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Abstimmungszeit beendet
Autor Matthias Gruber am 11. Februar 2016
3674 Leser · 18 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Volksentscheid zur Flüchtlingsaufnahme

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Deutschland muss seinen Beitrag zur Flüchtlingskrise leisten, keine Frage. Aber mit Ihrer Art das zu tun (keine Obergrenze, unkontrollierte Aufnahme (fast) aller auch ohne gültige Papiere) machen Sie Politik gegen die Bevölkerungsmehrheit. Die Mehrheit der Deutschen will keine islamische Zuwanderung dieser Größenordnung! Diese Meinung zeigt sich im Übrigen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und das bei teilweise deutlich geringeren Flüchtlingszahlen (insbesondere in Osteuropa). Selbst im liberalen Schweden steigt der Widerstand in der Bevölkerung massiv an. Das darf nicht einfach ignoriert werden! Ja, man darf nicht alle in einen Topf werfen, aber man darf auch die Fakten nicht einfach ignorieren:

1. Sexuelle Übergriffe in der Art wie in Köln und anderen Städten gab es in 70 Jahren Nachkriegsdeutschland nicht einmal (und das bei 80 Mio. Einwohnern vs 1 Mio. Flüchtlinge).
2. Ein nicht unerheblicher Teil der Flüchtlinge lehnt das Grundgesetz ab und würde am liebsten die Scharia einführen, manche würden aus Deutschland auch gerne einen islamischen Gottesstaat machen und alle Ungläubigen (uns) töten.
3. Christliche Flüchtlinge werden in Flüchtlingsunterkünften massiv diskriminiert und das in einem christlichen Land!
4. Für viele Flüchtlinge sind Frauen weniger wert als Männer.
Das Problem dabei ist, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt (Idioten gibt es überall), sondern dass 1., 2., 3. und 4. leider Massenphänomene sind.

Deutschland wird sich durch diese Zuwanderung verändern, das stimmt. Aber hat irgendjemand die Bevölkerung schonmal gefragt, ob sie das auch will?

Warum wird in einer so fundamentalen Frage kein Volksentscheid durchgeführt?

Kommentare (18)Schließen

  1. Autor ines schreiber
    am 11. Februar 2016
    1.

    Leider habe ich evolutionär bedingt nur 2 Daumen , die halte ich aber hoch !

  2. Autor Erhard Jakob
    am 11. Februar 2016
    2.

    Thomas,
    auch aus meiner Sicht ein prima Beitrag!
    .
    Allerdings ist der Beitrag aus meiner Sicht nicht nur
    Papier bei der Pressestelle und für den Papierkorb.
    .
    Dieser Schriftsatz wurde hier veröffentlicht
    - und das ist schon was!
    .
    Und falls er unter die Top-Drei kommt, dann
    kommt er öffentlich bzw. ganz offiziell
    bei der > Pressestelle < an.
    .
    Anschließend wird er dann auch
    (allerdings nur pauschal) ganz
    offiziell beantwortet.

  3. Autor Matthias Gruber
    am 11. Februar 2016
    3.

    @Rosi: Wollen Sie tatsächlich die Zustände in Deutschland mit denen in der arabischen Welt vergleichen oder gar mit dem Weltbild von radikalen Islamisten und Dschihadisten, die weltweit islamische Gottesstaaten errichten wollen und alle Ungläubigen konvertieren oder töten wollen? Ist das Ihr Ernst? Natürlich gibt es auch in Deutschland Misstände und Verbrecher oder einfach nur Idioten, das habe ich in meinem Beitrag geschrieben. Ja, und auch in Deutschland sind Frauen gegenüber Männern teilweise noch benachteiligt z.B. was Arbeitseinkommen angeht. Dennoch geht der Gleichstellungswahn unter Feministinnen in Deutschland inzwischen soweit, dass Forderungen gestellt werden, dass z.B. Universitätsliteratur und Dokumente für hunderttausende Euros neu gedruckt werden sollen, weil dort der Universalbegriff "Student" statt "Studierende" verwendet wird. Ist das die fehlende Gleichberechtigung, die Sie ernsthaft mit Zwangsehen vergleichen wollen oder Frauen, die von Scharia-Gerichten dafür verurteilt werden, dass sie vergewaltigt wurden, wie z.B. im Fall der Norwegerin in den Vereinigten Arabischen Emiraten? Ist Ihnen klar, dass es in diesen Ländern "Islamgelehrte" gibt, die Rechtsgutachten (Fatwas) anfertigen, die z.B. die Vergewaltigung von christlichen Frauen erlauben? Das Problem der islamischen Welt ist, dass Religion Vorrang vor Staat hat und nicht umgekehrt. Die Regeln der Religionen sind aber hunderte von Jahren alt und völlig unbrauchbar für die heutige Zeit. Die westliche Welt hat diesen Irrtum zum Glück überwunden, die islamische Welt lebt aber leider noch immer im Mittelalter und ein Fortschritt ist kaum erkennbar.

