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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Abstimmungszeit beendet
Autor Sven Stieghorst am 28. Januar 2015
3478 Leser · 2 Kommentare

Außenpolitik

Die Kundgebung vom 11.01.2015 in Paris: Abbas' und Netanjahus Teilnahme

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Damen und Herren,

im Religionsunterricht in einer Berufsschulklasse in Münster am 14.01. sprachen wir über die Anschläge von Paris, und es ergab sich folgende Frage, die die gesamte Unterrichtsgruppe gerne der deutschen Bundeskanzlerin direkt stellen möchte und die ich hiermit weiterleite:

In der ersten Reihe der Staatsoberhäupter beim Trauermarsch am 11.01.2015 in Paris waren miteinander unterwegs nicht nur Malis Präsident Keita, Frankreichs Präsident Hollande, EU-Ratspräsident Tusk und Sie sondern auch Israels Premierminister Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas.
Wir wurden angesichts der beiden letztgenannten Herren erinnert an den Gaza-Konflikt im Sommer 2014 und sehen einen Widerspruch zwischen dem Verhalten beider Politiker damals und ihrer vereinten Teilnahme an der Trauer-Kundgebung.
Litt Ihrer Ansicht nach bezogen auf die beiden Herren die Glaubwürdigkeit der Geste von Paris darunter, dass sie miteinander seit Jahrzehnten verfeindete Konflikt-Parteien repräsentieren?

Danke.

Mit freundlichen Grüßen,
Sven H. Stieghorst
(Lehrkraft)

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Helmut Krüger
    am 30. Januar 2015
    1.

    Geehrter Herr Stieghorst,
    -
    ich persönlich glaube, was Schüler, die ja noch in einem Alter sind, dass sie den Tod sehr naher Verwandter noch nicht betrauern, lernen "müssen", ist, dass mit dem Tod Feindschaft endet. Über die Gräber hinweg reichen sich Verfeindete die Hände. In der Kirche, gerade zu Gedenkveranstaltungen, sitzt der mit feinem Zwirn neben dem mit zerlöcherten Klamotten und es ist die Utopie, zumindest in diesem kurzen Augenblick einenader nicht gram zu sein, herabzublicken.
    _
    In Erfurt brannten 17 Kerzen, 16 für die Opfer und eine für den Täter, direkt nebeneinander. Wínnenden teilte da schon: Kerzen nur die Opfer.
    _
    Es mag sein, dass das Nebeneinandergehen der Verfeindeten als verlogen empfunden wird. Ich habe es als ein Stück Utopie betrachtet. Auf dem Flur in meiner Wohnung hängt ein Foto von einer Zusammenkunft in Thailand, die Abgebildeten tragen ein traditionelles thailändisches Sternengewand. Abgebildet sind: George W. Bush, Wladimir Putin, Michelle Bachalet als chilenische Staatspräsidentin mit gleichem Parteibuch wie ihr Vor-Vor-Vorgänger Salvador Allende, der tahiländische und der chenesische Ministerpräsident.
    _

    Herzliche Grüße
    Helmut Krüger

  2. Autor Erhard Jakob
    am 25. Februar 2015
    2.

    Dr. Salvadore Allende, Dr. Martin Luther King, John F. Kennedy
    hat sich mit den Geld- und somit tatsächlich Mächtigen dieser
    Welt angelegt und mussten das mit ihrem Leben bezahlen.
    .
    Wenn sich heute jemand mit den tatsächlich Mächtigen
    anlegt, würde das nicht anders ausgehen.
    .
    Schaut diesbezüglich auch auf
    meine Pinnwand bei Facebook.

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