Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
in einem Fernsehbericht auf dem Sender Arte am 1.9.2009 um 21.00 Uhr unter dem Titel: der Patient als Beute wurde recherchiert, dass die Pharmakonzerne Roche und Novartis, die miteinander verbunden sind, ein Krebsmittel herstellen, was auch gegen
Makulardegeneration èrfolgreich eingesetzt wird. Das von Roche hergestellte Produkt wird in Flaschen vertrieben und von den Apothekern in Spritzen abgefuellt. Das gleiche Mittel wird von Novartis in Spritzen vertrieben. Da die Apotheker dieses Mittel sehr viel preiswerter verkauft haben, klagte Novartis und verlor den Prozess.
Und nun kommt der Skandal.
Laut Fernsehbericht kommt eine Gesetzesaenderung dahingehend, dass Apotheken keine Spritzen mehr abfuellen duerfen.
Das heisst, die Regierung ermoeglicht dem Pharmakonzern Novartis, ihre Spritzen zu einem erheblich hoeheren Preis an die Augenaerzte zu verkaufen, obwohl ein Gericht hier ganz anders entschieden hat.
Ich frage Sie allen Ernstes, ist die Regierung Handlanger der Industrie? Wie koennen Sie durch solche Entscheidungen die Kosten voellig unnoetig in die Hoehe treiben?
Ich will hier keine Politikerschelte betreiben, aber mit solchen Machenschaften entsteht der Eindruck, die Wirtschaft regiert uns und Politiker sind Marionetten.
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Gruessen
Hedwig Friedrich
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