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Abstimmungszeit beendet
Autor Eva Mischke am 13. Juni 2016
3496 Leser · 11 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Eine Verschärfung des Sexualstrafrechts ist dringend nötig

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

als Deutsche, aber besonders als Frau und Lehrerin bin ich schockiert, was für einen Rechtsstaat wir unseren Kindern in der Zukunft übergeben wollen, vor allem in Bezug auf unser momentan geltendes Sexualstrafrecht.
Ich habe gerade im Internet den Fall einer gewissen Frau Lohfink gelesen, deren Ruf zwar zweifelhaft sein mag, die es aber wie jeder andere Bundesbürger verdient hat, vom Staat beschützt zu werden. Einer Frau, die sogar durch ein Video eine Vergewaltigung nachweisen kann, nicht zu helfen und sogar noch zu einer Geldstrafe zu verurteilen, finde ich skandalös für ein modernes Deutschland. Was müssen Vergewaltigungsopfer denn tun, um dann noch Gerechtigkeit zu erhalten? Ja, sie hat sich nicht offensiv gewehrt, aber sollte sie tatsächlich unter Einfluss bestimmter Stoffe stehen, ist dies wohl kaum möglich. Daher sollte ein einfaches "Nein" oder "Hör auf" (wie in Frau Lohfinks Fall) ausreichend sein, um einen Sexualakt als Vergewaltigung zu werten. Wenn wir solch eine "Nein heißt nein"-Klausel nicht in unserem Sexualstraftrecht verankern, werden Vergewaltigungsopfer zukünftig nur noch mehr Angst haben, zur Polizei zu gehen, vor allem wenn solche Fälle wie der von Frau Lohfink öffentlich werden.

Ich möchte daher Sie, Frau Merkel, fragen, warum es einen solchen Paragrafen nicht bereits in unserem Strafrecht gibt, und warum die deutsche Legislative in dieser Hinsicht so lange zögert. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
E. Mischke

Kommentare (11)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 16. Juni 2016
    1.

    Ich schlage nicht eine Verschärfung des Strafrechts sondern eine Veränderung des Strafrechts vor. Wenn *halbe Kinder* zu
    10 Wochen Knast oder zu 10 Stunden >gemeinnützige
    Arbeit< verurteilt werden. Ist das aus meiner Sicht
    keine Strafe. Ganz im Gegenteil! Das ist eher
    ein Anreiz für *Nachahmungstäter*.
    .
    Es sollte vorallem an die Opfer gedacht werden! Sie sollten
    zumindest eine Art *Opfer-Entschädigung* bekommen.
    .
    Wenn die Jugendlichen zur Zahlung einer Strafe von
    10 TEUR an die Opfer *verdonnert* werden, wäre
    das aus meiner Sicht eine angemessene Strafe.
    .
    Wenn die Täter einen Kredit in Höhe von 10 TEUR
    aufnehmen müßten und diesen 10 Jahre lang
    abbezahlen müßten, würde das den Tätern
    sicher mehr weh tun als alles andere.
    .
    Auch >Nachahmungs-Täter< würden sich das
    bei der Begehung ihrer Straftat sicher
    mehr überlegen.
    .
    Dies sollte nicht nur auf das Sexualstrafrecht
    sondern auf das Strafrecht allgemein
    angewandt werden.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 16. Juni 2016
    2.

    Rosi,
    .
    bei Vergewaltigungen geht es doch nicht um Ideologien!
    Sondern mehr um Menschen, welche
    keine Ideen haben!
    .
    Vergewaltigung ist doch auch kein *Vorrecht*
    von Ausländern. Deutsche vergewaltigen
    doch genauso oft.
    .
    Asyl-Anträge sollten in Hinblick auf GG Art. 16a Abs 2
    beschieden werden. Nach diesem Gesetz hätten
    wir ganz sicher 99 % weniger Asylanten
    im Land!
    .
    Und so gibt es auch im Verhältnis
    weniger Straftaten.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 16. Juni 2016
    3.

    Johann Wolfgang von Goethe:
    .
    *Das ist der Weisheit letzter Schluß -
    nur der verdient die Freiheit, wie
    das Leben, der täglich sie
    erobern muß!*

  4. Autor Stefan Duscher
    am 18. Juni 2016
    4.

    1.) Das Instrument des Täter-Opfer-Ausgleichs gibt es doch längst.

    2.) Das StGB gibt durchaus härtere Strafen her, es sind die Richter, die das nicht ausschöpfen.

    3.) Das Strafmaß muss sich an der Tat nicht an der Herkunft des Täters orientieren; auch die Strafmaße gegen den Schwerverbrecher Lutz Bachmann sind ein Witz.

    4.) Ja, es wäre in der Tat eine wirkungsvolle Strafe, wenn die Verbrecher vom Kölner Silvester als auch die des NSU mal richtig zahlen müssten.

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