Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Rainer von Ryssel am 12. März 2018
6308 Leser · 11 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Tief frequentes Brummen durch Infraschall

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

eine Vielzahl gebildeter Interessengemeinschaften ist von tief frequentem Brumm-Phänomen in Deutschland betroffen.

Nun steht Ihre erfolgreiche Wiederwahl bevor. Wir gratulieren.

Am 14. März 2017 hatten wir in Berlin die Veranstaltung des UBA besucht, in der Ergebnisse und Empfehlungen aus deren Forschungsprojekt präsentiert wurden.

Was aber ist seit der aufgezeigten Problematik bisher geschehen?

Leider ist ein Fortschritt nicht zu erkennen.

Wie sieht es mit den versprochenen Ergebnissen zur Überarbeitung der DIN Norm 45680 bzw. der TA Lärm aus?

Leider gibt es keine, dafür Stagnation, debattierende Arbeitsgruppen, fragwürdige Studien an Menschen.

Seit 2012 - der ersten Wahrnehmung von Infraschall Brummen - haben wir die gesamte Palette abgearbeitet, dem Vorliegen ärztlicher Befunde für ein „normales“ Hörvermögen, über die Suche im Haus, das Forschen, Messen und Dokumentieren der vorhandenen Infraschall-Frequenzen, den Kontaktaufnahmen zu Behörden, zu Fernsehanstalten und Presseorganen, der Bundesnetzagentur, dem Bundesamt für Strahlenschutz, zu Wissenschaftlern, den TU Dresden und Berlin, der Physikalisch-Technische Bundesanstalt Braunschweig, zu Politischen Ebenen der Bundesrepublik (Oberbürgermeister der Stadt Dresden, Stadträten, Sächsischen Landtagsabgeordneten, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Staatsministerin im Freistaat Sachsen, Bundesinnenminister, jeweils amtierenden Bundesumweltbundesministern, Parteivorsitzenden von FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die LINKE, AFD).

Wie können Sie nun im Namen der neuen Bundesregierung die Umsetzung der Beseitigung der Infraschall Belastung in unserem Land unter Berücksichtigung neuer Ergebnisse zusagen und nachhaltig beseitigen?

Mit freundlichen Grüßen

Monika & Rainer von Ryssel

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 09. April 2018
Angela Merkel

Sehr geehrte Frau von Ryssel, sehr geehrter Herr von Ryssel,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Gerne informieren wir Sie über den aktuellen Stand der Entwicklung beim Themenkomplex der „tieffrequenten Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft“.

Zur Zeit wird die entsprechende Industrienorm überarbeitet. Es handelt sich dabei um die DIN 45680 „Messung und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft“ und das Beiblatt 1 „Hinweise zur Beurteilung“. Dafür zuständig ist der Arbeitskreis des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN).

Fachleute aus Industrie, Wissenschaft, Behörden, sowie vom Lärm betroffene Personen u. a. beteiligen sich an dieser Arbeit. Die Überarbeitung ist wegen der komplexen Thematik langwierig und noch nicht abgeschlossen.

Die Regelungen innerhalb dieser Norm sind wichtig, um Lärm zu bekämpfen und darüber hinaus für die Umweltpolitik: Einerseits verweist die wichtige Verwaltungsvorschrift zum Thema Lärm (TA Lärm oder Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) bei der Beurteilung tieffrequenter Geräusche auf diese DIN und bezieht sich auf die Festlegungen dort.

Andererseits können verschiedene, auch aus Umweltsicht bedeutsame, Anlagen tieffrequente Geräuschimmissionen hervorrufen. Zahlreiche Anfragen belegen die Bedeutung des Themas dieses „Brummens“.

Daher ist es besonders wichtig, dass in die Fortentwicklung der DIN 45680 alle relevanten betroffenen Kreise umfassend eingebunden sind und neue Normentwürfe von ihnen sorgfältig und umfassend geprüft werden.

