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Beantwortet
Autor Günter Klug am 18. Januar 2011
6772 Leser · 0 Kommentare

Wirtschaft

Argrawirtschaft in Miskredit

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, hier meine Frage!
Die deutsche Landwirtschaft wird durch die Dioxinvorfälle schwere belastet!
Aber in der Realität sind es doch Großbetriebe die als Landwirtschaftliche Betriebe dargestellt werden obwohl ihr Augenmerk nur auf schnelle Aufzucht von Tieren abziehlt.
Ich glaube das haben die vielen Landwirte im Land nicht verdient, das diese Großbetriebe den Ruf der Argrarwirtschaft in den Schmutz ziehen.
Hier sollte in der Presse einmal ganz deutlich unterschieden werden.
Sie als Kanzlerin oder ihre Länderminister können dieses Ungleichgewicht wieder zurechtrücken indem sie ganz deutlich für die Argrawirtschaft eintreten und die Machenschaften dieser Großbetriebe in der Förderung durch Finanzmittel deutlich zurückfahren.
Es darf nicht sein das diese Betriebe 80 % der Fördermittel der EU erhalten und die realen Landwirte mit nimm Apel und nen Ei abgefunden werden.

Mit freundl.Grüßen
Günter Klug

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 16. Februar 2011
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Klug,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Vergangenheit vielfach auf die Bedeutung hingewiesen, die die Landwirtschaft für unsere Gesellschaft hat. Abgesehen von ihren Leistungen für Ernährung und Landschaftspflege, ist sie insbesondere für die Entwicklung unserer ländlichen Räume unverzichtbar.

Den von Ihnen erwähnten Sachverhalt, dass auch die Landwirtschaft unverschuldet in den Dioxin-Skandal hineingezogen wurden, hat die Bundeskanzlerin in ihrer wöchentlichen Videobotschaft aufgegriffen: „Die, die Lebensmittel produzieren, haben mit diesem Skandal nichts zu tun.“

Mehr zum Podcast:

http://www.bundeskanzlerin.de/nn_707282/Content/DE/Podcas...

Die wesentlichen Weichen in der Agrarpolitik werden heute weitgehend auf europäischer Ebene gestellt. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU befindet sich mitten in einem Reformprozess, der bis 2013 abgeschlossen sein soll. Und Deutschland ist bei der Modernisierung der Landwirtschaft so weit wie kaum ein anderer Mitgliedstaat der EU.

Die EU-Kommission schlägt vor, dass sich Direktzahlungen stärker am Umweltschutz und an der Effizienz zu orientieren haben. So sollen die Landwirte Zahlungen für die Bewirtschaftung und den Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen erhalten. Diese Zuschüsse sind an rechtliche Auflagen – zum Beispiel im Bereich des Klima-, Umwelt-, Natur- und Tierschutzes – gebunden. Deutschland unterstützt diese Zielsetzung; und vieles davon ist schon längst auf den Weg gebracht oder wird bis spätestens 2013 umgesetzt.

Weitere Informationen zur GAP finden Sie hier:

http://europa.eu/pol/agr/index_de.htm

http://ec.europa.eu/agriculture/cap-post-2013/index_de.htm

http://www.bmelv.de/cln_182/SharedDocs/Pressemitteilungen...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung