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Abstimmungszeit beendet
Autor Jan-Erik Hansen am 17. Januar 2011
9337 Leser · 4 Kommentare

Umwelt und Tierschutz

Atommüll - Steuerzahler tragen Folgekosten

Sehr geehrte Frau Merkel,

70.000 Tonnen hochradioaktiven Giftmülls sollen im staatlichen Zwischenlager Lubmin eingelagert werden. Ein großer Teil des Abfalls entstand in deutschen Kernkraftwerken.

In wenigen Wochen rollt er wieder: Der Castor-Transport. Aber diesmal nicht nach Gorleben, sondern in das Zwischenlager bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Hierhin soll die so genannte Karlsruher Atomsuppe gebracht werden, radioaktiver Müll aus der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe. Dass der hochradioaktive Atommüll ausgerechnet hier landet, wo er eigentlich gar nicht hin gehört, ist Kalkül - und erspart der Atomindustrie einen Milliardenbetrag. Manka Heise und Chris Humbs zeigen anhand exklusiver Papiere, mit welchen Tricks die Atomindustrie arbeitet.

Meine Fragen an Sie wären:

1. Was sagen Sie zu diesen in verschiedenen Medien gleichlautend beschriebenen Printmedien?

2. Kann es einen Weg geben, dass der Steuerzahler diese Kosten nicht tragen müsste?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Jan-Erik Hansen

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Bernd Pfeiffer
    am 28. Januar 2011
    1.

    Wer bezahlt eigentlich dem Handwerker den Schrott den er erarbeitet?Kann denn nur die Drohung der Konzerne,die Arbeitskräfte zu reduzieren,eine Wirtschaftsregel von der Produkthaftung außer Kraft setzten ,so soll auch der Handwerker seinen Schrott irgendwie bezahlt erhalten!Das da was nicht stimmt, ist wohl offensichtlich!B.P.

  2. Autor Matthias Wagner
    am 06. Februar 2011
    2.

    Wer da noch daran zweifelt, daß die 4 großen Stromkonzerne keinen Einfluß auf die Politik ausüben würden, glaubt auch noch an den Osterhasen!
    Von einer (an sich schon illegalen) Wettbewerbsverzerrung auf dem scheinbar liberalen Strommarkt ganz zu schweigen:
    Wenn echter Wettbewerb stattfinden könnte, wäre Strom, der ohne fossile Energieträger erzeugt wird, deutlich billiger als Kohle- und Atomstrom!
    Wenn mal ein oder zwei Windräder im Land aufgestellt werden sollen, gibt es oftmals noch Bremsklötze!
    Außer man heißt RWE und betreibt sie offshore.
    Kleine oder mittelständische Unternehmer, die die dringend nötige Energiewende voranbringen, haben es zunehmend schwerer. Nicht zuletzt dank der Laufzeitverlängerung von AKW´s.
    Schon die Idee mit dem Nachtstromtarif wurde clever von den 4 AKW-Bettreibern eingefädelt: kein alternativer unabhängiger Versorger kann hier mithalten.
    Wer also im NT (Niedrigtarif) viel Strom verbraucht, hilft den Atomkonzernen noch die Taschen zu füllen. Subventioniert von ALLEN Steuerzahlern.
    Vergleichbar mit der Vorstellung, daß ich für die Produktion von viel Müll noch auf Allgemeinkosten belohnt würde. Das ist ein Skandal!

  3. Autor Jürgen Oeser
    am 14. Februar 2011
    3.

    3. Warum wird in Sachen Atommüll nicht nach dem Verursacherprinzip
    verfahren?
    4. Nach welchem Recht wird der Steuerzahler für den Atommüll in Haftung
    genommen?

    5. Wie lange will Deutschland noch die Lügen Ihrer Politiker ertragen???

  4. Autor Erhard Jakob
    am 18. Februar 2011
    4.

    Zu 3.
    Weil im Kapitalismus folgendes
    Grundgesetzt gilt:

    *Die Gewinne werden privatisiert
    und die Verluste werden
    verstaatlicht!"

    Zu 4.
    Nach dem vorgenannten
    Grundrecht!

    Zu 5.
    Bis zur nächsten Wende.
    Dann kommen neue Politiker,
    die noch doller lügen!!!

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