Voraussichtlich in diesem Jahr wird die Studie „Lärmwirkungen von Infraschallimmissionen“ fertiggestellt, die das Umweltbundesamt in Auftrag gegeben hat. Sie ist die Nachfolgestudie zum Forschungsvorhaben „Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall“, deren Ergebnisse das Umweltbundesamt 2014 vorgestellt hat. Die Studien beschäftigen sich mit Immissionen durch Infraschall, die aus verschiedenartigen technischen Quellen stammen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (11)Schließen

  1. Autor Petra Biedermann
    am 13. März 2018
    1.

    Wieviele Menschen müssen noch erkranken, wieviel müssen weiterhin und in Zukunft noch Odysseen bei Medizinern erleben?
    In den medizinischen Kriterien nach ICD 10 gibt es nur T75.2, der sich auf Infraschall bezieht.
    Für Mediziner ein Buch mit sieben Siegeln ... .
    Alle Forschungsarbeiten zum Thema, die sich nur auf akustische Messungen von Infraschall beziehen, sind nur wenig aussagefähig, wenn nicht gar fast unbrauchbar.
    Wie wird bei Studien mit Probanden unter Exposition mit Infraschall ein "Null-Wert" bestimmt, wie wird ausgeschlossen, dass nicht bereits Infraschall/Vibrationen vorhanden sind?
    Kein Infraschall ohne Vibration - keine Vibration ohne Infraschall.
    Wer oder welche Instituion ist unabhängig genug und hat den Mut, sich das, was ich auf meiner webseite infraschallglobal.ch veröffentliche, demonstrieren zu lassen?!
    Ich bin extrem erkrankt, mein Körper ist wohl einer der sensibelsten Detektoren. Er reagiert in Bruchteilen einer Sekunde.
    Ich bin bei weitem kein Einzelfall.
    Ich garantiere Ihnen, neutral absolut nachprüfbar, dass rund 30 % der Bevölkerung in unterschiedlichen Schweregraden auf Infraschall/Vibration reagieren.
    Sie rennen von Arzt zu Arzt - an Umwelteinflüsse denkt dabei niemand.
    Kleinere, lokale Quellen wie z.B. Windparks, Heizwerke, Wärmetauscher usw. stehen hier nicht als primäre Verursacher in Verantwortung - hier geht es um wesentlich mehr.
    Selbst wenn lediglich 10 oder 20% meiner Forschungsresulte richtig wären, bliebe zwingender Handlungsbedarf.
    Wer traut sich, wer hat den Mut, das Thema ernsthaft anzupacken???

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Petra Biedermann

  2. Autor Rainer von Ryssel
    am 15. März 2018
    2.

    Danke für den Kommentar von Petra Biedermann!

    Der Hilferuf bezeugt den angesprochenen Tatbestand und bestätigt den akuten Handlungsbedarf.

  3. Autor Rainer von Ryssel
    am 18. März 2018
    3.

    Sehr verehrte, gewählte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

    sehr geehrte Damen und Herren Referenten sowie Mitarbeiter, die diese Petition lesen, bearbeiten und betreuen,

    Der Kommentar von Petra Biedermann sowie mir vorliegende Rückmeldungen von Kontakten zahlreich anderer vom Infraschall Betroffener berührt.

    Bitte informieren Sie sich, wie viele ernsthaft betriebene Foren, Gruppierungen, Vereinigungen/ Vereine, Veröffentlichungen in den Medien via Internet, Fernsehen und Presse es mittlerweile in Deutschland gibt, die sich mit dieser Umweltbelastung austauschen, mit der Materie auseinandersetzen, um Hilfe nachsuchen.

    Die bereits in vielen Flächen der Bundesrepublik bestehende Beeinträchtigung von Infraschall - unabhängig ob akut oder noch nicht als "hörbar" wahrgenommen - wird die Gesundheit unserer Gesellschaft beeinträchtigen, für Einzelne zu nicht erklärbaren Symptomen führen.

    Nur, bisher spüren das noch nicht alle, es ist erst ein stetig beginnender Prozess.

    Es gibt diverse in Frage kommende Verursacher, aber Nachweise fehlen.

    Die Problematik ist bereits viel weiter im politischen Umfeld in der Findung als öffentlich hochgespült.

    Die derzeit bestehende Hilflosigkeit äußert sich durch Ratlosigkeit, fehlende Konzepte und ein nicht konzertiert bundesweites Vorgehen. Deshalb hilft Ihnen als einzeln Betroffenen auch niemand oder kann/ darf es nicht.

    Belastungen durch Radioaktivität und CO² Emissionen sind dagegen greifbar. An deren Beseitigung arbeitet die Staatengemeinschaft. Diese wird auch Lösungen finden.

    Ich rufe Sie eindringlich auf, nehmen Sie meinen Apell zum Anlass, Druck auf die neue Regierung zur Lösung dieser Umweltbelastung auszuüben - für Sie selbst als Betroffene/r, Ihre Kinder und die künftigen Generationen.

    Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Sprechen Sie mich gerne an.

