Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Dieter Weber am 20. Juni 2017
2505 Leser · 3 Kommentare

Umwelt und Tierschutz

Dieselabgase und Heizungsanlagen

Guten Tag Frau Bundeskanzlerin.

Ich hätte zwei Frage: Weshalb werden Diskussionen über Verbot von Dieselahrzeugen in Städten geführt (Stickoxide),wenn bei der Abgasuntersuchung von Heizölanlagen dies noch nicht einmal berücksichtigt werden?

Bei Ölheizungsanlagen wird nur CO" (Kohlenstoffdioxid), CO (Kohlenstoffmonoxid) und die Rußzahl gemessen. Sollte man nicht beide Anlagentypen (Auto und Ölheizung) bei der Verschmutzung der Innenstädte heranziehen?
Man kann doch nicht nur die Dieselfahrzeuge für den zu hohen NOX Wert heranziehen, wenn auch Ölheizung den gleichen Kraftstoff verbrennen.
In der Schweiz wird der NOX Wert gemessen. Hier gilt eine Grenzwert von 120mg/m3 Luft.

Gilt nicht auch hier das "Gleichheitsprinzip". Kann ein Autofahrer klagen, wenn er nicht mehr fahren darf, aber der Nachbar mit seiner Heizungsanlage die Umwelt verschmutzt?

Über eine Antwort würde ich mich freuen. Über rege Diskussionen auch.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Weber

Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Felizitas Stückemann
    am 20. Juni 2017
    1.

    Aber nein, da sind Sie nicht richtig informiert: Mit Diesel-
    Treibstoff wird keine Ölheizung bestückt. Es handelt sich
    hierbei um Leichtöl, das strengen Kontrollen unterfällt.
    Es ist sogar so Schadstoff-gemindert, dass nur Ölheizungen
    nicht einmal mehr das Kamin-Fegen benötigen, weil sich
    kaum noch Ruß ablagert. Hingegen müssen Kamine noch
    weiter gefegt werden, deren Heizungen die z.B. mit Holz
    versorgt werden.

  2. Autor Dieter Weber
    am 20. Juni 2017
    2.

    Grundsätzlich handelt es sich bei beiden um das selbe Destillat. Beim Diesel werden noch Additive zugefügt die unter anderem die Viskosität beeinflusst.

    Heizöl wird vor der Abfüllung nicht auf Eigenschaften, wie sie zum Betrieb von Motoren notwendig, sind geprüft. Diesel muss die Anforderungen nach EN590 erfüllen, was bei heutigen Kraftstoffen nur durch Additive erzeugt wird.

    Das Heizöl ist heute lediglich schwefelfrei und kann daher für ältere Heizungsanlagen und auch alte Dieselmotoren nicht verwendet werden. Die Schmierung fehlt und daher gehen sehr oft die Ölpumpen defekt.
    Die Heizungsanlagen (Neue) werden jedes Jahr „gemessen“ und alle zwei Jahre wird gefegt (s. Verordnung über die Ausführung von Schornsteinfegerarbeiten im Land Hessen (Kehr- und Überprüfungsordnung) § 5 Kehr- und Überprüfungsfristen. Absatz 4. Raumluftunabhängige Feuerstätten für gasförmige Brennstoffe ohne Gebläse mit Verbrennungsluftzufuhr und Abgasführung durch die Außenwand alle zwei Jahre) Bei Rumluftabhängige wird jedes Jahr gefegt. Sollte der Kaminfeger aber einen hohen Verbrauch an der Anlage feststellen, kann er auch jährlich fegen.

  3. Autor R. Gläßer
    am 22. Juni 2017
    3.

    Ich kann Herrn Weber nur Recht geben.
    Es wird - mal wieder - mit zweierlei Maß gemessen.
    Bei der Diskussion fehlt mir persönlich auch die Menge der Abgase.
    Ich unterstelle, dass ein Motor mit großer Leistung/Hubraum auch entsprechend mehr Abgase freisetzt. Ich denke da nur an die unzähligen SUV`s mit hubraumstarken Motoren in denen meist nur eine Handtasche zum shoppen gefahren wird.
    Das wird nirgends berücksichtigt.

  4. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.