Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Jörg Bielig am 02. September 2013
7381 Leser · 2 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Bitte um Mithilfe

Sehr geehrte Frau Dr. Angela Merkel,

ich möchte mich kurz zu meiner Person vorstellen, Ich bin 45 Jahre, verheiratet, habe zwei Kinder und bin als Polizeibeamter in Sachsen tätig. Am gestrigen Tag gingen Bilder durch die Medien, wie einem gesunden ausländischem Kind bei vollem Bewusstsein die Augäpfel entnommen wurden, um diese für zahlungsfähige Kunden weiterzuverwenden. Dies war für mich die schrecklichste Nachricht, die ich je zur Kenntnis nehmen musste. Es ist nachvollziehbar, dass sie gegenwärtig im Wahlkampf eingebunden sind. Sofern sie diese E-Mail erhalten, bitte ich sie um ihre Aufmerksamkeit für dieses so abscheuliche Verbrechen an dem geschändeten Kind. Ich bin der Meinung, wenn unsere Medien diese Bilder veröffentlichen, dass insbesondere unser Rechtsstaat auch Verpflichtungen hat. Um ein Mindestmaß an menschlicher Achtung und Würde zu wahren muss hier umgehend reagiert werden. Ich musste durch diese Veröffentlichungen unseren Kindern im Fernsehen die Kenntnisnahme der Nachrichten untersagen. Frau Merkel, ich bitte sie, ihre Möglichkeiten zu prüfen, ob sie unterstützend für dieses Kind tätig werden können. Das Ausschlachten von Kindern zu Transplantationszwecken ist selbstverständlich in den ärmsten Ländern dieser Welt kein Einzelfall, jedoch ist hier ein menschliches Wesen bekannt geworden, welches all unsere Aufmerksamkeit erfahren sollte. Wir können leider die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft ziehen. Um so mehr ergibt sich aber für uns die Verantwortung, diesem Kind in jeglicher Form Hilfe zukommen zu lassen. Im Falle einer Überstellung des geschändeten Jungen nach Deutschland dürften keine Mittel gescheut werden. Ein menschenwürdiges Leben wird diesem Kind nie mehr wiederfahren.

Bitte helfen sie.

Jörg Bielig

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 04. Oktober 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Bielig,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Der von Ihnen beschriebene Fall hat große Empörung in der chinesischen Öffentlichkeit ausgelöst. Auch Chinas Staatsmedien haben ausführlich über das Schicksal des Jungen berichtet. Ob das Motiv für diese grausame Tat Gewinnstreben im illegalen Organhandel war, wie Sie andeuten, muss dahingestellt bleiben. Spekulationen darf in diesem Fall kein Raum gegeben werden.

Grundsätzlich gilt für den illegalen Handel mit Organen: Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung des Menschen- und Organhandels seit längerem mit Sorge. Dabei stützt sie sich auch auf öffentlich zugängliche Erkenntnisse wie Medienberichte und Berichte von Nichtregierungsorganisationen sowie internationalen Hilfsorganisationen. Die Bundesregierung drängt weiterhin auf die Bekämpfung des Menschen- und Organhandels - sowohl im Gespräch mit den Regierungen der betroffenen Länder als auch im Kreis der EU- Mitgliedstaaten.

Die Bundesregierung hat bei den betroffenen Regierungen mit Nachdruck mehr Transparenz angemahnt und einen ständigen Zugang für internationale Beobachter, zum Beispiel vom Roten Kreuz, gefordert. Alle Beteiligten wissen, dass es notwendig ist, den internationalen Druck bei diesem sensiblen Thema aufrechtzuerhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Christian Adrion
    am 23. September 2013
    1.

    Darum bin ich ein Gegner von Organspenden, um eben diesen Sumpf nicht zu ermöglichen. Organentnahme von gesunden Menschen ist absolut inhuman und nur mit SS-Methoden zu vergleichen. Das ist das Übel der Kapitalismus. Organspenden sind längst zum Geschäft verkommen. Das muß bekämpft werden und zwar mit aller Konsequenz. Ich werde nicht spenden und will auch keine gespendeten Organe für mich.

    Christian Adrion

  2. Autor Brigitte Betty Wenzel
    am 28. September 2013
    2.

    warum gebrauchtes
    hallo leute...ich habe ein problem....bin hartz IV...bin aber nicht vermittelbar, weil ich 50 % schwerbehindert bin....mein elektroherd hat sich von mir verabschiedet, danach wande ich an das jobcenter in zittau...alle forderungen wurden eingereicht...3 angebote....habe ich erbracht...wurde abgelehnt...es kommen nur gebrauchte gegenstände 200,--Euro in frage...........was für ein irrsinn...ich kann für den gleichen preis einen neuen herd erhalten...diesen darlehnen muß ich sowieso zurückbezahlen...wurde mir verweigert....wo ist ist hier der sozialstatt...und welche rechte haben wir oder auch nicht.
    ...na das bringt mir doch zum schluß auch nichts...der gebrauchte zum beispiel bezahle ich 100 euro und bekomme ein darlehn von 100 euro...bezahle dan mtl. 38 euro zurück...indessen geht mir der herd wieder kaputtt...und wieder bezahle ich und soweiter...ändert endlich die gesetze...sind doch nicht mehr aktuell
    vor 4 Minuten · Ge

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