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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor julia körnig am 30. April 2014
4446 Leser · 7 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Alleinerziehende

Sehr geehrte Frau Merkel,
als alleinerziehende Mutter bin ich erstaunt über die Tatsache, dass Kinder vom Staat nur 6 Jahre Unterhaltsvorschuss gewährt bekommen- und dieser orientiert sich wohl auch nicht am Mittel der Unterhaltsleistungen und kann keinesfalls auch nur ansatzweise die Kosten decken, die ein Kind mit sich bringt. Das Kind hört nicht auf zu wachsen, möchte einen Verein besuchen, mal ins Theater usw... Wieso werden Kinder Alleinerziehender so schlecht gestellt??? Und warum werde ich als Mutter (die Anerkennung bekommen ja meist die wenigen alleinerziehenden Väter, laut Statistik auch mehr Unterstützung aus dem Umfeld- Exotenbonus?), warum werde ich als Mutter steuerlich schlechter gestellt?! Wann kommt die dringend erforderliche Erhöhung des Freibetrags, der sich an dem Verheirateter Paare orientieren muss??? Das duldet keinerlei Aufschub!!! Das ist einer der Gründe, weshalb die Schere immer größer wird zwischen Arm und Reich und ich hoffe, dass sich die Menschen endlich auf die Straße bewegen, um gegen diese und diverse andere Ungerechtigkeiten zu demonstrieren! Nicht ewig lassen sie sich durch Angst vor dem sozialen Abstieg und den alltäglichen Bürokratiewahn abhalten( Bürokratieabbau?), so hoffe ich doch. Ich appeliere an sie, auch Randgruppen der Bevölkerung ( die, die keine Lobby haben) in ihren Fokus zu nehmen, denn es kann nicht ihr Ansinnen sein, eine 3 Klassengesellschaft zu zementieren! Weg mit den Lippenbekenntnissen und warmen Worten und her mit den Taten!
Desweiteren denken viele kluge Köpfe über das bedingungslose Grundeinkommen nach.
In der sozialen Hängematte machen sich andere einen Lenz, als die, denen es vorgeworfen wurde per Yellowpresshirnwäsche

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Ralf Schumann
    am 02. Mai 2014
    1.

    Verheiratete Eltern haben auch keinen höheren Freibetrag, er ist nur doppelt so hoch, weil ihn zwei Elternteile nutzen.
    Ich fürchte, die Erhöhung kommt gar nicht, da dafür kein Geld vorhanden ist.
    Ich finde es aber gut, dass Sie arbeiten. Viele Mütter verzichten bei Unterhaltsverweigerung durch den Vater auf Arbeit, weil das bei Hartz 4-Empfänger keinerlei Auswirkungen hat. Unterhaltspflichtige Väter verzichten allerdings auch darauf, weil sich der Unterhaltsvorschuss ansammelt und dann eine Arbeitsaufnahme nicht mehr lohnt.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 05. Mai 2014
    2.

    Ralf,
    ich sehe das auch so, wie Sie.
    .
    Auf die Strasse werden die Menschen nur gehen,
    wenn der Hunger so groß ist, dass sie
    keine ander Wahl mehr haben.
    .
    Besonders die *Ossis* werden sich hüten.
    *Ein gebranntes Kind scheut das Feuer.*
    .
    Die Meisten haben Angst, dass sie dann
    vom Regen in die Traue kommen.
    .
    Hier denke ich an den 30. Januar 33
    und den 8. Mai 45. Schließlich ist
    bis dahin, nicht mehr lange hin.

