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Beantwortet
Autor Uwe Schilling am 20. Juli 2011
6354 Leser · 2 Kommentare

Wirtschaft

Banken bremsen Investitionen und Firmengründungen aus

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

seit nun mehr fast 14 Jahren arbeite ich als Versicherungsvertreter und Makler. Jetzt wollen 2 Freunde und ich, eine Immobilien GbR gründen und dazu sanierte und unsanierte Mietimmobilien kaufen um so nach und nach eine richtige Immobilienfirma aufzubauen, die von Kauf, Verkauf und Vermietung leben und existieren kann und zu sätzlich noch ein paar Arbeitsplätze schafft.

Doch keine Bank ist bereit den Weg mit zu gehen!
Territorial Prinzip, Fluktuation, Risiko am Markt, Sicherheiten, nicht unser Geschäftsgebiet nur Ausflüchte und Ausreden. Kommentare wie " wunderbare innovative Idee, liegt aber außerhalb des geschäftlichen Fokus " WestLB. " liegt " außerhalb unserer Geschäftsstrategie " EURO Hypo, " können uns an Ihrem Vorhaben nicht beteiligen " Deutsche Bank helfen uns nicht weiter.

Als es den Banken schlecht ging und sie3 millionen Steuergelder geschluckt habenm da war der Bürger gut und jetzt?

Was Frau Bundeskanzlerin läuft in diesem Staat schief?
Die WestLB veröffentlicht auf ihrer Internetseite, dass sie in Immobilien in Amerika, Polen, China investiert! Ja und hier in Deutschland verkümmern in den Innenstädten die Immobilien und die, die was retten und tun wollen, werden abgeblockt!

Sprechen Sie bitte ein Machtwort in Zusammenarbeit mit Ihrem Finanzminister. Es kann einfach nicht sein, dass Banken in ausländische Anleihen investieren und nicht in inländische Kredite, weil sie mit inländischen Krediten Eigenkapital belasten ( Sendung Plus-Minus vom 19.07.2011 )!

Wie wollen Sie dagegen vorgehen Frau Bundeskanzlerin?

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Schilling

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 29. August 2011
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Schilling,

vielen Dank für Ihre Zuschrift, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse vor, dass Banken die inländische Kreditvergabe an Privatpersonen oder Unternehmen beschränken.

Allgemein gilt, dass Kreditinstitute gesetzlich verpflichtet sind, eine Kreditwürdigkeitsprüfung vorzunehmen. Zudem muss die Bank je nach Risikogehalt des Geschäfts bzw. der Bonität des Schuldners Eigenkapital vorhalten. Insofern ist es durchaus möglich, dass Banken aufgrund der Ergebnisse der Kreditwürdigkeitsprüfung einzelne Kreditanträge ablehnen. Existenzgründer können auf Schwierigkeiten stoßen, eine Finanzierung zu finden, weil sie zum Beispiel nicht über ausreichende Sicherheiten verfügen.

Die Bundesregierung will die Gründungskultur in Deutschland stärken. Sie unterstützt daher Unternehmensgründer mit einem umfangreichen Förder- und Beratungsangebot.

Alle Informationen finden Sie unter "Gründerland Deutschland": http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Mittelstand/existenzgr...

Hilfe und Unterstützung bieten auch die Kammern (IHK und HWK) sowie die Informationsangebote des BMWi - www.existenzgruender.de.

Die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums bietet Informationen zu den mehr als 1000 Förderprogrammen von Bund, Ländern und Europäischer Union: http://www.foerderdatenbank.de/

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor E. O.
    am 03. August 2011
    1.

    Abgesehen davon, dass die Kanzlerin entgegen dem Seitentitel gar nicht selbst anwortet, wird Sie nichts dagegen unternehmen. Als zur Aktivität und Eigeninitiative aufgeforderter Bürger haben wir zu zahlen und ansonsten den Mund zu halten.

  2. Autor Bernd Pfeiffer
    am 04. August 2011
    2.

    Sie haben Erfolg,wenn Sie Ihre Verwandten beleihen.Alles andere ist sinnlos und die Rückzahlung das 2-fache.Die Stützung der Banken ist ja eigendlich erfolgt um die Wirtschaft zu erhalten,Kredite zu vergeben usw.Es sollte jeder für sich die Schlüsse daraus ziehen und danach handeln,denn die nächste Wahl wird das auch nicht ändern.

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