratsam den Veganismus politisch zu fördern, evtl. durch Subventionen.

Da jeden Parteien im Parlament nun auch ein Konzept, bzw. Informationen zur Verfügung sind,
die nun auch evtl. schon ausgewertet wurden, sei es doch sinnvoll eine Agrarreformation einzuleiten.

Z.B. auch das Fördern von Bio- und Naturmittel für die Landwirtschaft durch Subventionen,
(z.B. Himalayasalz durch die Mineralstoffe als Düngemittel) . Alles in allem können man höchstwahrscheinlich auch gänzlich verzichten auf eine Extradüngung, wenn es mehr Obst und Fruchtbäume gibt, so dass die Anzahl der Bäume und dadurch deren der Ertrag größer ist.

Födern sie in ihrem Umweltkonzept den Erhalt des Planeten durch den Veganismus?

Kann man weitere Themen und Ideen und Anregungen austauschen?

Sascha J.K. Stahns

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 17. September 2008
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Stahns,

vielen Dank für Ihre Zuschrift, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Veganismus ist eine vorwiegend ethisch begründete Einstellung und Lebensweise, die die Nutztierhaltung und den Konsum tierischer Produkte völlig ablehnt. Der gesundheitliche Nutzen einer veganischen Ernährungsweise wird äußerst heftig diskutiert. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, für welche Lebensweise er sich entscheidet. Der Staat kann in diesen persönlichen Abwägungsprozess nicht regulierend eingreifen.

Der Staat unterstützt besonders umweltfreundliche Produktionsweisen in der Landwirtschaft. Der ökologische Landbau wird in Deutschland bereits seit 1989 mit öffentlichen Mitteln gefördert. 2006 waren es insgesamt 129 Millionen Euro aus Mitteln der EU, des Bundes und der Länder. Dabei handelt es sich um eine besonders ressourcenschonende Wirtschaftsform, die sich in besonderem Maße am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert. Dazu gehört der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche, mineralische Dünger.

Auch in der Europäischen Agrarpolitik spielt der Umweltschutz seit den Reformen des Jahres 2003 eine stärkere Rolle. Nur bei Einhaltung bestimmter Umwelt- und Tierschutzstandards erhalten Bauern Fördermittel. Den Umweltansatz will die EU-Kommission in der Fortentwicklung der europäischen Agrarpolitik weiter finanziell unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung