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Abstimmungszeit beendet
Autor Werner Buhne am 09. Mai 2017
2940 Leser · 9 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Der Rattenfänger Macron jetzt Führer Europas??

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
der mit Abstand schwächste Präsident aller Zeiten soll in der schwierigsten Lage seit dem Weltkrieg jetzt nicht nur das zweitwichtigste Land der EU dirigieren---sondern die sogenannten Machteliten begrüßen diesen Ausgang eines alles in allem äusserst unglücklichen Wahl-Ereignisses unisono als die neue große Hoffnung für IHR 'Europa'.(Also nicht unser Erdteil,sondern dieses Politiker-Geflecht, welches Sie als "Europa" bezeichnen.)

Dabei wirbt---besser:bettelt---dieser Neue zunächst einmal um Einigung seines Landes.---Aussichtslos!! Nicht einmal Trump ist das geglückt.Aber Trump hält die 'rechte' Wähler-Hälfte seines Landes stramm hinter sich. Darunter alle Waffenliebhaber; und den unversöhnlich-militanten Millionenaufmarsch seiner Gegner beantwortete er mit einer radikalen sofortigen Annäherung an Geheimdienste und Militär.

Macron sehen sowohl die(traditionell starken)Linken als auch der FN nur als einen weiteren Vertreter des alten und unheilstiftenden Systems. Und die korrupten Elite-Absolventen der'Mitte' werden wohl weiter ihre eigenen 'Süppchen kochen'.---Worin liegt denn überhaupt die 'Machtbasis' dieser neuen Figur??

DieBilder zeigten Macron stets umgeben von Massen(!) nur Junger Leute---unbedarfte, politikunerfahrene---sozusagen die kleinen Kinder der Politik.Dieses erinnert mich an den Rattenfänger-von-Hameln. Wie dieser durch verführerische Flötentöne, so verführt auch jener diese 'Kinder' durch reine substanzlose Parolen von Zuversicht und Idealismus auf einen Weg zumNichts---"en marche".

Auch in einen bunten Rock---wie dieser---wusste er sich einzuhüllen: Geschwafel scheinbarer akademischer Fachkompetenz.Die Substanzlosigkeit offenbart aber dieses: Le-Pen's Forderung nach Einfuhr-Zöllen konterkarierte er mit: hierdurch würden unverzichtbare Medikamente verteuert. Importzölle/Steuern aber sind genau und typischerweise(!)Differenzierungs-Instrumente: Erwünschtes eben gerade wird nicht besteuert!!!

[Frage:]Welche Massnahmen planen Sie,um Deutschland aus den Sog-Wellen eines scheiternden Frankreich herauszuhalten?Und wie bereitenSie uns vor auf eine implodierende EU?----WernerBuhne.

Kommentare (9)Schließen

  1. Autor Felizitas Stückemann
    am 09. Mai 2017
    1.

    Das Schlimmste, Werner, ist, dass die Meisten, Macron
    nur aus Protest gegen Le Pen gewählt haben, also nicht
    um seiner selbst willen. Es gab ja sonst niemanden, dahin
    man hätte ausweichen können. Da hilft Macron auch nicht
    weiter, wenn er mit "Vive la Repuplique, vive La France"
    vor die Menge tritt, wie man sehen und hören konnte !
    Nein, er hat nicht gesagt "Vive l'Europe", wie die Journalistin
    falsch wiederholte. Von Europa hat er nur Forderungen
    denen wir nicht nachkommen können. Er sollte zunächst
    im eigenen Lande aufräumen und da hat es schon jetzt
    gewaltige Proteste gegeben. Wie er das meistert, daran
    sollte Macron gemessen werden !

  2. Autor Felizitas Stückemann
    am 09. Mai 2017
    2.

    Korr.: Vive La Republique

  3. Autor Erhard Jakob
    am 10. Mai 2017
    3.

    Die Franzosen hatten die Wahl zwischen Pest und Cholera
    und haben die Cholera gewählt. Was sollten sie denn
    sonst wählen? Das nächste Mal wählen sie
    sicher die Pest!

  4. Autor Wolf Hohwald
    am 10. Mai 2017
    4.

    Emmanuel Macron Ziele waren vor der Wahl bekannt. Die Angst vor einem Wahlsieg des Front National ließ Europa schweigen. Nach dem Sieg des ehemaligen Bankers und Wirtschaftsministers werden die Ideen und Vorstellungen des neuen Präsidenten in der Luft zerrissen. Der Heilsbringer wird gnadenlos demontiert.

    Einige Beispiele: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht die Pläne des gewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron für ein Budget der Euro-Zone und die Ausgabe von Euro-Anleihen skeptisch. "Von einer Vergemeinschaftung von Schulden halte ich nichts", sagte der DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Düsseldorfer "Rheinischen Post.“ "Das würde den Standort Deutschland und Europa schwächen, weil Kapitalanleger und Sparer das Vertrauen in den Euro verlieren könnten."

