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Abstimmungszeit beendet
Autor Britta Engels am 16. März 2009
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Arbeitsmarkt

Einkommenssicherung

Am Dienstag, den 10. März 2008 wird es in der ARD bei "Menschen bei Maischberger" um folgendes Thema gehen:
"Panik um den Job: Muß der Staat uns alle retten?"

Würden Sie Ihre Brötchen selbst beim Bäcker kaufen und dort mit den Menschen in`s Gespräch kommen, hätten Sie bereits vor 2 Jahren mitbekommen, dass der angebliche "Aufschwung" nie "unten" ankam.
Und schon gar nicht dort, wo unser aller Zukunft liegt... bei den Kindern und Familien.

Das Prinzip der Vollbeschäftigung aus der DDR und dem letzten Jahrhundert in eine Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts importieren zu wollen kann nur in den Abgrund und zur Armut führen.
Marktwirtschaft bedeutet doch, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Dies gilt auch für den Arbeitsmarkt einer freien Marktwirtschaft. Je mehr "arbeitswillige" auf der Suche nach einem Einkommensplatz sind, desto geringer wird auch der Lohn sein und die Zahl derer, die -trotz- Arbeit zusätzlich Hartz IV beantragen müssen wird immer weiter steigen.
Frage 1: Wann endlich werden Sie begreifen, dass wir ( das Volk) keine DDR-Vollbeschäftigung ( 3 Arbeiter und 1 Spaten) brauchen?

Ebenso wenig gibt es seitens der Eltern das vorrangige Bedürfnis nach staatlicher Vollzeit-Kinderbetreuung. Dies bestätigt auch der neueste Familienbericht. Nur 6% aller Eltern ist der Beruf und die Karriere wichtiger, als die Zeit mit ihrer Familie und den Kindern. Und ca. die Hälfte aller Mütter (teilweise auch Väter) würden daher am leibsten halbtags erwerbstätig sein und davon auch leben können. Kurzarbeit kommt derzeit vielen Eltern und Kindern entgegen. Endlich gibt es Zeit, Familienleben wieder leben zu können. Schön... würde hier nicht der Einkommensverlust die Freude trüben.
Frage 2: Wann "treten Sie endlich Ihrer Familienministerin auf die Füße", indem Sie sie animieren, auch Familienleben wieder zu ermöglichen, statt sich ausschließlich um die staatliche Kinderbetreuung ( in der DDR wurde dabei auch die Ferienzeit der Schulkinder staatlich organisiert!) von Kleinkindern zu kümmern? es gibt in unserem Land auch Kinder über 3 Jahren, die in den letzten 3 Jahren völlig übergangen wurden.

Fasst man diese Tatsachen zusammen, so ist das Thema "bedingungsloses Grundeinkommen" aktueller als jemals zuvor.
Frau Susanne Wiest, deren Petition zu diesem Thema fast 53.000 Menschen unterzeichnet haben, ist bei Maischberger eingeladen... was hoffentlich endlich zu einer breiteren Diskussion in der Bevölkerung führen wird. Im letzten Jahrhundert haben wir Maschinen erfunden, die uns die Arbeit abnehmen....daher wird es zukünftig in einem modernen Staat nicht mehr um die Sicherung der Arbeitsplätze gehen, dondern darum, das Einkommen zu sichern. "Spieß umdrehen"... erst ein Grundeinkommen... und dann nach den eigenen Bedürfnissen das Einkommen durch Arbeit aufstocken. Das erspart die Bürokratie der Bedarfsermittlung und deren diskriminierende Einmischung in das Privatleben anderer und förder das eigenverantwortliche Handeln jedes einzelnen.
Frage 3: Wann werden Sie die Bereitschaft zeigen, ernsthaft über das Grundeinkommen nachzudenken und mit der Bevölkerung offen darüber zu diskutieren?

Kleine Info für Sie: es gibt bundesweit bereits über 40 Bürgerinitativen und ebensoviele andere Organisationen, die dieses Thema unterstützen und sehr gut vernetzt sind... was die Petition bewies.
Wir machen weiter...mit oder ohne Sie. Von Ihnen gibt es zu diesem Erfolg derzeit immer noch keine Reaktion.
Frage 4: Wird es zu einer öffentlichen Anhörung im Bundestag kommen...oder wird das hohe Interesse der Bevölkerung ignoriert?

Die Wirtschaft läßt sich auch von unten stützen (Kaufkraft). Ein Dach (Konzerne + Banken) zu stabilisieren bring nichts, wenn das Fundament (die Bevölkerung) bröckelt und immer schwächer wird. "Sozial ist, was Arbeit schafft" gehört ersetzt durch "sozial ist, was Einkommen schafft", welches ein würdevolles Auskommen und Zeit für sinnvolle Arbeit (auch Ehren- und Sozialarbeit und Familie)ermöglicht.

Ich hoffe auf Ihren Zukunftsverstand

Britta Engels