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Abstimmungszeit beendet
Autor Wolfgang Mücke am 14. Mai 2014
4422 Leser · 1 Kommentar

Wirtschaft

Betrug per Gesetz

Sehr geehrte Fr. Dr. Merkel,

der Verbrauch von Kraftfahrzeugen wird nach einer völlig unrealistischen EU-Norm ermittelt. Die realen Verbräuche liegen bis zu 30% über dem Normverbrauch. Das ist eigentlich Betrug am Verbraucher.

Der Stadtverbrauch wird vielleicht noch einigermaßen realistisch ermittelt. Aber die Hersteller liefern das Fahrzeug an, in der leichtesten Ausführung, mit speziellem Leichtlauföl, mit den widerstandsärmsten Reifen usw.
Es soll sogar Autos geben, die den Testzyklus erkennen und dann besonders effizient fahren.
Könnte der Verbrauch nicht zumindest als Mittelwert mit mehreren zufällig ausgewählten Vorführwagen ermittelt werden?

Beim Verbrauch über Land wird konstant 100 km/h gefahren. Das ist nun völlig unrealistisch. Dort müsste auch ein Zyklus gefahren werden.

Der Verbrauch auf Autobahnen wird überhaupt nicht gemessen. Deutschland ist das einzige Land in der EU ohne Tempolimit auf Autobahnen. Das macht es vielleicht schwieriger für eine EU-Norm.

Beispielsweise verbraucht ein VW Golf 1.4 TSI ACT laut EU-Norm 4,7 l auf 100 km. Bei 70 km Vollgasfahrt auf einer abgesperrten Strecke und 213 km/h Spitze verbraucht er laut Autobild 20,2 l auf 100 km. Das ist mehr als ein Faktor 5 zur Norm!

Sollte es für den Verbraucher nicht eine Norm mit einer realen Fahrt geben? Angeblich hat Deutschland in der EU ein Veto gegen die Norm WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) eingelegt. Stimmt das?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Mücke

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 18. Mai 2014
    1.

    Man sollte einfach zu den angegebenen Verbrauchszahl
    30 % hinzurechnen. Schon hat man etwa den
    realistischen Verbrauch.
    .
    So kann man sich
    den Rest sparen.

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