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Abstimmungszeit beendet
Autor I. von Platen am 05. Oktober 2016
3089 Leser · 5 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

ein weiteres falsches Zeichen ...

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
wie ich einigen Presseartikeln entnehme, haben Sie während des Flüchtlingsgipfels in Wien vor rd. einer Woche angekündigt, dass Deutschland künftig mehrere Hundert Flüchtlinge pro Monat aus Griechenland und Italien aufnehmen wird!

Leider ist das zwischen den vielen Nachrichten, die sich immer mehr auf das eine, alle bewegende Thema der sog. Flüchtlinge (=illegale Einwanderer) konzentrieren, etwas untergegangen. Mich hat diese Mitteilung sehr überrascht. Man hätte doch angenommen, dass Sie aus den desaströsen Konsequenzen Ihrer einsamen Entscheidung im letzten Jahr gelernt hätten. Auch die letzten Wahlergebnisse in div. Bundesländern hätten Anlass zum Nachdenken und zur Umorientierung bieten können. Jetzt aber den schon jetzt viel zu vielen Einwanderern in D noch weitere hinzuzufügen ist schlicht unverständlich.

Es ist nicht die Zahl der weiteren Einwanderer alleine (hinzukommen natürlich diejenigen, die weiterhin illegal, weitgehend unkontrolliert über sämtliche dt. Grenzen kommen + Familiennachzug +++) die beunruhigt, sondern die Außenwirkung, die diese Maßnahme haben wird. Über das Handy jedes Einwanderers wird jetzt nicht mehr verbreitet, die Balkanroute ist zu (auch kein Verdienst der dt. Bundesregierung), bleibt zu Hause, sondern: wenn ihr es bis GR oder IT schafft, seid ihr schon so gut wie in Deutschland.
Ein falsches, fatales Zeichen!

Keiner hat ein Patentrezept gegen die Massenwanderungen. Aber, dass Hilfe vor Ort allemal besser ist als die Umsiedlung ganzer Völker nach D oder EU bei gleichzeitiger Destabilisierung und Spaltung der aufnehmenden Länder, sollte inzwischen deutlich geworden sein.

Meine Fragen: was hat Sie dazu bewegt, weitere sog. Flüchtlinge aufzunehmen? Wie wollen Sie die Zuwanderung, vor allem über das Mittelmeer und Italien verhindern bzw. bremsen?

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Rosi Mörch
    am 10. Oktober 2016
    1.

    Sie lernt nichts dazu - leider.
    Wir können uns die Finger wund schreiben.
    Es geht nur über Wahlen.

  2. Autor Rosi Mörch
    am 10. Oktober 2016
    2.

    "Umsiedlung ganzer Völker nach D" - EU kann man ja nicht sagen - weil nicht möglich.
    Was würde es ich mich freuen, wenn unser Nachbarstaat Frankreich auch mal ein paar Flüchtlinge aufnehmen würde - angelehnt an deutsche Zahlen. !!
    Aber die "Grand Nation" hat ja schon enorme Schwierigkeiten, die 20.000 Flüchtlinge, die in Calais umgesiedelt werden müssen, aufs Land zu verteilen.
    Aber Muttchen kann diese kleine Anzahlt doch auch noch locker nehmen, oder??

  3. Autor Ingeborg von Platen
    am 10. Oktober 2016
    3.

    mich würde es nicht freuen, wenn andere EU-Länder mehr "Flüchtlinge" aufnehmen würden. Es ist einfach der falsche Ansatz. Zum Glück wehren sich ja auch die Visegrad-Staaten bisher standhaft dagegen, die Suppe auszulöffeln, die ihnen Frau Merkel eingebrockt hat.
    Noch einmal: helfen ja, aber nicht hier!

  4. Autor Klaus Fink
    am 11. Oktober 2016
    4.

    # 3.: Ich denke, das eine schließt das andere aber nicht aus. Klar, Hilfe vor Ort ist unabdingbar und sicherlich die erste Option. Aber bis das alles richtig wirkt, werden weiterhin in doch noch beachtlicher Größenordnung Flüchtlinge nach Europa und dann meist weiter nach Deutschland kommen.
    Es kann aber doch nicht angehen, dass Deutschland der Hauptnettoeinzahler in Europa ist und dann zusätzlich noch fast alle angelandeten Flüchtlinge aufnimmt und auf eigene Kosten versorgt. Entweder ist Europa eine Solidargemeinschaft und dann sind auch andere Staaten - was Lasten anbetrifft - gefordert oder man muss Europa auf eine Kerngemeinschaft radikal zurück bauen. Andere Optionen sehe ich nicht, wenn die EU in ihrer Gesamtheit nicht verlustig gehen soll. Aber diesbezüglich ist Frau Merkel in der einen oder anderen Weise jetzt in der Bringschuld, weil sie den Zustrom auch befeuert und die unkontrollierte und ungehemmte "Völkerwanderung" nach Deutschland zugelassen hat.

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