    Rainer von Ryssel

    rainervonryssel@gmx.de

  4. Autor Henning Böhm
    am 20. März 2018
    4.

    Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

    zunächst möchte ich das Problem kurz nochmal schildern.
    Seit vielen Jahren unerklärlicher, aber messbarer Lärm in verschiedenen Häusern. Was bei den Betroffenen zu gesundheitlichen Schädigung führt. Hierunter fallen Herzrythmus-, Konzentrations- und Gleichgewichtsstörungen, innere Unruhe, viele schwere, rastlose Tage. Um nur einige zu nennen.
    So wie uns, ergeht es unendlich vielen Menschen in ganz Deutschland!
    Wir brauchen ihre Hilfe.

    Wie kann uns die Regierung helfen?
    Aus unserer Sicht gibt es hier mind. einen Ansatzpunkt doch gehe ich davon aus, dass sie bestimmt noch mehr Möglichkeiten sehen.
    Unsere Hoffnung ist, dass die Neufassung der DIN 45680 zielführend ist. Daher sind wir zunehmend enttäuscht, da keinerlei Fortschritte zu hören, zu lesen oder festzustellen sind, Bitte setzen sie sich dafür ein, dass es hier vorwärts geht und zwar im Sinne der Betroffenen!
    Es darf hier nicht gefiltert werden, sondern die tatschlichen Werte müssen einfließen. Es muss sowohl Körper- als auch Luftschall betrachtet werden.
    Über 20 Jahre ist nichts getan worden!
    Hier wird eindeutig das Grundgesetz tangiert und untergraben! Es ist auch Ihre Verantwortung! Es ist meine und unsere Gesundheit!
    Wir wünschen uns, dass Sie sich nun darum kümmern.
    Die Menschen brauchen umgehend eine Anlaufstation, damit ihnen Gehör geschenkt wird und ihnen Zuversicht zuteilwird; dass man ihnen hilft und die Lärmprobleme beseitigt werden!
    Transparent, öffentlich, im Internet!
    Sie glauben nicht, wie viel Leid dieser Lärm über die Menschen bringt! Er zerstört Existenzen, raubt Lebensgrundlagen, die Freude am Sein und kostet am Ende die Gesundheit sowie frühzeitig das Leben.
    Das kann und darf nicht weiterhin der Preis sein für das Verschleppen und Vertuschen von bekannten Problemen, die sich hinter einer alten, dringendst überarbeitungs- und menschenunwürdigen Norm DIN 45680 verstecken.
    Die Norm sollte eine Schutznorm für uns Menschen sein!

    Mit freundlichen Grüßen

    Hening Böhm

  5. Autor Henning Böhm
    am 20. März 2018
    5.

    Ich möchte alle Betroffenen aufrufen über die Kommentarfunktion einen Kommentar zu posten um hier aufzuzeigen welch große Anzahl tatsächlich unter dieser Umweltbelastung leiden. Geben sie uns hier eine Stimme mit Gewicht! Wie Frau Biedermann gehen auch wir davon aus, dass rund 30 % der Bevölkerung in unterschiedlichen Schweregraden auf Infraschall/Vibration reagieren.

    Wir müssen uns In irgendeiner Weise organisieren um hier mehr Stimmkraft zu bekommen. Unabhängig davon wo wir die Ursache dieser Umweltbelastung sehen. Das ist in erster Linie auch Egal, wir wollen alle das gleiche!
    Eine Lösung für das Problem!

    Vor 40 Jahren hätte doch auch niemand geglaubt, dass die Atomkraftgegner irgendwann ihr Ziel erreichen. Aber sie haben es geschafft!
    Auch wir können das!

    Mit freundlichen Grüßen

    Henning Böhm
    www.infraschallverein.de

  6. Autor Wilhelm Maier
    am 20. März 2018
    6.

    Sehr geehrte Frau Kanzlerin,
    unsere Meinung ist, der Staat ist für den Schutz seiner Bürger verantwortlich !

    Dieser ständige Brummton ist keine Privatangelegenheit da dieser sehr flächendeckend auftritt und sich zahlreiche Bürger davon belästigt und auch gesundheitlich sehr beeinträchtigt fühlen !

    Der Staat bzw. dessen Institutionen ist für den Schutz der Bürger verantwortlich.

    Das ist ganz klar seine Aufgabe und dafür zahlen die Bürger auch Steuern !

    ( wir wollen hier nicht davon sprechen, in welchem Maße diese für nicht bürgerdienliche Nutzung zweckentfremdet werden ).

