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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Ramona Schlepp am 07. Oktober 2016
4793 Leser · 5 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Die Situation der Frauen in der BDR seit der "Flüchtlings-Kriese"

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

Zuerst, danke, dass sie dieses Amt für uns ausführen, ich glaube es ist für Sie nicht immer so einfach wie wir es in den Medien lesen.

Frau Merkel, zu diese Nachricht bewegte mich die katastrophale Situation in unseren Schwimmbädern im Ruhrgebiet. Es wird in der Presse immer von "Einzelfällen" gesprochen, was sehr untertrieben ist.

Frau Bundeskanzlerin, die Flüchtlinge greifen die Frauen sexuell an. Die Gründe sind logisch, es ist eine komplett andere Kultur in der eine Frau eine untergeordnete Rolle hat, und es wäre anmaßend von uns zu denken, dass wir mit Pictogrammen und unserem Vorbild unsere Gäste für unsere Kultur gewinnen können.
Ich fühle mich ins Mittelalter versetzt, ich kann nicht Bus fahren, weil die Männer aus den Asylheimen die Haltestellen in Gruppen belagern. Man wird auf der Straße "angerempelt",wir gehen nicht mehr ins Schwimmbad.
Seit Monaten dreht sich alles um die Flüchtlinge. Möchte man Sachen bei eBay verkaufen, wird man von der Caritas belästigt ob man sie nicht für die Flüchtlinge spenden will.

Was ist mit unserer Sicherheit, mit unserer Kultur? Warum möchten Sie überhaupt alle integrieren und vor allem WIE?
Wer soll denn später Syrien wieder aufbauen? Warum werden Mitteln für die Bildung, Fitness, usw. von Flüchtlingen ausgegeben? Ist Dach über dem Kopf, Essen und Trinken nicht genug wenn man um sein Leben läuft? Die BRD kann nicht ganz Syrien aufnehmen, umerziehen und finanzieren.
Als Letztes: wer berät Sie so schlecht?

Ich wünsche Ihnen viel Mut, vor allem zum Nein-sagen.

Alles Gute

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 14. November 2016
Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Schlepp,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Die Bundeskanzlerin hat mehrfach ihre Empörung über sexuelle Attacken ausgedrückt. Derartige Taten verlangen nach einer harten Antwort des Rechtsstaats. Es muss alles daran gesetzt werden, die Schuldigen so schnell und so vollständig wie möglich zu ermitteln und ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes zu bestrafen.

Klar ist, dass sich jene, die hier Schutz und Zuflucht finden, ebenso wie die Bürger unseres Landes an die Rechts- und insbesondere auch an die Werteordnung des Grundgesetzes und unserer Gesellschaft halten müssen. Nur so kann Integration gelingen.

Dafür sorgt auch das neue Integrationsgesetz. Darin sind Ansprüche, aber auch Pflichten von Asylsuchenden und Geduldeten geregelt. Nach dem Prinzip des "Förderns und Forderns" sieht es Angebote und Pflichten für Flüchtlinge bei der Integration vor.

Am 11. August 2016 hat Bundesinnenminister de Maizière Maßnahmen für mehr Sicherheit in Deutschland vorgestellt. Er schlug einen Maßnahmenkatalog vor, der unter anderem vorsieht:

  1. Personal, Ausstattung und Aufstellung der Sicherheitsbehörden,
  2. Prävention und Integration und
  3. Entschlossenheit und Härte gegen Straftäter und Gefährder.

Im Laufe dieser Legislaturperiode bekommen die Sicherheitsbehörden des Bundes mehr als 4.600 neue Stellen, allein die Bundespolizei 3.250. Diesen Kurs setzt die Bundesregierung fort. "Deswegen prüfen wir derzeit, wo wir angesichts der Lage weitere Mittel und weiteres Personal bei der Bundespolizei, dem Bundeskriminalamt und dem Bundesamt für Verfassungsschutz brauchen", so der Innenminister.

