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Abstimmungszeit beendet
Autor Gerhard Sick am 28. April 2016
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Die Kanzlerin direkt

Endlagerkosten der Atomkonzerne auf Staatsfond übertragen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

nach dpa, rtr- Presseberichten vom 27.04.16 sollen nach einem einstimmigen Beschluss der Regierungskommission mit 19 Mitgliedern aus gesellschaftlichen Gruppen die Betreiber E.ON, RWE, Vattenfall undEnBW mit einer Zahlung von 23,3 Mrd. in einen Staatsfond von allen weiteren Kosten für die Zwischen-und Endlagerung freikaufen. Offensichtlich gilt es als sicher, dass die Bundesregierung dem Votum folgt und das Konzept in Gesetzesform gießt.
Nach ersten Meldungen ist den 4 Betreibern der beinhaltete Risikoaufschlag wohl noch zu hoch. Wie scheinheilig und durchsichtig sind diese öffentlichen Inszenierungen. Insgeheim reiben sich die Vorstände die Hände, sollte es so kommen.
Aufgrund der langen Halbwertszeiten vieler radioaktiver Substanzen fordert die deutsche Gesetzgebung (Quelle Wikipedia) eine sichere Lagerung über 1 Million Jahre.
Welche Kostenberechnung die Kommission auch angestellt haben mag, die zu erwartenden Gesamtkosten für eine sichere Zwischen- und Endlagerung in der Zukunft werden 23,3 Mrd um das zig-fache übersteigen.

Frau Bundeskanzlerin , ich fordere Sie auf, Schaden vom Deutschen Volk für hunderte von Generationen abzuwenden und auf das Verursacher-Prinzip zu bestehen.

Die 4 Atombetreiber dürfen sich auf keinen Fall aus der Verantwortung stehlen, sondern müssen für Zwischen- und Endlagerung unbegrenzt haften.

Einen Staatsfond schnellstmöglich gesetzlich einzuführen halte ich für die einzig sinnvolle Kommissionsempfehlung, der von den Betreibern bis 2050 auf mindestens 500 Mrd. einzuzahlen ist, halte ich für überfällig. Die 4 Betreiber haben ja vermutlich schon in der Vergangenheit mit "verbuchten Rückstellungen" mächtig an Steuern eingespart.

Mit besorgten Grüßen aus Ulm

Gerhard Sick