    Also haben zunächst die staatlichen Institutionen, die durch solch eine solche Ursachenüberprüfung entstehenden Kosten zu tragen.

    Sollte sich herausstellen, dass eine nicht-natürliche Quelle die Ursache ist, dies sollte man eigentlich schon bei einem definierten Zeitraum eingrenzen können, dann muss man den Verursacher zur Begleichung dieser Kosten und der Aufhebung der Ursache heranziehen.

    Im ersten Schritt steht aber der Staat in der Pflicht !!!

    mit freundlichen Grüßen
    Wilhelm Maier

  7. Autor Iris Schmonsees
    am 21. März 2018
    7.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, verehrte Frau Dr. Merkel,
    seit 2013 wird die DIN 45 680 ohne deutlichen Fortschritt überarbeitet. Als Einsprecherin konnte ich mir selbst ein Bild davon machen und es erweckte den Eindruck, als sei dieses Gremium nur zum Selbstzweck und zum Zeitvertreib dort. Einen echten Überarbeitungswillen konnte ich nicht entdecken. Diesen Vortrag hielt ich vor diesem Gremium: https://www.brummton.info/wp-content/uploads/2017/08/Zusa...
    Im Anschluss an diese Sitzung, trug ich dieses Dokument in den Bundestag zu Herrn Helmut Heiderich.

    Als Betroffene und Aktivistin von www.brummton.info weiß ich wie dringlich die Situation ist. Es ist zermürbend, jeden Tag an Lebensqualität zu verlieren und keinerlei Hilfe zu erfahren. Wir haben aktuell einen betroffenen Zuwachs von 14% (!), quer durch alle Altersschichten, kein Bundesland ist davon verschont! Ich bitte Sie inständig, Bitte, nehmen Sie sich dieses Problems an. Frau Dr. Merkel, als Physikerin, sehen Sie diesem Problem ins Auge! Schon morgen könnten Sie betroffen sein!

  8. Autor Rainer von Ryssel
    am 21. März 2018
    8.

    Danke den Kommentaren von Herrn Wilhelm Maier und Frau Iris Schmonsees.

    Der Infraschall tritt nach Erkenntnissen nicht nur in urbanen Gebieten auf.

    Auch gibt es keinen Grund, dass Menschen tieffrequente Geräusche über einen längeren Zeitraum zu dulden, zu ertragen, geschweige denn damit zu leben haben.

    Den desolate Zustand hinsichtlich der Neufassung der DIN 45680 ist hinreichend bekannt, uns selbst über die gewonnenen Erkenntnisse beim Besuch der Veranstaltung des Umweltbundesamtes am 14.03.2017 in Berlin im Zuge unserer Petition an Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vom 24.01.2017.

    Die Verzögerung zulasten der Menschen verursacht absehbar wirtschaftliche und gesundheitliche Folgekosten.

    Fakt ist, dass bereits ärztlich fundierte Expertisen veröffentlicht sind, die genau das belegen und ebenfalls Handlungsbedarf anzeigen.

    Zu diesem Gebiet ist derzeit eine Forschungsstudie des Umweltbundesamtes in Auftrag, die feststellen soll, wie belastbar der Mensch gegen Infraschall ist. Nach gewonnenen Informationen wird mit der Studie der umgekehrte Weg beschritten. Die Erforschung der Ursache und dessen notwendige Beseitigung ist damit nicht gegeben. Die Studie war bis Ende Dezember 2017 begrenzt, ist nun bis Ende 2018 verlängert. Also läuft der Zeitfaktor gegen die Betroffenen.

    Regierung und alle im Bundestag vertretenden Parteien sind gefordert, sich für dieses Sachthema vordringlich einzusetzen.

    Rainer von Ryssel

  9. Autor Angelika Kaiser
    am 23. März 2018
    9.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    warum werden die vom Steuerzahler finanzierten EMF-Dauermessstationen nicht eingesetzt. Bei der BNetzA stehen mindestens 14 Stationen zum Abruf durch die Kommunen bereit. Wenn man der Veröffentlichung der EMF Datenbank von heute, dem 23.03.2018 glauben darf, ist derzeit nicht eine in Deutschland im Einsatz. Genau diese Geräte könnten in Gebieten mit besonderen Belastungen sehr schnell Daten liefern und Störquellen eingrenzen.
    Bitte sorgen Sie dafür, dass diese Geräte zum Einsatz kommen. Es ist wirklich nicht nachvollziehbar, dass diese hochwertige Technik bei der BNetzA eingelagert ist.
    Angelika Kaiser

  10. Autor Petra Biedermann
    am 27. März 2018
    10.

    Zu Kommentar 8, zur UBA-Studie.

