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Abstimmungszeit beendet
Autor M. Schreiber am 17. April 2009
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Außenpolitik

Deutschlands Verhältnis zu Israel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!
Ich gehöre den 'Frauen in Schwarz' an, die sich in Anlehnung an die 'Women in Black' Jerusalems - israelisch-jüdische und palästinensische Frauen - gegen Krieg und Gewalt und für Versöhnung zwischen den Völkern einsetzen.
In diesem Sinne bitte ich Sie, gegenüber den grauenvollen Berichten über die im Gazakrieg von der IDF begangenen und gegen das Kriegsrecht, Menschen- und Völkerrecht verstoßenden Taten nicht die Augen und Ohren zu verschließen, sowie die jahrzehnte lange Demütigung des palästinensischen Volkes durch die Besatzung mit ihren lebenseinschränkenden Maßnahmen (wie Bodenenteignung und Siedlungsausbau in der Westbank, Absperrungen, Bewegungseinschränkungen bis zu Todesfolgen, Mauer, Checkpoints, Häuserabrisse usw.) endlich wahrzunehmen.

Meine Frage dazu: Erkennen Sie nicht in der nunmehr von der neuen Regierung Netanjahu/Liebermann expressis verbis offenbarten Gewaltpolitik die Ursachen für den wachsenden Hass und die zunehmende Gewalt auf Seiten des gedemütigten palästinensischen Volkes? Sähen Sie nicht in einer kritischeren Haltung des befreundeten Deutschlands gegenüber der israelischen Regierung eine Chance für eine Wende der Gewaltpolitik? Vor allem wie vereinbaren Sie die ständigen Waffenlieferungen an Israel mit den Waffenexportrichtlinien, bzw. mit Ihrer Verpflichtung gegenüber dem Völkerrecht?
Eine Antwort würde mich freuen.
Freundliche Grüße!
Mechthild Schreiber