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Abstimmungszeit beendet
Autor Lukas Hensen am 09. Dezember 2014
3891 Leser · 3 Kommentare

Soziales

Demografischer Wandler und Mütterrente

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

zu aller erst möchte ich Ihnen sagen, dass ich Sie und Ihre Politik sehr bewundere und riesigen Respekt vor dem habe, was sie geleistet haben.
Aber es gibt einige Punkte, wo ich mich als junger Mensch (20) frage, wieso diese nicht angegangen werden und dafür Projekte verwirklicht werden, die mir unverständlich erscheinen. Ein Beispiel dafür ist die Rente mit 63.
Ich habe Sie in einem Interview über diese so genannte ,,Mütterrente" sprechen sehen. Dort haben sie gesagt, dass die man den Menschen die 45 Jahre gearbeitet haben, auch was zurückgeben müsse. Dies mag zwar stimmen, aber sind davon nicht in erster Linie die betroffen, die sowieso schon eine vergleichbar solide Rente erhalten? Wieso muss ich 50 Jahre meines Lebens (von 18 - 67) arbeiten und erhalte dafür ein 1. viel geringeres Einkommen, als die jetzt in Rente gehenden Personen 2. Eine Rente die viel zu klein ist, um von Ihr Leben zu können, geschweige denn mein Alter zu genießen?
Auch Projekte wie Riester werden das nicht auffangen können.
Ich ,und da bin ich nicht der Einzige, überlege mir inzwischen ernsthaft auszuwandern, da ich hier für mich auf Dauer keine Perspektiven sehe (Trotz Abitur, Ausbildung und bevorstehendem Studium).
Wieso wird nicht die Ursache des demografischen Wandels bekämpft, um so den künftigen Generationen den gleichen Wohlstand zu bieten, den die früheren und jetzigen Generationen erhalten haben? Wird dieser nicht hierdurch ernsthaft in Gefahr gebracht?

Hochachtungsvoll

Lukas Hensen

Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Wolfgang Mücke
    am 16. Dezember 2014
    1.

    Zum ersten hat die Rente mit 63 hat nichts mit der Mütterrente zu tun. Das sind 2 völlig verschiedene Sachverhalte.
    Zum zweiten ist die abschlagsfreie Vorverrentung für alle vorgesehen.
    Bisher galt sie nur für Leute, die nach 1963 geboren wurden, und jetzt gilt sie für alle. Wer nach 1928 in Rente geht, kann mit 65 Jahren in Rente gehen, wenn er 45 Jahre gearbeitet hat und muss nicht bis 67 arbeiten.
    Zwischen jetzt und 1928 ist der Abstand immer ca. 2 Jahre.
    Ich habe nur daran zu kritisieren, dass bei den 45 Jahren auch Zeiten der Arbeitslosigkeit mitzählen.

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