Zum Thema Prävention und Integration hob de Maizière das neue Integrationsgesetz hervor, eine "entscheidende Zäsur in der Integrationspolitik unseres Landes". Gute Integrationspolitik sei auch gute Sicherheitspolitik. Neben dem frühzeitigen Spracherwerb sollte auch die soziale Betreuung von Flüchtlingen ausgebaut werden.

Um Härte und Entschlossenheit gegen Gefährder, Straftäter und Förderer von Radikalisierung geht es beim dritten Baustein der Vorschläge des Ministers. So soll für Ausländer, die straffällig geworden sind oder von denen eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit ausgeht, das Aufenthaltsrecht weiter verschärft werden.

Informationen zur Integrationspolitik der Bundesregierung:
https://www.deutschland-kann-das.de/Webs/DEKD/DE/Home/hom...

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Rosi Mörch
    am 10. Oktober 2016
    1.

    Und dann verstehe ich nicht: Danke, dass Sie dieses Amt für uns ausführen?????!!!!
    Lassen wir doch mal unsere Kanzlerin in die Schwimmbäder---
    Es würde ihr doch bestimmt gefallen. Man konnte auch ein Selfie machen.
    Für was bedanken Sie sich???

  2. Autor Doris Kubica
    am 15. Oktober 2016
    2.

    Mit dem Blick aus der gepanzerten Limousine ist die Realität doch nicht so schlimm! Und im privaten Pool wird man auch nicht begrabscht. Ich empfehle den Politikern eine Fahrt in den Abendstunden mit der S-Bahn in Frankfurt oder anderen Großstädten, um sich ein Bild zu machen, wie es wirklich zugeht im Land.

  3. Autor knut müller
    am 05. November 2016
    3.

    - Was ist mit unserer Kultur/Sicherheit?
    Leider wurde das Sicherheitssystem die letzten Jahre enorm vernachlässigt. die Quittung bekommen wir jetzt. Polizei und alle im Hintergrund arbeitenden Sicherheitssysteme wieder an den Start zu bringen dauert seine zeit (Kultur siehe letzten Punkt).

    - Warum alle integrieren?
    Ein Ende eines Krieges oder Ethnischen/Politischer Vertreibung ist nicht in sicht. Ein Syrer der noch 2 Jahre hier bleibt und nichts machen kann, wird zu 100% auf dumme Ideen kommen. Er braucht eine Beschäftigung, einen Sinn. Durch die Integration können wir so Arbeitnehmer bekommen und somit unser BIP steigern… Die NICHT unsere Jobs weg nehmen

    - Wer soll Syrien wieder aufbauen?
    Nicht alle die Asyl in Deutschland beantragen bleiben hier. Es ist eher die Regel das sie wieder Abgeschoben werden. Und Ausgebildete bauen Syrien schneller wieder auf.

    - Ist Dach über dem Kopf, Essen und Trinken nicht genug?
    Nein ist es bei weitem nicht, weil wie schon oben gesagt der Mensch auch eine Aufgabe braucht. (siehe oben)

    - Die BRD kann nicht ganz Syrien aufnehmen?
    In ganz Europa wird wenigstens Deutschland seiner Macht und Größe ansatzweise bewusst ... da kann man nicht sagen "wir wollen keine Asylanten". Die meisten Aus Syrien bleiben in der Umgebung. Es ist ein minimalistischer Anteil (eines ganzen Landes) der nach Europa zieht.

    - Wer berät Sie so schlecht?
    Ich glaube das da viel von ihrem Gewissen dabei ist. Bei der CDU / CSU steckt das "C" drinnen. Da der Christentum auch ein großer Punkt in unserer Kultur ist, sollte man den nicht unterschätzen. daher macht sie das, zu dem wir durch unsere Kultur gebunden sind. Ein Aufrechter Christ kann nicht nach Jesu Vorbild leben, der sogar seinen Feinden Geliebt hat, und dann einfach so weg schauen. Ihr gewissen wird einen Großen Anteil gehabt haben, ein Gewissen das manch Politiker nicht haben.

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