Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Martin G. am 04. Juni 2012

Außenpolitik

Erwarte keine Antwort, da israelfeindliche Aeusserungen

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 18. Juli 2012
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Guardini,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Ihre drei Fragen stehen im Zusammenhang mit den Grundsätzen deutscher Außenpolitik zum Nahost-Konflikt, die wir Ihnen gerne erläutern.

Sie sprechen damit einen Jahrzehnte alten Konflikt an, der bisher ohne Lösung geblieben ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wiederholt beide Parteien, d. h. die palästinensische Autonomiebehörde wie die israelische Regierung dazu aufgerufen, alles zu unterlassen, was einen unmittelbaren Verhandlungs-prozess zwischen den Beteiligten verhindern könnte. Ziel dieses Nahost-Friedensprozesses ist eine Zwei-Staaten-Lösung, welche sowohl Israelis als auch Palästinensern eine Perspektive für eine friedliche Zukunft eröffnet.

Die Bundeskanzlerin hat sich auch zu der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Existenz Israels bekannt. Danach ist die Sicherheit Israels niemals verhandelbar. Die Entscheidung, Rüstungsgüter Israel zur Verfügung zu stellen, ist Ausdruck eines Kernbekenntnisses deutscher Außenpolitik, wonach die Sicherheit des Staates Israel für Deutschland höchste Priorität hat.

Israel ist das einzige Land in dieser Region und eines der wenigen weltweit, mit dem Deutschland Regierungskonsultationen unterhält. Deshalb ist die Zusammenarbeit und der Gedanken- und Meinungsaustausch zwischen Israel und Deutschland sehr eng und konkret. Etwaige Fragen im bilateralen Verhältnis werden in diesem Zusammenhang selbstverständlich angesprochen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Klaus Herfurth
    am 21. Juni 2012
    1.

    Sehr geehrter Herr Guardine,
    ich möchte Ihnen bestätigen das Ihre Fragen durchaus Berechtigung haben, auch ich bin weder ein Rechter noch ein Antisemit. Das in den letzten 60 Jahren vermittelte Schuldbewußtsein über zwei Generationen hat die Bürger unseres Landes zu feige zum Wiederspruch gemacht.
    Außerdem wird man in unserem Land schnell in die rechte Ecke gestellt wenn man in der Nahostpolitik eine andere Meinung hat als die von der Politik gewünschte. Lassen wir uns lieber alle zu Mittätern machen, an einem anderen Volk später können wir,falls uns etwas vogeworfen wird, wieder alle schuldig fühlen.

    Klaus Herfurth

  2. Autor Dennis Heine
    am 01. Juli 2012
    2.

    Hallo,
    es geht dabei doch eher darum, dass wir als Deutsche (nicht-Nazis) eine Verantwortung gegenüber Israel haben, ihnen zu helfen, ihr eigenes Land das sie jetzt endlich nach jahrtausenden haben, zu schützen. Dabei geht es weniger um Palästina, als um den Iran, der ja bekanntlich Israel "auslöschen" will.

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