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Abstimmungszeit beendet
Autor Karin Grön am 14. November 2007
4228 Leser · 2 Kommentare

Innenpolitik

Diätenerhöhungen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

die Abgeordneten möchten ihre Diäten erhöhen, weil auch sie endlich am Aufschwung teilhaben möchten.

Wie sicher viele andere Bundesbürger auch kann ich das verstehen, denn das würde ich auch gerne. Nur Herr Steinbrück denkt nicht daran, meine Alimentation zu erhöhen.

Als Bundesbeamtin bemerke ich vom Aufschwung nur die Preissteigerungen. Entlastungen beim Arbeitslosengeld oder anderen Sozialabgaben helfen mir wenig, im Gegenteil meine Krankenkasse steigt wegen meines zunehmenden Alters immer stärker. Seit vielen Jahren hat es bei uns kaum Gehaltserhöhungen gegeben, nur die Arbeitszeit wurde um 2,5 Wochenstunden verlängert. Regelmässige (und oft nicht nachvollziehbare) Neuorganisationen , Wegfall von Arbeitsplätzen und Zusammenlegungen von Dienststellen machen das Leben auch nicht leichter.

Ich weiss, vielen geht es schlechter als mir. Doch den Abgeordneten geht es weit besser als mir, das hindert sie nicht, sich mehr Geld zu wünschen und auch zu genehmigen. Warum sollte ich dann nicht auch ein wenig besser verdienen?

Die Abgeordneten schämen sich dessen nicht einmal, auch nicht angesichts der Arbeitnehmer, die trotz eines vollen Arbeitstages auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Der alte Clinton-Witz über die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen hat nun auch hier Geltung: "ja, ich weiss, ich habe gleich drei davon!"

War die Vorgabe des Bundesverfassungsgericht nicht, die Privilegien, wie die z.B. überzogene Altersversorgung und die steuerbefreite Aufwandspauschalen abzuschaffen? Ja, wenn das wirklich passierte, wer hätte dann noch etwas gegen Diätenerhöhungen? Aber leider nein.

Bitte behalten Sie Augenmass und denken Sie an die Bürger.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Grön

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Gerd Salewski
    am 18. November 2007
    1.

    Wie gut das es in unserem Parlament und in der Wirtschaft nicht abgeht wie bei Pinocchio, sonst würde keiner mehr hinter dem anderen sitzen können.

  2. Autor Lutz Solarek
    am 20. November 2007
    2.

    Die sollen doch 10000,- im Monat verdienen.... aber im richtigen Sinn des Wortes "VERDIENEN" auf der anderen Seite sollten Sie die nicht vergessen die Ihren Verdienst er möglich gemacht haben.... Das VOLK

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