Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Wayne Schlegel am 07. September 2008
10487 Leser · 0 Kommentare

Kultur, Gesellschaft und Medien

Bayreuth

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Sie kennen die Bayreuther Festspiele besser als ich. Es sei Ihnen gegönnt. Ich habe auch kein Problem damit, dass die Karten bereits Jahre im Voraus ausverkauft sind und dann nur von Personen "der oberen 10.000" überhaupt in Anspruch genommen werden können.

Was mich aber stutzig macht, ist folgender Absatz, der sich auf der Hompage der "Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V." nachlesen lässt:
[...] Bereits im Jahr 1953 konstituierte sich im „Festspielkuratorium“ der Kreis der öffentlichen Zuschussgeber und der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, der alljährlich nach einem festen Schlüssel die Bayreuther Festspiele unterstützt. So werden je ein Drittel des Haushaltsdefizites von der Bundesrepublik und dem Freistaat Bayern übernommen. Das letzte Drittel teilen sich die Stadt Bayreuth (4/9. des letzten Drittels), der Bezirk Oberfranken (2/9. des letzten Drittels) und der Gesellschaft der Freunde (3/9. des letzten Drittels). [...]
Demnach werden die Bayreuther Festspiele über den Bund, den Freistaat Bayern und den Bezirk Oberfranken mit der Stadt Bayreuth vom Steuerzahler unterstützt. (wohlgemerkt zum Ausgleich eines Defizites!)
Wie lässt sich diese Verwendung von Steuerngeldern vor dem o.g. Hintergrund rechtfertigen, dass im Regelfall kein Normalbürger jemals die Chance haben wird, einer Aufführung der Festspiele beizuwohnen?

Vielen Dank für eine kurze Antwort
und herzliche Grüße

Ihr
W. Schlegel