  3. Autor Ralf Schumann
    am 07. Mai 2014
    3.

    Also das bedingungslose Grundeinkommen hätte fatale Folgen für Deutschland. Angenommen jeder bekommt 1.000 € pro Monat, so hört sich das gut an. Wer aber soll das erarbeiten, damit dieses Geld auch gezahlt werden kann? Wer soll dann im Krankenhaus, im Kindergarten, in der Schule, im Altenheim, in der Gastronomie arbeiten. Wer findet es schön, wenn sich der Handwerker in den Liegestuhl setzt, anstatt zu Ihnen zu kommen?
    .
    Ich höre immer mal wieder von den Arbeitslosen im Jobcenter, dass man sie doch in Ruhe lassen solle und man uns mit dem bedingungslosen Grundeinkommen nicht mehr bräuchte. Sollen doch die arbeiten, die dazu Lust haben. Davon gäbe es schließlich genug. Manche würden sogar Überstunden machen, weil sie mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wüßten. Denkt der Vater Ihrer Kinder auch so? Warum zahlt er nicht?
    .
    Wenn es dann überhaupt noch interessant werden soll, bei einem bedingungslosen Grundeinkommen zu arbeiten, so erwarten die, die ihre Leistungen bringen auch die entsprechende finanzielle Anerkennung. Das ist auch richtig, denn schon jetzt finden es diejenigen ungerecht, die den ganzen Tag arbeiten und kurz über dem Hartz4-Satz liegen. Deshalb wird auch immer wieder über das Lohnabstandsgebot diskutiert (und leider immer wieder verworfen).
    .
    Angenommen also Ihr Vorschlag wird umgesetzt, so werden alle Waren und Dienstleistungen entsprechend teurer, damit die Kosten für das Grundeinkommen gedeckt werden können. Irgendwer muss ja die Steuern erarbeiten, die hiermit verteilt werden. Wer soll das tun, wenn nicht diejenigen, die "Lust zum arbeiten" haben? Das bedeutet auch, dass die Mieten steigen, der Bus teurer wird und auch die Krankenkassenbeiträge. Am Ende werden die 1.000 € nichts mehr wert sein und wir können keine Produkte mehr exportieren. Dann bricht die Wirtschaft zusammen und wir haben schlimmere Verhältnisse als Griechenland.

  4. Autor Ralf Schumann
    am 16. Mai 2014
    4.

    Frau Steffens hat recht.
    .
    Sie haben als Mutter die Pflicht, Ihre Kinder zu schützen und die Familie zusammenzuhalten. In den Medien wird immer wieder präsentiert, dass die Frau heute finanziell unabhängiger vom Mann ist. Entsprechend entscheiden sich immer Menschen für Kinder ohne eine Beziehung eingehen zu wollen. Die Kinder sind dann eine Woche hier und eine Woche dort. Das Kind wird zum Gegenstand und sein Wohl scheint nicht beachtenswert. Es ist furchtbar. Als würden alle Frauen von ihren Männern gequält und geschlagen, wenn sie verheiratet sind. Die Ehe ist die Grundlage für eine Familie. Es ist wichtig sich vor der Familienplanung zu prüfen, da ein gemeinsames Kind auch Familienbindung bedeutet.
    .
    Ich erlebe leider im Jobcenter immer wieder Frauen, die sich gedankenlos Kinder anschaffen, obwohl sie keinen festen Partner haben. Wer glaubt, ein Kind allein macht arm, bedenkt nicht, dass auch Kinder geboren werden, weil man arm ist und Zeit hat. Meistens suchen sich diese Frauen arme Männer, weil es für langzeitarbeitslose Mütter keinen Unterschied macht, ob sie Unterhalt vom Vater bekommen oder nicht. Das Jobcenter zahlt den Ausgleich.
    .
    Frau Körnig, ich verstehe noch immer nicht, weshalb Sie dem Vater den Steuerfreibetrag nehmen wollen. Ist es, weil er keinen Unterhalt zahlt? Vielleicht ist er ja doch ein guter Vater und nimmt bald eine Arbeit an, damit er wieder für Ihr gemeinsames Kind sorgen kann. Dann jedenfalls ist es gerecht, wenn auch er von dem Steuerfreibetrag profitiert und nicht nur Sie allein.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 01. Juni 2014
    5.

    Ralf Schumann,
    Ihrer Argumentationen kann ich nur zum Teil folgen.
    .
    Oft schaffen sich die Frauen nicht Kinder an um
    von ihnen, bzw. der Gesellschaft, zu profitieren.
    .
    Oft macht liebe blind und wenn man blind ist kann
    man nicht sehen und erst recht nicht
    in die Zukunft.
    .
    In die Zukunft sehen, das können nicht einmal
    Menschen, denen der Arzt >Weitsichtigkeit<
    bescheinigt hat.
    .
    Wenn Frauen sich in einen Mann verliebt
    haben, ist das Resultat oft - ein Kind.
    .
    Wenn ein Mann sich in eine Frau verliebt
    hat, bleibt >dieses< Resultat natur-
    gemäß aus.
    .
    Oft verläßt der Mann, wenn er die junge
    hübsche Frau *gehabt* hat und sie
    steht mit dem/n Kind/ern wieder
    allein da.
    .
    Von dieser Seite sollte man
    die Sache auch einmal
    betrachten.

  6. Autor Erhard Jakob
    am 01. Juni 2014
    6.

    @ Ralf Schumann,
    die meisten Frau schaffen sich doch kein Kind an,
    weil sie vom Steuerzahler ausgehalten
    werden wollen.
    .
    Liebe macht bind! Und wenn Frau sich verlieben,
    ist das Kind oft das Resultat der Blindheit.
    .
    Wenn die Frau wieder >sehend< werden, ist der
    Mann oft schon weg. Aber das Kind
    ist noch da.

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