    Selbstverständlich teilen nicht alle Flüchtlinge diese radikalen Ansichten und viele sind bestimmt bereit sich unseren Regeln anzupassen, aber es geht einfach um den Anteil der Menschen mit diesen Ansichten und hier stelle ich die in meinem Beitrag genannten Fakten fest.

    Was also will ich mit meinem Beitrag erreichen? Ich will, dass die Bevölkerung darüber entscheidet wie sich Deutschland entwickeln soll und nicht eine Kanzlerin, die sich über die Meinungsmehrheit hinweg setzt.

  4. Autor ines schreiber
    am 12. Februar 2016
    4.

    Focus online , Polizeichef zieht Karnevalsbilanz : " sobald wir uns zurückzogen , wurden die Problemgruppen aktiv "
    Schaut euch bitte die Tabelle an , 2015 = 2835 Taten - 2016 = 2631 Taten ( 2016 ist noch keine 2 Monate ) !
    Sexualdelikte 266 , 7 % höher als in 2015 !

  5. Autor Matthias Gruber
    am 13. Februar 2016
    5.

    @Rosi: Ja, ich kann mich nur wiederholen: Deutschland muss helfen und jeder der einen Fluchtgrund hat und sich den Regeln in Deutschland anpasst, ist willkommen.

    Es bleibt lediglich die von mir beschriebene Tatsache, dass die Wirklichkeit leider anders aussieht und es sich bei den von mir beschriebenen Problemen leider nicht um Einzelfälle handelt, sondern größere Gruppen betrifft, nur darum geht es.

    Aus diesem Grund kann es keine unbegrenzte Aufnahme geben.

  6. Autor Matthias Gruber
    am 15. Februar 2016
    6.

    Ich nehme an Sie meinten "das Problem einer begrenzten Aufnahme". Da bin ich eben etwas anderer Meinung. Die Aussage "wir können eh nix machen, laut Grundgesetz darf es keine Obergrenze geben" ist doch ein Offenbarungseid. Machen Sie doch ein Gedankenexperiment: Wie entscheiden Sie, wenn morgen alle 60 Mio. Flüchtlinge an Deutschlands Tür klopfen? Jedem (auch jedem Linken- und Grünen-Anhänger) dürfte klar sein, dass das in Deutschland Chaos auslösen würde, milde ausgedrückt. Bleiben Sie dann bei "das Grundrecht auf Asyl kennt keine Obergrenze"?

    Man könnte sehr wohl mehr tun, um zu verhindern, dass alle nach Deutschland wollen, auch ohne gleich an der Grenze zu schießen. Abweisung von Personen an der Grenze durch Personenkontrollen kann man auch durchführen ohne gleich Schengen für den Warenverkehr abzuschaffen. Oder mal die im Ländervergleich übertriebenen Sozialleistungen reduzieren. Wer wirklich vor Krieg und Bomben flüchtet, dem ist es egal, ob er Bargeld erhält oder nicht. Ein Dach über dem Kopf, Kleidung und genug zu Essen und Gesundheitsversorgung wäre immer noch mehr als viele andere Länder zur Verfügung stellen, wo es mitunter gar nichts gibt. Das hätte gleichzeitig auch den positiven Nebeneffekt, dass es den sozial schwachen Deutschen besser vermittelbar wäre. Ist es sozial gerecht, dass eine Putzfrau für gut 1000€ im Monat hart arbeitet und sie am Ende (Miete, Sozialversicherung und Nahrungsmittel) abgezogen nicht mehr hat als ein anerkannter Flüchtling, der dafür nichts tun muss?

