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Abstimmungszeit beendet
Autor Klaus Fink am 04. Juli 2016
2354 Leser · 1 Kommentar

Die Kanzlerin direkt

Altervorsorge - Zinspolitik der europäischen Zentralbank

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

jahrzehntelang wurde von der Politik propagiert, dass man eine private Alterssicherung parallel zu der gesetzlichen Altersvorsorge aufbauen sollte, damit man am Ende seines Berufslebens nicht in die Altersarmut gerät. Dass mit manchen Altersvorsorgemodellen nicht das Erwünschte erreicht wurde/wird, möchte ich hier nicht weiter erörtern. Dringender scheint mir folgendes zu sein: die EZB in der Person von Herrn Draghi betreibt seit Jahren eine starke Geldmengenausweitung mit der Folge, dass es bei uns nur noch sehr geringe Zinsen auf Spareinlagen - und damit auch für die Altersvorsorgeverträge - gibt. Dem angestrebten und notwendigen Mittelaufbau für die Rente hilft dies natürlich überhaupt nicht weiter. Die expansive EZB-Geldmengensteuerung soll bekanntlich den südlichen EU-Ländern bei der Bewältigung ihrer wirtschaftlichen Probleme mit niedriger Wirtschaftsleistung, hoher Arbeitslosigkeit und starker Staatsverschuldung helfen. Dies kann man natürlich nachvollziehen. Aber zur Vermeidung eines weiteren EU-Akzeptanzverlustes - insbesondere bei den Bürgern in den nördlichen EU-Ländern - sollte aus meiner Sicht ein für alle akzeptabler Mittelweg gefunden werden. Obwohl die EZB nicht weisungsgebunden ist, darf man m.E. von seiten der Politik nicht tatenlos daneben stehen. Es geht um das Wohl von Millionen Bürgern in der Rentenzeit in naher Zukunft. Wie sieht die Lösungsstrategie der Bundesregierung aus ? Gibt es Hilfsmöglichkeiten aus dem Bundeshaushalt ? Bei Nichtagieren (=> aussitzen) baut sich zukünftiger sozialer Sprengstoff auf !
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Fink

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Norbert Stamm
    am 13. Juli 2016
    1.

    Die EZB versucht verzweifelt zu erreichen, was Regierungen und Wirtschaft unterlassen: Investitionen.
    Aber sie kann nur günstige Kredite anbieten; diese verwenden müssen Staaten und Unternehmer, um damit für die Zukunft zu arbeiten. Doch genau das verhindert die Austeritätspolitik, die gerade von Deutschland für alternativlos erklärt und dem ganzen EURO-Raum aufgezwungen wurde. Würden die Staaten die verrottende Infrastruktur mit günstigen Krediten sanieren und weiter entwickeln und ausbauen, bekäme auch die Wirtschaft Schwung.
    Aber man hat ja statt dessen den „Schuldenstopp“ beschlossen!

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