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Beantwortet
Autor Mathias Krüger am 18. Oktober 2013
5370 Leser · 6 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Befreiungskriege

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
in diesen Tagen jährt sich die Völkerschlacht bei Leipzig zum 200. mal. Warum nehmen die Bundesregierung oder der Bundestag dieses bedeutende nationale und europäische Ereignis nicht zum Anlaß einer offiziellen staatlichen Würdigung der Befreiungskriege, gemeinsam mit den damaligen Verbündeten und Gegnern ?

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Mathias Krüger

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 01. November 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Krüger,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Die Befreiungskriege stehen für einen epochalen Umbruch in der euro- päischen Geschichte. Die damit verbundenden politischen Einigungs- bestrebungen sind ebenso wie ihre zweihundertjährige Rezeptionsgeschichte für die Entwicklung der deutschen Nation von großer Bedeutung. Die Ereignisse finden auch auf Bundesebene eine entsprechende Würdigung.

Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin präsentiert gewissermaßen als „historische Visitenkarte“ unseres Landes seit August dieses Jahres und noch bis Februar 2014 die Ausstellung „1813. Auf dem Schlachtfeld bei Leipzig“. Das DHM wird aus dem Bundeshaushalt finanziert. Es ist besonders erfreulich, dass jeder dritte Besucher des Museums aus dem Ausland kommt und prägende Eindrücke von hier mitnimmt. Auf Einladung der Bundesregierung haben Botschafter aus mehreren europäischen Staaten gemeinsam die Ausstellung besucht.

Seit September 2013 zeigt das ebenfalls vom Bund finanzierte Militär- historische Museum (MHM) in Dresden eine große Sonderausstellung „Blutige Romantik – 200 Jahre Befreiungskriege“. Bereits im April 2013 öffnete im Technischen Halloren- und Salinemuseum in Halle die Sonderausstellung „200 Jahre Befreiungskriege“. Die Schau steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper. Auch viele andere Museen und Kultureinrichtungen in ganz Deutschland erinnern mit Ausstellungen und Veranstaltungen an die geschichtliche Wendemarke.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen:

Deutsches Historisches Museum Berlin http://www.dhm.de/ausstellungen/auf-dem-schlachtfeld-bei-... Militärhistorisches Museum Dresden http://www.mhmbw.de/sonderausstellungen/blutige-romantik-... Technisches Halloren- und Salinemuseum Halle http://www.salinemuseum.de/halle-saale/veranstaltungen/so...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (6)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 21. Oktober 2013
    1.

    *Befreiungskrieg* ist die Formulierung
    von Ihnen - Herr Mathias Krüger.
    .
    Richtig ist, dass es hier um *Krieg* geht.
    Und *Krieg* eine Sache die man nun
    wirklich nicht würden sollte.
    .
    Richtig ist, dass man diesbezüglich
    ein Mahn - und Denkmal
    .
    >den Lebenden zur Mahnung und
    den Toten zum Gedenken<
    .
    errichten sollte.
    .
    Dies wurde mit dem *Völkerschlacht-
    Denkmal* auch getan.
    .
    Dabei ist es wichtig, dass man allen
    Toten (von beiden Seiten)
    gedenken sollte.
    .
    *Befreiungskrieg* kann man im vor-
    liegenden Fall auch anders sehen.
    Wenn Frankreich bzw. Napoleon
    insgesamt den Krieg
    gewonnen hätte.
    .
    Dann hätte es geheißen: *Napoleon hat
    die armen Menschen vom Feudalismus
    befreit und ihnen erstmals Recht und
    Gesetz (eine Verfassung) gebracht.
    .
    Eine Medaille muss man immer
    von beiden Seiten betrachten.

  2. Autor Mathias Krüger
    Kommentar zu Kommentar 1 am 23. Oktober 2013
    2.

    Sehr geehrter Herr Jakob,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Wort "Befreiungskrieg" habe ich mir nicht ausgedacht, ich kenne es als die übliche Bezeichnung für diese Phase der napoleonischen Kriege. Selbstverständlich geht es mir nicht um die Verherrlichung eines blutigen Krieges, der sehr viele Opfer unter den Soldaten wie auch unter der Zivilbevölkerung gekostet hat. Aber gerade diese Opfer haben es verdient, daß sie nicht vergessen werden, wie auch alle anderen, die sich damals für die äußere Befreiung wie auch für die innere Erneuerung Deutschlands eingesetzt haben, z.B. die preußischen Reformer. Um so leichter dürfte dieses Gedenken fallen, als dieser Befreiungskampf ja nicht nur eine deutsche Angelegenheit war, sondern ganz genauso von den damaligen Verbündeten Großbritannien, Rußland u.a.m. getragen wurde. Und selbstverständlich sollte auch Frankreich eingeladen werden, sich zu beteiligen. Leider haben sich die Hoffnungen der damaligen Freiheitskämpfer nicht sofort erfüllt, und doch sind die Befreiungskriege ein wichtiger Schritt auf dem Weg, der über die 48erRevolution zu einem freien und demokratischen Deutschland geführt hat. Daher dürfen wir Deutschen heute dankbar sein, für den Einsatz der Menschen damals.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 23. Oktober 2013
    3.

