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Abstimmungszeit beendet
Autor C. Kitsikopoulos am 02. September 2015
3401 Leser · 2 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Deutschland und die Flüchtlingskrise

Sehr geehrte Frau Merkel,

Ich schaue mir nun tagtäglich die Migranten-Situation aus dem fernen Südafrika an, wo ich seit über fünf Jahren lebe. Es ist eine sehr traurige Situation in der sich Deutschland und der Rest Europas befindet.

Es ist sehr offensichtlich, dass Verängstigung und Wut in Deutschland herrschen, was sich in den Demonstrationen seit Monaten widerspiegelt. Ich halte nichts von rechtsextremen Gedankengut, aber Sie müssen, bevor Sie alle Proteste zur Flüchtlingssituation verurteilen.

Wir haben ein Problem. Und das wird immer grösser werden, solange Sie den Dialog vermeiden und hinzukommend alle Demonstranten über einen Kamm scheren. Es ist aber sehr wichtig, mit den Bürgern zu kommunizieren. Versuchen Sie einfach einmal hinzuhören, und es könnte Ihnen sogar helfen, eine bessere Lösung für die derzeitige Situation zu finden. Sie sollten auch nicht einfach über die Köpfe der Gemeinden hinweg entscheiden und die Bürger überrumpeln, denn im Endeffekt sind es genau diese, die die Flüchtlinge mit offenen Armen aufnehmen, versorgen, und integrieren sollen.

Wie versuchen Sie den Migrantenstrom unter Kontrolle zu halten, zu finanzieren und eine eventuell steigende Kriminalitätsrate zu verhindern? Wie sollen die Flüchtlinge kurz- und langfristig integriert werden? Wie versuchen Sie die deutschen Bürger in die derzeitige Lage und zukünftige Pläne miteinzubringen?

Ich appelliere an Sie den Dialog zu suchen. Deutschland ist ein so tolles Land, und wir haben so viel auf das wir stolz sein können. Es wäre schade wenn die Dinge, die uns so auszeichnen, durch die Flüchtlingskrise verloren gehen.

Viele Grüsse aus Südafrika

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Claudia Kitsikopoulos
    am 03. September 2015
    1.

    Ich sehe gerade, ein Satz ist leider unvollständig geblieben (Ende 2. Absatz). Es sollte heissen: ...aber Sie müssen, bevor Sie alle Proteste zur Flüchtlingssituation verurteilen, Rechtsextreme von verängstigten Bürgern trennen.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 03. September 2015
    2.

    Ich schließe mich der Meinung von Claudia
    Kitsikopoulos uneingeschränkt an! Und
    habe natürlich einen + Punkt gegeben.

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