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Abstimmungszeit beendet
Autor Paul Jöhren am 19. März 2018
3386 Leser · 10 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Deutsckland - Islamgläubige / Islam

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
klären Sie doch bitte einmal die unterschiedlichen Meinungen der Herren Seehofer und Söder und der Ihren zum Thema Islam auf. Ihnen als Physikerin dürften ja die unterschiedlichen Beschreibungen in der Makro- und Atomphysik für bestimmte Sachverhalte geläufig sein. So können Sie auch sicherlich den Unterschied zwischen Islamgläubigen Menschen und dem Islam definieren. In Deutschland wohnen sicherlich Suniten, Schiiten, etc.. d.h. aber nicht, wenn solche Menschen in Deutschland wohnen, dass der Islam zu Deutschland gehört und erst recht nicht die entsprechend unterschiedlichen Auslegungen der Scharia.
Korrigieren Sie Ihre Ausdrucksweisen und erfreuen Sie Ihren Innenminister Seehofer und den bayerischen Ministerprädidenten Söder mit einer Klarstelung.
Oder wollen sie in Deutschland Verhältnisse wie in der Türkei unter Erdogan, oder im Iran, Irak, etc.? Der Islam bleibt nach Aussagen z.B. von Vertretern der Ditib solange dem Grundgesetz verpflichter, solange nicht die ganze Republik islamisches ist. Was lernen Sie denn daraus?
Darf man dies nicht nur aufzeigen, sondern muss man nicht mit Nachdruck auf diese Entwcklungstendenzen hinweisen. Deutschland darf nicht zu einem islamischen Gebilde degenerieren!

Mit freundlichen Grüßen und einer öffentlichen Äußerung dazu

Paul Jöhren

Kommentare (10)Schließen

  1. Autor Johannes Wollbold
    am 23. März 2018
    1.

    "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" ist ein sinnloser und inhaltsleerer Satz. An die Diskussion darüber sollte man keine Zeit verschwenden. Zumal der Satz einen diffamierenden, intoleranten, ausgrenzenden Unterton hat.

    S. meinen heutigen Kommentar unter www.direktzu.de/kanzlerin/messages/welche-religionen-geho...

  2. Autor Christian Adrion
    am 27. März 2018
    2.

    Für mich gehört der Islam erst zu Deutschland, wenn er der Gesellschaft etwas positives gibt. Was das aber sein könnte, darüber zerbrechen sich unsere Politiker die Köpfe. Bisher konnten sie uns noch nichts brauchbares mitteilen. Ich wüßte auch nicht was es sein könnte, wenn ich mir mal so die islamischen Länder anschaue. Ich brauche von denen nichts, aber auch wirklich gar nichts und mein geliebte Frau noch viel weniger.

  3. Autor Felizitas Stückemann
    am 27. März 2018
    3.
  4. Autor Felizitas Stückemann
    am 27. März 2018
    4.

    Nochmal zu 1:.:..."gehört nicht zu..." oder: "...gehört zu.."
    beides inhaltsleer ! Intolerant aber müssen wir werden,
    wenn eine Kultur undemokratisch, kontra GG, dominant
    wird!

  5. Autor ines schreiber
    Kommentar zu Kommentar 1 am 27. März 2018
    5.

    Ich würde es vorziehen , wenn sie andere Argumente und andere Quellenangaben hätten ...

  6. Autor Erhard Jakob
    am 28. März 2018
    6.

    Ich sehe das ähnlich, wie
    Johannes Wollbold.
    .
    In Deutschland gilt seit Mai 1949 das Grundgesetz.
    Dort steht nichts darüber drin, dass das
    Christentum und das Judentum zu
    Deutschland gehört und
    der Islam nicht.
    .
    Dort steht drin, dass jeder seine
    Religion frei ausüben kann.
    .
    Dort steht aber auch nichts drin, dass jeder (arme) Bürger
    der Welt illegal die Grenze (ohne Ausweis bzw. mit
    einem gefälschten Pass) nach Deutschland
    übertreten kann.
    .
    *Durch Gerechtigkeit muss das Land bestehen.
    Durch Unrecht wird es ganz vergehen.*

  7. Autor Christian Adrion
    am 28. März 2018
    7.

    Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.