    Mathias,
    wer legt fest, ob es sich um einen Befreiungs-
    krieg handelt - oder nicht?
    .
    Damals gab es in den von Napoleon noch nicht
    befreiten Ländern die Leibeigenschaft. Das
    heißt, dass die Bauern leibeigene
    der Großgrundbesitzer waren.
    .
    Napoleon brachte ihnen
    somit die Freiheit.

  4. Autor H. Förnzler
    am 24. Oktober 2013
    4.

    Meine sehr verehrten Herren Jakob und Krüger,

    beim Nachlesen, was dies denn nun für eine Seite sei, habe ich mal gefunden, es gibt 2 Herren, damals mit Konterfei im Internet, die diese Seite gegründet haben und seither davon leben (so hatte ich das nachgelesen).
    ;
    Dazu kann ich ohne alle Hemmungen sagen, diese Seite kann eine virtuose Aufgabe sein, wenn man sie auch gekonnt und gezielt führt und lenkt - zum Guten nämlich, und dieses Gute kann, folgt man gedanklich den gründlich abwägenden Denkern, Philosophen und Schriftstellern nur sein: die Achtung des Menschen vor dem Menschen und die Freiheit des Menschen gegenüber dem Menschen - also da können wir keine Neue Weltordnung billigend hinnehmen und auch nicht all so verquere Spinntisierereien armseliger liebloser einsamer MöchtegernMenschen, wie es eben solche sind, die ein Privatbankenkartell gründen und es dann Nationalbank nennen, damit Inflationen und Armut, Chaos und Kriege steuernd.
    ;
    Vor einigen Tagen las ich in einem Buch über die okkulten Urgründe des deutschen Nationalsozialismus unter Hitler, Verfasser kann ich bei Gelegenheit nachliefern: ein Herr Liszt schrieb bereits im Jahr, ich meine es war das Jahr 1890, über die "Eine Internationale Partei";
    ;
    und Rudolf Steiner, einer der schärfsten Gegner des gleichmacherischen Globalismus, oder Globalisierung, oder wie auch immer man das zu nennen beliebt,
    dieser Rudolf Steiner, der alte Anthroposoph, wird protokolliert in einem Vortrag zu "Mitteleuropa zwischen Ost und West", dass er damals, es wird wohl ein Jahr um 1920, 1921 gewesen sein, gesagt habe: Deutschland muss sich sehr hüten vor der anglo-amerikanischen Achse.
    1920 war das!
    ;
    Ich gedenke in diesem Zusammenhang gerne der Konvention von Tauroggen - der preußische General Yorck schließt mit dem russischen General von Diebitsch-Sabalkanskij einen Neutralitätspakt - die Möchtegern-Weltenherren haben das Nachsehen, kein weiteres Hinschlachten unschuldiger Soldaten und Zivilisten.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 25. Oktober 2013
    5.

    Das mit dem *Pakt* bzw. Vertrag
    - ist immer so eine Sache.
    .
    Stalin und Hitler haben einen
    *Nicht - Angriffspakt*
    geschlossen.
    .
    Als die Güterzüge aus der Sowjetunion gefüllt
    mir Getreide, Kohle, Erz und Öl in Richtung
    Deutschland rollten,
    .
    rollten andererseits bereits die Panzer
    in Richtung Sowjetunion.
    .
    Das sollten wir immer mit bedenken, wenn
    wir von *Pakten* bzw. >Verträgen<
    (Tauroggen) sprechen.

  6. Autor Erhard Jakob
    am 27. Oktober 2013
    6.

    Vertrag hat sehr viel
    mit vertragen zu tun.
    .
    Verträge werden immer zum Gegen-
    seitigen nutzen geschlossen.
    .
    Wenn ein Vertrag einem nichts mehr nützt,
    dann kann bzw. sollte man ihn unter den
    gesetzlich festgelegten Möglichkeiten
    kündigen.
    .
    Dies wird leider in den meisten Fällen nicht getan.
    In den meisten Fällen wird der Vertrag gebrochen.
    Und wenn er von dem Stärkeren gebrochen wird,
    dann passiert in einem Unrechtsstaat dem
    Vertragsbrecher auch nichts.
    .
    Wenn in einem Unrechtsstaat der Schwächere
    den Vertrag bricht, dann wird er über Gebühr
    zur Kasse gebeten.
    .
    In einem Rechtsstaat wird der Rechtsbrecher
    (egal, ob Reich oder Arm) der Schuld
    und Tat angemessen bestraft.
    .
    Und jetzt sollten wir uns fragen, ob Deutschland
    ein Rechtsstaat ist?

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