Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Wolfgang Mücke am 13. August 2013
5963 Leser · 10 Kommentare

Innenpolitik

Einwanderungsland

Warum kann Deutschland sich Eiwanderer nicht selbst aussuchen wie Canada, USA, Australien. Wir brauchen keine Einwanderung in Sozialsysteme vor allen Dingen brauchen wir Menschen die sich integrieren wollen. Ich vermute unseren Kindern wird die Zukunft verbaut. Meine Frage hat nichts mit Rassismus zu tun.

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 05. September 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Mücke,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

In Deutschland leben rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist knapp ein Fünftel der Bevölkerung. Ein sehr großer Anteil von ihnen ist in Deutschland gut integriert. Wir dürfen aber nicht dabei stehenbleiben, dass wir ein Land mit hoher Migrationsrate sind, sondern wir wollen Integrationsland werden.

Integration bedeutet verstärkten Zusammenhalt. In der zunehmenden Vielfalt sehen wir Bereicherung und Chancen. Auch deswegen gehört der Zugang ausländischer Arbeitnehmer zum deutschen Arbeitsmarkt zu den Eckpfeilern der deutschen Zuwanderungspolitik.

Deutschland ist offen gegenüber der Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften. Wir wollen Menschen, deren Fähigkeiten wir in Deutschland dringend brauchen, einen Anreiz bieten, hier zu arbeiten. Dazu hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren eine Reihe von Regelungen geschaffen. Zum Beispiel dadurch, dass sie die sogenannte Vorrangprüfung für bestimmte akademische Berufe, in denen Fachkräfteengpässe bestanden, beseitigt hat. Dies betraf unter anderem einige Ingenieurberufe sowie Ärzte. Auch Absolventen deutscher Hochschulen dürfen ohne Vorrangprüfung arbeiten, wenn der Arbeitsplatz ihrer Qualifikation entspricht. Die Regierung hat darüber hinaus die „Blaue Karte EU“ eingeführt. Sie erleichtert die Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte nach Deutschland.

Die Fachkräfte-Offensive der Bundesregierung informiert und sensibilisiert Öffentlichkeit, Unternehmen und Fachkräfte über Ursachen und Auswirkungen des Fachkräftemangels. Hierzu gehört auch das Willkommensportal "Make it in Germany" als mehrsprachige Internetplattform für internationale Fachkräfte. Denn schon heute ist klar: Um den Fachkräftebedarf in Deutschland mittel- und langfristig zu sichern, reichen die hiesigen Arbeitskräfte nicht aus. Deutschland braucht zusätzlich gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland, um die Nachfrage auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu decken.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Internetportal der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierun...

Fachkräfteoffensive http://www.fachkraefte-offensive.de/DE/Fuer-Fachkraefte/i...

Initiative Make it in Germany http://www.make-it-in-germany.com/

Bericht Teilhabe und Zusammenarbeit (PDF) http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Publikation/IB/2...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (10)Schließen

  1. Autor Martin G.
    am 25. August 2013
    1.

    Hallo Herr Muecke,
    Sie werden sicher bis nach der Wahl auf ihre Antwort warten muessen. Wetten dass?
    Es sei denn, sie wenden sich direkt an die Herren in der CSU.
    Viel Spass dabei, Ihr Martin Guardini.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 26. August 2013
    2.

    Wolfgang,

    in Ihrer Frage kann ich auch nichts entdecken,
    was mit Rassismus zutun hat!
    .
    Allerdings gibt es nicht wenige Menschen, welche unsere
    *Einwanderungs-Politik* bzw. Asylmissbrauch in
    Deutschland kritisieren als "Rassist" verun-
    glimpft, bzw. in die >rechte Ecke<
    verortet werden.
    .
    Somit war der Schlußsatz
    schon berechtigt.
    .
    Auch der Umgang mit Menschen, welche unser Asylsystem
    mißbrauchen und nicht konsequent genug eingeschritten
    wird, ist doch Wasser auf die Mühlen von Rassisten
    und rechten Politikern.
    .
    Wir müssen immer eine Medaille
    von beiden Seiten betrachten.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 26. August 2013
    3.

    Hallo Martin,
    so richtig kann ich Ihren Kommentar nicht nachvollziehen.
    .
    Wir reden doch hier vom Einwanderungsland
    >Deutschland< und nicht vom Einwand-
    erungsland >Bayern<.

  4. Autor Ralf Schumann
    am 26. August 2013
    4.

    Wir sind ein Multikulti-Land und empfangen jeden mit offenen Armen, weil alle Menschen gleich sind, egal welcher Herkunft. Diese Antwort kennen wir bereits. Es wäre schön, wenn sich mal jemand im Kanzleramt ernsthaft mit dieser Frage auseinandersetzen würde.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 27. August 2013
    5.

