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Abstimmungszeit beendet
Autor Margit Scharfe am 16. Dezember 2014
6684 Leser · 7 Kommentare

Innenpolitik

Deutsche Nationalhymne verändern

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
ich möchte Sie bitten, sich für die Abänderung der "männlichen" Wortwahl der deutschen Nationalhymne einzusetzen. Der momentane Text ist für mich als deutsche Frau nur noch schwer zu singen.
Hier mein Vorschlag:
Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Heimatland.
Danach lasst uns alle strengen, inniglich mit Herz und Hand.
Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand.
Blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe deutsches Heimatland.

Ich wünsche mir sehr, dass mein Anliegen Beachtung findet, da es meiner Überzeugung nach längst in die heutige gesellschaftliche Entwicklung passt.

Ich hoffe sehr auf Ihre Antwort.
Margit Scharfe

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Helmut Krüger
    am 19. Dezember 2014
    1.

    Sehr geehrte Frau Scharfe,

    unabhängig aller Überrtreibungen der Marke, dass im Umfeld von Altenheimen "Senioren- und Seniorinnenbänke aufzustellen seien" teile icih das Anliegen sprachlicher Gleichberechtigung ganz grundsätzlich. Viel zu oft wird völlig selbstverständlich und ohne alle Not eine männliche Bezeichnung benutzt, obowhl UNKOMPLIZIERT eine neutrale gleich so gewählt werden kann.

    Das scheint mir hier der Fall zu sein. Deshalb auch meine Plus-Stimme. Es ist Edgar Reitz´ Verdienst, den Begriff der Heimat von territorialen Gelüsten entstaubt und ihm eine menschliche Leichtigkeit gegeben zu haben, dass er unproblematisch und auch singend über die Lippen kommen kann.

    Auch wenn die alte Dame, die es als DIE Hymne ist, nun schon 173 Jahre auf dem Buckel hat und die Utopie, die der Textschreiber im Sinne hatte, 1948 niedergeschlagen worden ist, die Reichseinigung leider nur per militärischem Scharmützel daherkam, kann ich Ihren Vorschlag nur unterstützen.

    Vielleicht gelingt es aber, in den nächsten Jahrzehnten die Hymne mit neuem Text zu versehen und etwas Aufklärung über die Zusammensetzung der Fahne zu betreiben. Jedes Schulkind in Frankreich und in Polen weiß den Grund der Nationalfarben. In Deutschland glatte Fehlanzeige, dass sogar schon Sitzkissen in den Farben produziert werden, um sich - fatalerweise ja eigentlich - mit dem Hintern draufzusetzen.

  2. Autor Christian Adrion
    am 06. Januar 2015
    2.

    Laßt mal die Kirche im Dorf!

  3. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 2 am 12. Januar 2015
    3.

    Was ist die sprichwörtliche Kirche im Dorf treffenderes als das Sinnbild von Heimat, sei es nun lokal, regional oder in nationalen Bezügen, währenddessen der Begriff des Vaterlandes ja nicht nur die eine Hälfte der Bevölkerung ausschließt, sondern ausgesprochen mit Besitzergreifung assoziiert ist?

  4. Autor Thomas Reiser
    am 13. Januar 2015
    4.

    Hallo liebe Zuschauerinnen Zuhause an den Fernseherinnen...
    Ich glaube es brennt. Schnell eine Feuerlöscherin, wo ist die
    Feuermelderin? Feuermelderin geht nicht, Stromgeneratorin ist kaputt.
    .
    Dagegen!

  5. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 4 am 13. Januar 2015
    5.

    Ich würde hier differenzireen, anstatt zu pauschalisieren. Sp absurd in baulichen Beschreibungen die genannten Seniorinnenbänke und Seniorenbänke sind, wenn von herrlichen und fraulichen Verhältnissen gesprochen wird, wo ich provokativ dann noch einns draufsetzte mit "vorherrschenden" und "vorfrauschenden Verhältnissen", so einfach und unkompliziert ist es, dem Gedanken der Emanzipation hier Genüge zu tun.

    Heimat statt Vaterland, da bricht sich niemand eins ab, außer ggf. denjenigen, die das Land immer noch mit der Größe auf der Landkarte gleichsetzen. Studierende anstatt Studenten und Studentinnen ist ein weiteres, hervorragendes Beispiel, was unkompliziert geht.

  6. Autor Christian Adrion
    am 15. Januar 2015
    6.

    Dann bitte auch Muttersprache in Heimatsprache ändern!
    Laßt mal die Krche im Dorf!

  7. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 6 am 16. Januar 2015
    7.

    Nichts dagegen unbedingt. Allerdings, eben der Unterschied: NIcht die Heimat ist es, die Mutter ist der allererste Mensch, der zugewandt mit einem redet.

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