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Beantwortet
Autor Stefan Ranneberg am 25. Oktober 2010
3188 Leser · 14 Stimmen (-6 / +8)

Freizeit und Sport

Sentruper Höhe/weitere Sanierung

Guten Tag Herr Lewe,

als passionierter und aktiver Sportliebhaber (Laufen, Volleyball, Tennis) liegt mir auch weiterhin etwas am Ausbau/Entwicklung der Sentruper Höhe.

Daher zunächst Lob für die bisherige Sanierung des Sportparkes - trotz knapper Kassen!

Jedoch würde ich mich sehr freuen, wenn sich folgende Dinge noch ändern ließen:

- Umbau der Tennis-Asphaltplätze in Ascheplätze bzw. moderne Hartplätze, denn Asphalt ist sehr belastend für Gelenke und Bänder und nicht ungefährlich bei Stürzen!

- Komplettsanierung der Umkleiden/Duschen (sind wirklich nicht mehr zeitgemäß, sicher und vorzeigbar)

- Kostenfreiheit bzw. deutliche Preisreduzierung der Tennisplatzbespielung, da ja die Resonanz sowieso schon deutlich abgenommen hat.

- Beachvolleyball: da MS ja eine bekannte (Beach) Volleyballhochburg ist und hoffentlich bleibt, sollte auch ein Beachen im Winter ermöglicht werden. Daher wäre die Nutzung von einer Halle oder Neubau einer Mehrzweckhalle dafür sehr sinnvoll. Der Bedarf ist jedenfalls da. Beachen und Baggern im Sand in der Halle gibt es auch schon in einigen Städten. Dies wäre dann wohl auch eher kostenpflichtig. Würde mit Sicherheit sehr gut angenommen und ein weiterer Magnet für MS!

Würde ich freuen auf ein feedback und noch mehr um baldige Umsetzung, da die Gewerbesteuer dies Jahr und auch in 2011 auch zunimmt :-)

Frage also: ob und wann sind diesbzgl. Maßnahmen geplant?

es grüßt Stefan Ranneberg
Dipl.-Verww. (FH)

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Antwort
von Markus Lewe am 21. Dezember 2010
Markus Lewe

Sehr geehrter Herr Ranneberg,

vielen Dank für Ihre Anfrage und auch für das damit verbundene Lob für die bisherigen Sanierungsarbeiten des Sportparks Sentruper Höhe.

Die Sanierung des Sportparks wurde im September 2005 vom Rat der Stadt beschlossen. Der Kostenrahmen der Maßnahmen belief sich auf insgesamt 2.498.340 Euro; die Durchführung der Bauarbeiten wurde auf die Jahre 2005 bis 2008 verteilt. In dieser Zeit wurden u.a. verschiedene Kampf- und Laufbahnen saniert, Spielfelder erneuert und Beregnungsanlagen gebaut.

Bei den von Ihnen angesprochenen Asphaltplätzen im Sportpark handelt es sich um Speckbrettplätze. Eine Änderung dieser Nutzungsart sowie des Belags dieser Plätze ist nicht vorgesehen. Im Bereich des Freizeit- und Breitensports ist ein Asphaltplatz ausreichend. Um auch den Bereich des Wettkampfsportes abzudecken, gibt es außerdem eine große Anzahl von Plätzen mit Tennenbelag: Drei Speckbrettplätze sind mit diesem Aschebelag ausgestattet, genauso wie die neun reinen Tennisplätze. Ein moderner Hartplatz mit Kunststoff- oder Tartanbelag bietet unseres Erachtens nach keine entscheidenden Unterschiede im Vergleich zu den vorhandenen Tennenplätzen.

Die aktuell gültigen Benutzungsgebühren für die Tennisplätze des Sportparks wurden seit 1997 – also seit 13 Jahren – nicht mehr erhöht. Die Unterhaltung und Pflege der Plätze wird durch die Stadt Münster gewährleistet: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Tenne in regelmäßigen Abständen ausgetauscht bzw. erneuert und gereinigt wird. Dieser Aufwand und die Intensität der Platzpflege machen eine kostenfreie Nutzung der Tennisplätze unmöglich – sie wäre wirtschaftlich nicht tragbar.
Die Nutzung der Asphaltplätze hingegen ist aufgrund des geringeren Pflegeaufwands und der Hauptnutzung durch den Freizeitsport kostenfrei.

Was die Sanierung der Umkleiden angeht, kann ich Ihnen nur zustimmen: Diese Schritte sind notwendig. Im Rahmen des Gesamtkonzepts der Sanierung des Sportparks ist auch die Errichtung eines zusätzlichen Umkleidegebäudes vorgesehen. Aufgrund einer gerichtlichen Eingabe konnte der Bau jedoch nicht planmäßig umgesetzt werden. Wir müssen uns hinsichtlich des weiteren Vorgehens deshalb noch etwas gedulden. In der mittelfristigen Finanzplanung der nächsten 3 bis 5 Jahre (bis zum Jahr 2015) sind die Sanierungsmaßnahmen der bestehenden Umkleiden aber auf jeden Fall vorgesehen.

Kommen wir zu guter Letzt zum Thema Beachvolleyball: Die Möglichkeit, auch im Winter beachen zu können, ist mit Sicherheit wünschenswert. Aufgrund der allgemein bekannten städtischen Haushaltslage ist es der Neubau einer Halle jedoch auch mittelfristig allein aus kommunalen Finanzmitteln nicht realisierbar. Dazu müsste der passende Investor gefunden werden. Auch die Unterhaltungskosten sowie der tatsächliche Bedarf einer Indoor-Beachvolleyballanlage spielen eine große Rolle. Eine Beachvolleyballhalle kostendeckend zu nutzen, ist sehr schwierig und nur dann machbar, wenn es sich um eine Halle mit multifunktionaler Nutzung handelt. Auch die Nutzung der Halle durch den Leistungssport muss unbedingt berücksichtigt werden.

Ich hoffe, dass Sie die städtischen Anlagen weiterhin so intensiv nutzen und wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß beim Sporteln.

Mit freundlichen Grüßen