    Wie in Kommentar Nr. 1 bereits erwähnt bin ich, - jederzeit überprüfbar -, extremst sensibel auf Infraschall/Vibrationen.
    Die Auswirkungen auf mich sind unzählig.
    Zeiten ohne Symptome sind ausserordentlich selten.

    Für die Studie habe ich mich beim DLR als Probandin beworben.
    Den Fragebogen habe ich sorgfältig, ehrlich ausgefüllt.

    Ich erfülle die festgelegten Kriterien zur Teilnahme an der Studie nicht.

    Sind diese festgelegten Kriterien sinnvoll, wenn sie sensible Personen von vornherein ausschliessen?

    Der Testort für diese Studie befindet sich in Schleswig-Holstein.
    Inmitten von unzähligen, riesigen Windkraft-Anlagen.

    Wenn z.B. durch diese Anlagen bereits eine Belastung mit Infraschall/Vibration vorliegt, werden die Messungen an den Probanden bei Exposition nur sehr bedingt zu Veränderungen im EEG, EKG, bei Konzentrations-Tests usw. führen.

    Auch werden gemessenen Veränderungen bei Exposition nicht wirklich reproduzierbar sein, da die vorhandene Belastung durch z.B. die umgebenden Windräder nicht konstant ist, sich verändert.

    Ist z.B. die Konzentrationsfähigkeit eines Probanden bereits auf Grund dieser bereits vorhandenen Immissionen von Infraschall/Vibration herabgesetzt, werden die (mässigen) Expositionen nicht zu gravierenden Veränderungen führen.

    Fatale Fehlinterpretationen der Messergebnisse ist die zu erwartenden Folge.

    z.B.: Konzentration bei Exposition nicht herab gesetzt, Blutdruck/ Puls nicht verändert usw..

    Oder werden während der Messungen für die Studie z. B. grossräumig alle Windräder abgestellt?
    Wohl kaum.

    Noch einmal meine Frage(n):
    Wie werden „Null-Werte“ bei dieser Studie bestimmt?
    Welche Parameter werden dazu erfasst?
    Wie werden diese Parameter bewertet?
    Wie erfolgt der Bezug zur Exposition?

    Das Studiendesign, einschliesslich der Auswahl der Probanden, sollte dringend überarbeite werden.

    Jedenfalls dann, wenn eine solche Studie zu wirklich realen Ergebnissen führen soll.
    Diese Studie wird wahrscheinlich wegweisend für die Zukunft sein.

    Der Gesetzgeber steht in Verantwortung.

    Frau Bundeskanzlerin, unternehmen Sie endlich etwas.
    Zu viel Leid für zu viele Menschen – vom Säugling bis zum Greis.

    Ich/die Betroffenen stehen zur Verfügung. Trauen Sie sich.

    Petra Biedermann

  11. Autor Rainer von Ryssel
    am 31. März 2018
    11.

    Apell

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

    die Stimmenzahl dieser Petition an Sie beweist die Notwendigkeit des Handelns.

    Die Betroffenen erwarten von Ihnen persönlich eine zielführende Antwort, einen konkreten Zeitplan.

    Eine allgemeine Beantwortung durch Presse-Referenten im Auftrag genügt uns nicht.

    Seit mind. 6 Jahren quälen Infraschall-Belastungen die Menschen in unserem Lande. Wir wollen mithelfen, die Quellen des Übels heraus zu finden und zu beseitigen. Aber wie, wenn wir nicht gehört und unser Potenzial nicht genutzt wird?

    Werte Frau Bundeskanzlerin, Sie versprechen, dass es uns „gut gehen“ soll. Uns geht es nicht gut!

    Seit 6 Jahren herrscht Stillstand, erfolgen keine konkreten Maßnahmen zur Beseitigung dieser nicht sichtbaren, nicht einatmenden, nicht schmeckenden - aber spürbaren, wahrnehmbaren, beunruhigenden Umweltverschmutzung.

    Vor 6 Jahren geborene, mittlerweile schulpflichtige Kinder sowie alle danach geborenen sind bereits Zeitlebens ungeschützt den Folgen für Gesundheit ausgesetzt, in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit gefährdet.

    Handeln Sie bitte, beweisen Sie den Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, dass auch hier gilt

    „Wir schaffen das“

    Rainer & Monika von Ryssel

  12. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.