    Wir können die Zeit nicht zurück drehen. Es ist nun mal
    so, dass Grenzen weg fallen und Menschen anderer
    Hautfarbe und anderer Kulturen vereinen.
    Liebe kennt nun mal keine Grenzen.
    .
    Das führt für viele ältere Menschen zu Widersprüchen.
    Sie sagen häufig: *Die sollen in ihren
    Ländern bleiben.*
    .
    Hierbei sollten wir aber auch an die Auswanderungs-
    welle der Deutschen nach Amerika denken.
    .
    Dort wurden damals regelrecht deutsche
    Siedlungen aufgemacht. So gesehen
    ist das Ein/Auswanderungsproblem
    nicht neu. Es ist jetzt nur anders.

  6. Autor Stephanie Braun
    am 27. August 2013
    6.

    Das Problem liegt darin, dass wir zu EU gehören und die hat schon alle Gesetzte festgelegt. Wollten wir ein Einwanderungsgesetzt schaffen, müssten alle EU Bundesländer zustimmen und mitmachen.

  7. Autor Christian Adrion
    am 27. August 2013
    7.

    Wer Einwanderungskritiker als Rassisten bezeichnent, redet puren Unsinn. Demnach wären die Indianer alles Rassisten gewesen. Es geht doch um etwas ganz anderes, nämlich um sinnvolle Zuwanderung wie in Australien, Canada oder auch die USA. Denn es ist die arbeitende Bevölkerung, die die Kosten ungezügelter Zuwanderung tragen muss. Und diese Leute haben sehr wohl das Recht da schon ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Denn wer das Geld gibt hat nun mal das Sagen. Zumal sie schon die Kosten der total verunglückten Währungsunion tragen müssen.
    Wir brauchen eine feste Zuwanderungsregel, die sich an die tatsächlichen Bedürfnisse des Marktes richtet. Wer etwas anderes meint, rüttelt an den inneren Frieden, an der Kultur des Landes, und nährt den Faschismus.
    Will das Jemand ernsthaft?

    Christian Adrion

  8. Autor Erhard Jakob
    am 28. August 2013
    8.

    Der Faschismus nährt sich von der Unzufriedenheit
    der Bevölkerung im bestehenden System.
    .
    Unzufriedenheit gibt es
    in jedem Land.
    .
    Der Faschismus wird immer stärker,
    je mehr Unzufriedenheit herrscht.
    .
    Die Probleme werden dann auf andere geschoben.
    Früher waren die Juden an allem Schuld. Heute
    sind die Ausländer an allem Schuld.
    .
    Tatsächlich liegt die Schuld an der Unzufriedenheit
    der Armen und Geringverdiener ganz wo anders.

  9. Autor Erhard Jakob
    am 29. August 2013
    9.

    *Einwanderungs*Kritiker sind doch keine Rassisten.
    Allerdings werden sie von den Medien diesbezüg-
    lich in diese Richtig verleumdet.
    .
    Wenn bei der Einwanderung deutsches Recht
    gebrochen wird >egal, von wem< dann ist
    Kritik natürlich gerechtfertigt und
    auch notwendig.

  10. Autor Erhard Jakob
    am 31. August 2013
    10.

    Man muss aber auch das Recht auf seinen Wohnsitz
    frei zu wählen von dem Recht auf Asyl trennen.
    .
    Beides wird von den verschiedenen Ländern in ihren
    Gesetzen unterschiedlich festgelegt.
    .
    Gesetze müssen eingehalten werden. Wenn es auch
    manchmal für die Asylbewerber sehr hart sein mag.
    .
    Erst heute (31.8.13) las ich wieder in der Sächsischen
    Zeitung (Seite 3) ein Fall, dass nach geltendem
    Recht und Gesetz eine Familie nach Weiß-
    Russland abgeschoben werden muss.
    .
    In der Regel setzen sich dann die Kirche und auch
    die Medien für ein Bleiberecht gemäß
    *Gnade vor Recht* ein.
    .
    Allerdings ist es auch so, dass unsere Volksvertreter
    dann gar keine Gesetze erlassen brauchen, wenn
    sie dann in der Praxis nicht angewendet werden.
    .
    Solche Rechtsbrüche sind dann regelmäßig Wasser
    auf den Mühlen der NPD und anderer Rassisten.
    .
    Rechtsbrüche, begangen von Straftätern aber auch
    von Politikern und Juristen, bringen dann ehrliche
    und aufrichtige Menschen mit Herz, Seele und
    Verstand natürlich in Mut und Wut.

  11. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.