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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Abstimmungszeit beendet
Autor R. Müller-Engbers am 23. Januar 2017
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Die Kanzlerin direkt

Erschöpfung der Pflegekräfte

Ich bin seit über 30 Jahren im Gesundheitswesen tätig und übe meinen Beruf mit Liebe und Aufopferung aus. Seit 25 Jahren arbeite ich beim gleichen AG in der Intensivpflege. In den letzten 10-20 Jahren wird die Versorgungslage, gerade auf dem Lande immer desaströser. Von Oktober 2015-November 2016 haben 8 von 15 Pflegekräften meine Station verlassen. Aufgrund des massiven Abzugs der Polinnen aus der häuslichen Pflege wird sich dieser Zustand weiter verschlechtern. Wir benötigen eine bessere finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser, eine massive Aufwertung des Pflegeberufes und ganz klare gesetzliche Regelungen zugunsten des Pflegeberufes in Abgrenzung zum ärztlichen Dienst bzgl. der Medikation. Mir ist aufgrund einer angeblich selbstständigen Medikation ( mündliche Anordnung des Anästhesisten ) ausserordentlich gekündigt worden. Dabei haben wir Patienten z.T. alleine versorgt inklusive Medikation. Auf dem Land eine ganz alltägliche Situation. Aussage gegen Aussage gegen einen Leitenden Arzt. Raten Sie mal wer gewinnt! Ärzte arbeiten zum Teil 96 Stunden non stop, Assistenzärzte bis über 100 Stunden die Woche. Möchten Sie sich in dieser Situation behandeln lassen. Vieles ist unklar, viele Angehörige meiner Berufsgruppe gehen ins burn-out. Zu wenige Ärzte, zu wenig Pflegepersonal, familienfeindlich und gesundheitsgefährdend!
Quo vadis Gesundheitssystem

Mit freundlichen Grüssen

Ralf Müller-Engbers