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Abstimmungszeit beendet
Autor Michael Baldung am 02. August 2008
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Arbeitsmarkt

Arbeitsaufnahme bei ALG II, wer finaziert mich?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
ich habe da mal eine Frage.

Ich lebe (in den "Neuen Bundesländern") mit einer Frau in eheähnlicher Partnerschaft, zwei Kinder (Jungs) die meine Partnerin mit in die Beziehung brachte, ein gemeinsames Kind (Mädchen) leben auch noch mit im Haushalt. Weiterhin habe ich aus meiner vorhergehenden Beziehung zwei Kinder, für die ich Unterhalt zahle, bei Mangelberechnung.
Wir leben in eine Bedarfsgemeinschaft, wo ich durch Übergangsgeld noch einzahle. Dabei muss ich auch noch finaziell für die zwei Jungs mit aufkommen, obwohl ich nicht mit ihnen verwand bin (darüber gibt es schon Urteile).

Jetzt musste ich mir sagen lassen, dass ich doch nach meiner Umschulung auch in den "Alten Bundesländern" nach Arbeit suchen muss und annehmen muss. Ich bekomme ja auch ein halbes Jahr noch Beihilfen heist es. Was ist aber nach dem halben Jahr, wer finanziert dann meine Fahrtkosten mit der Bahn (wir können uns kein weideres Auto leisten da ALG II - die Frage kam von meinem Arbeitsvermittler), meine Unterbringung und wer betreut dann unsere gemeinsame Tochter, für die ich nur einen geringen Betrag übrig habe und das Jugendamt gemeint hat ich könne dies ja mit Naturalien ausgleichen (Naturalien laut Jugendamt = Liebe, spielen, gemeinsame Unternehmungen, u.s.w., blos nicht die Rede von Trinken und Essen).
Meine Partnerin möchte nicht umziehen, da die Kinder hier ihre Freunde haben, zur Schule gehen und sportlich hier aktiv und dabei erfolgreich sind.

Muss ich wirklich in die "Alten Bundesländer" gehen um eine Arbeit aufzunehmen nach ALG II.
Ich würde mich finanziell ruinieren und meine Partnerschaft dazu.
Außerdem würden wir bei unserer Trennung die Staatskasse wieder mehr belasten. Wir sind nun schon ehrlich und haben unsere Partnerschaft in einem gemeinsamen Haushalt auf der ARGE gemeldet.

Noch ein Zitat: "Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad der Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." (Arthur Schopenhauer)

Ich danke im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
M. Baldung