    Das allermindeste was Merkel aber endlich machen müsste, wäre mal symbolisch Signale in die Welt senden, dass Deutschland nicht alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen kann. Die Signale, die sie letztes Jahr in die Welt gesendet hat, wurden weltweit als Einladung aufgenommen, sonst würde nicht aus der letzten Ecke der Welt alle hierher kommen wollen. Oder wieso will kein Flüchtling nach Japan?

    Es muss endlich "der Magnet" abgestellt werden.

  7. Autor Sylvia Hemstedt
    am 16. Februar 2016
    7.

    Japan ist eine Insel und viel weiter weg vom Krisenherd als Europa. Die geographische Nähe ist ein wichtiger Grund (es gibt andere) für die Anziehungskraft. Lässt sich auch nicht "abstellen".

  8. Autor Matthias Gruber
    am 16. Februar 2016
    8.

    Japan war nur ein Beispiel. Flüchtlinge könnten sich theoretisch jedes Land der Welt als Fluchtziel aussuchen. Es kann nicht sein, dass fast alle nach Deutschland kommen wollen. Im Übrigen ist es von Pakistan oder Afghanistan auch nicht weiter nach Japan als nach Deutschland. Den Schalter umlegen kann man sicher nicht, aber entsprechende Signale aussenden und Fehlanreize abschaffen das kann man. Das fehlt völlig im Merkelschen Konzept.

  9. Autor Matthias Gruber
    am 17. Februar 2016
    9.

    @Rosi: Es tut mir Leid. Obwohl Sie einen "ganzen Roman" geschrieben haben, war es mir nicht möglich die Kernaussage ihres letzten Kommentars zu verstehen, weil alles unstrukturiertes "bla bla" ist, sorry wenn ich das so direkt sagen muss.

    Sie schreiben irgendwas von "menschlich reagieren", "nicht aufeinander schießen" und "miteinander reden". Ja alles richtig, Sie beschreiben Grundregeln menschlichen Miteinanders (sprich das, was in arabischen Ländern nicht so gut funktioniert, gelinde gesprochen). Aber was hat das jetzt mit der Flüchtlingspolitik von Merkel zu tun und vor allem damit, dass die Bevölkerungsmehrheit den Kurs der Kanzlerin ablehnt?

    Sie schreiben etwas von "Situation akzeptieren". Wieso sollte man die Situation akzeptieren, wenn die Mehrheit in einer Demokratie sie ablehnt?

    Und nein, die Bevölkerung muss auch nicht alles akzeptieren, was Merkel macht. Ich habe ausreichend Verbesserungsvorschläge genannt im Beitrag und meinen Kommentaren, ohne dass man gleich "aufeinander schießt", "nicht menschlich reagiert" oder "nicht versucht das Beste daraus zu machen", wie Sie es formulieren.

  10. Autor Matthias Gruber
    am 18. Februar 2016
    10.

    Die Wahlen werden es zeigen, was die Mehrheit will, das ist ja das Schöne in einer Demokratie. Durch die Flüchtlingskrise wird die AfD drittstärkste Kraft im Land werden (außer bis zur Bundestagswahl hat sich die Situation fundamental entspannt), d.h. mehr Anhänger vereinigen als Grüne und Linkspartei. Und das "von Null weg". Natürlich hat diese Partei Leute in ihren Reihen, die gar nicht gehen. Einige Positionen dieser Partei sind völlig überzogen und dennoch haben sie Grüne und Linkspartei aktuell meilenweit überholt, das sagt Einiges über die Stimmung im Land auch ohne Wahlen. Zudem dürfte selbst innerhalb der CDU inzwischen die Hälfte der Abgeordneten für einen Kurswechsel sein, ebenso einige SPD-Leute. Und sogar Grüne Realpolitiker (zufällig immer die, die an der "Basis" das ausbaden müssen, was "oben" entschieden wird) wie Kretschmann oder Palmer in Tübingen haben erkannt, dass es so nicht weiter gehen kann.

    Und noch einmal: Ich muss nicht einer Regierung 4 Jahre lang die Treue halten nur, weil ich sie gewählt habe, wenn sie fundamental daneben liegt. Im Übrigen müssen auch die Abgeordneten der Regierungspartei nicht alles mitmachen was die Kanzlerin vorgibt. Wenn Merkel so weiter macht, kommt sie gar nicht bis zur nächsten Wahl, weil vorher die Vertrauensfrage gestellt wird.

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