  8. Autor Johannes Wollbold
    Kommentar zu Kommentar 4 am 28. März 2018
    8.

    Hallo Frau Stückemann,

    da sind wir uns ja mal einig - meine Haltung haben Sie hervorragend auf den Punkt gebracht.

    Gestern gab es nochmal auf arte einen Beitrag zu Machtpolitik und auch Einflussversuchen in Europa des intoleranten, wahhabitisch beeinflussten saudi-arabischen Regimes (https://www.arte.tv/de/videos/066302-000-A/saudi-arabien-...). Intoleranz muss man auf tolerante, aber entschiedene Weise bekämpfen. D.h. nichts gegen den Bau von Moscheen oder auch den Kauf eines der schönsten Gebäude im Zentrum Brüssels 1967 (ab 19:15) - das ist eine Selbstverständlichkeit im Rahmen der Religionsfreiheit. Aber man muss beobachten, was da passiert, Kontakt suchen, diskutieren, liberale Muslime unterstützen - im Extremfall müssen Polizei, Verfassungsschutz und Gerichte ihre Arbeit machen.

    Gespenstisch, wie ab 42' der saudische Außenminister auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit sanfter Stimmen und in wohlgesetzten Worten gegen den Iran hetzt. Überall fühlen sie sich bedroht - daher zur Zeit der Krieg im Jemen (der auf arte folgende Beitrag greift das nochmal auf). Deutschand hat jetzt mal einen Stop von Rüstungsexporten durchgesetzt - aber der wird durch europäische Kooperation z.B. bei Airbus ausgehebelt (ab 47')! Und natürlich durch Trumps 110-Milliarden-Dollar-Rüstungsdeal. Irre Welt der Konfrontation und Kriegslogik!

  9. Autor Felizitas Stückemann
    am 02. April 2018
    9.

    Zu 8.: Nun, wir sind uns öfter in Teilen einig, Johannes
    Wollbold, auch in einem anderen Bericht. (Auch kann ich
    den Linken in den Punkten zustimmen, wenn sie besseren
    Umgang mit Russland und Stopp der Waffenexporte
    fordern.)
    Zum Kommentar 8. aber ist meine Bitte, nicht blauäugig
    zu sein und erst den Kauf des Gebäudes in Brüssel und
    den Bau der Moscheen dort als Religionsfreiheit abwarten....
    beobachten was passiert - das ist doch schlimm und sehr
    aufwendig in einer Demokratie - und dann die Arbeit dem Verfassungsschutz und den Gerichten überlassen.,,,, Wie
    soll dann die Therapie sein, die nicht funktioniert. Da wäre
    es besser präventiv zu denken, solchen Vorhaben, die
    ersichtlich dorthin führen, wo es nicht sein soll, zu stoppen !

    Gerade Brüssel, das Zentrum Europas, des Abendlandes,
    sollte man sensibel behandeln. Da darf auf dem Marktplatz
    nicht die Flagge des Orients wehen. Sonst erinnert das wieder
    an Mohammed, der mit Hilfe der toleanten Juden und Christen
    das was er wollte eroberte und dann seine Helfer seitdem
    bekämpft/e

  10. Autor Felizitas Stückemann
    am 10. April 2018
    10.

    Noch einmal zum Bericht: Gestern, 09.04.18, in der
    Sendung mit Plaßberg, war auch der Experte Hamed
    Abdel Samad anwesend. Ich glaube nicht, dass man
    einen Experten, selbst Moslem, anzweifeln kann, wenn
    er sagt, dass, wenn man etwas als zugehörig erklärt,
    es auch angenommen werden muss; Geben und annehmen.
    Und wenn 75 % der Bevölkerung den Islam nicht wollen,
    dann gehört der islam - noch - nicht zu Deutschland.
    Es ist der politische Islam vom Glauben zu unterscheiden.

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