    Der EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger formulierte: "Die EU-Kommission überwacht die Haushaltsentwicklung. Die Eurogruppe hat über Finanzhilfen zu entscheiden. Und der ESM (der Europäische Stabilitätsmechanismus) steht bereit, um dies zu finanzieren. Es gibt derzeit keinen Grund, an dieser Architektur etwas zu ändern."

    Die Europäische Union wird sich nicht bewegen. Alles bleibt so, wie es ist. Ein Aufwachen wäre vielleicht mit einem Sieg von Le Pen und ihrer Partei gekommen. Im Untergang wären die Klugscheißer erst wach geworden.

  5. Autor Wolf Hohwald
    am 10. Mai 2017
    5.

    Martin Schulz will auf den Zug von Emmanuel Macron Aufspringen und sagt: "Wenn wir aus dem ewigen Rhythmus von nichtssagenden und folgenlosen Gipfelbeschlüssen herauskommen wollen, brauchen wir eine Strategie, wie wir in der Euro-Zone zu mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätzen kommen."

    Das fällt einem ehemaligen Kommissionspräsidenten erst jetzt ein? Brüssel ist ein Wasserkopf mit bestbezahlten Jobs für abgehalfterte Politiker. Der Brexit Großbritanniens war vorauszusehen. Die deutschen Politiker, mit der Bundeskanzlerin Frau Merkel, haben in ihrer arroganten Oberlehrerpose das Übrige getan.

    Warum war Martin Schulz in seinem Amt nicht aktiv, sondern stolperte von Gipfel zu Gipfel? Nur um den Schein einer Aktivität zu wahren? Brüssel ist nicht einmal in der Lage, die Nehmerländer zur Solidarität zu bewegen. Warum werden immer mehr Länder in die EU aufgenommen? Richtig, Deutschland braucht für seinen Exportüberschuss Absatzländer. Globalisierung ist in erster Linie gut für die Unternehmen. Deutschland schafft vielleicht dadurch Arbeitsplätze, aber kein Bulgarien, Rumänien und Griechenland. Nach Angaben des Präsidenten des griechischen Ärzteverbandes, Michalis Vlastarakos, wanderten zwischen 2010 und Ende 2016 etwa 18 000 griechische Ärzte aus. Die meisten arbeiten heute demnach in Großbritannien, Deutschland, Schweden, Frankreich und in der Schweiz.

  6. Autor Felizitas Stückemann
    am 11. Mai 2017
    6.

    Zu 5, Abs.2 +3 : Sehr gut erkannt, Wolf Hohwald. Schulz
    war in Brüssel damit beschäftigt, Prämien zu verteilen,
    wie sich jetzt herausgestellt hat. Die gleiche Trägheit, wie beschrieben, möchte er jetzt als Kanzler in Deutschland
    weiter üben. Das sollte und muss verhindert werden !

  7. Autor Werner Buhne
    Kommentar zu Kommentar 5 am 18. Mai 2017
    7.

    Unmittelbar nach der Nominierung von SCHULZ durch Gabriel machte ich einen Parteifunktionär der CDU auf die Riesengefahr aufmerksam. Der meinte nur: Davor haben wir keine Angst - der Schulz ist 'ne Flasche. -- Der Schulz-Hype zeigte, dass ich ((wie üblich)) Recht gehabt hatte.
    Aber viel relevanter ist, dass der andere auch Recht behielt: Schulz ist eine Riesenflasche! Dieser Hype war ja nur heiße Luft, nur eine momentane Stimmung(!). Da bedarf es noch einiges bis reine 'Stimmung' zu Wählerverhalten verfestigt ist. - Aber was machen die?! - Setzen es bei der ersten Gelegenheit auf's Spiel - und, zisch, schon ist alles weg. (-- Da gibt es allerdings trotzdem noch große Möglichkeiten. - Aber so dumm wie die sind ...)

    MACRON: Macron ist lernfähig und offen. Für einen Politiker ist das schon ein besonderes Format. Und bis jetzt hat er es ja richtig gemacht: Ob Rattenfänger oder was - voller Erfolg. Meine Bedenken gelten auch nur wenig der Person (ziemlich jung). Die Verhältnisse sind (besonders für ihn) so schwierig.
    Mehr werden wir dann sehen durch die Wählen: Wieviel Stimmen bekommt FN jetzt überhaupt? Wie stark wird die extreme Linke? Und wie viele sind bereit Macron zu unterstützen?

  8. Autor Werner Buhne
    am 29. Mai 2017
    8.

    Heute (29.05.): Macron sieht gegen Putin sehr gut aus. Mir scheint, dass der wirklich gut ist. Kann mir auch vorstellen, dass er auch ein relativ sehr gutes Wahlergebnis erzielen kann - und zukünftig immer stärker wird. -- Vielleicht lernt er auch noch einmal vernünftigere Ziele zu verfolgen.

  9. Autor Edith Gottschow
    am 12. Juni 2017
    9.

    Hätten Sie lieber "Le Pen" an der Macht ?

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