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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Udo Köllges am 31. August 2017
5156 Leser · 8 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Erwerbsminderungsrente und Grundsicherung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzler,

Ich möchte Ihnen eine Frage stellen.

Viele Menschen die eine Erwerbsminderungsrente bekommen, sind angewiesen auf Grundsicherung (Hilfe zum Lebensunterhalt) und werden meine Meinung nach bestraft weil sie erkrankt sind. Erwerbsminderung bedeutet also ein lebenslänglicher Armut und eine lebenslänglicher Kontrolle der Behörde.

Was will die Bundesregierung tun, um Menschen die in Folge eine Erwerbsminderung angewiesen sind auf Grundsicherung ein menschenwürdiges dasein zu bieten?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Köllges

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 06. Oktober 2017
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Köllges,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Erwerbsgeminderte können sich auf die Solidargemeinschaft verlassen. Wer wegen Krankheit seiner regulären Arbeit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nachgehen kann, erhält Unterstützung.

Ab 2018 werden die Erwerbsminderungsrenten höher ausfallen. Die Zurechnungszeiten für die Rentenansprüche steigen schrittweise um drei Jahre bis 2024. Die Betroffenen werden dann so gestellt, als hätten sie bis zum 65. Lebensjahr gearbeitet. Diese Regel gilt für alle, die ab dem 1. Januar 2018 erstmals eine Erwerbsminderungsrente bekommen. Für Neurentnerinnen und -rentner bedeutet dies insgesamt eine deutliche Erhöhung der Rentenansprüche.
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2017/02...

Die 1,5 Milliarden Euro Mehrausgaben bis 2030 sollen bei den Menschen ankommen, die es am nötigsten haben. Dennoch kann es vorkommen, dass die Erwerbsminderungsrente allein nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu sichern. Wenn kein anderes Einkommen vorhanden ist, können Erwerbsminderungsrentner Grundsicherung beantragen.

Ein wichtiges Ziel bleibt weiterhin, eine Erwerbsminderung von vornherein zu vermeiden. Das Budget für Reha-Leistungen, das der Rentenversicherung jährlich zur Verfügung steht, ist im Rentenpaket 2014 entsprechend erhöht worden.

Zum Thema Erwerbsminderungsrente finden Sie weitere Informationen in unserer Antwort vom 6. Mai 2017:
http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/erwerbsminderun...

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (8)Schließen

  1. Autor Udo Köllges
    am 04. September 2017
    1.

    Vielleicht wäre dies eine Lösung das alle erwerbsgeminderte Menschen, in Deutschland, die eine Grundsicherung und eine Erwerbsminderungsrente bekommen, ein Freibetrag gewährt wird ihnen Höhe von 150, - Euro im Monat.

    Der Rentner oder eine erwerbsgeminderte Person darf eine Teilnahme seiner Renteleistung behalten und der Staat kommt seine solidarischen Pflicht nach Menschen in Notlagen zu helfen.

    Jetzt ist es so geregelt das die ganze Rente-Leistung durch die Grundsicherung aufgefressen wird, sie muß also in voller Umfang eingesetzt werden um ein Grundsicherungsleistung zu erhalten und das ist ungerecht.

  2. Autor Udo Köllges
    am 10. September 2017
    2.

    Meine Meinung kurz zusammengefasst

    Die Grundsicherung für erwerbsgeminderte Menschen und Rentner führt zur soziale Isolation, weil die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch den Harz 4 Regelsatzes unmöglich gemacht wird.

    Alle Leistungsberechtigter Rentner in der Grundsicherung werden also auf 409, - Euro (Hilfe zum Lebensunterhalt) herunter gerechnet.

    Das Menschenunwurdige in der gesamten Kontext ist, die soziale Isolation, die Aussichtlosigkeit auf eine Verbesserung und die fehlende Würdigung des Staates für das Erwerbsleben eines Rentners, ist meine Meinung nach nicht vereinbar mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

  3. Autor Udo Köllges
    am 11. September 2017
    3.

    Sozial gerechte Maßnahmen zur eine Wiedereingliederung im normalen Arbeitsleben für erwerbsgeminderte Menschen fehlen gänzlich in der Bundesrepublik Deutschland und das macht das Dasein einer erwerbsgeminderte Person Menschenunwurdig.

  4. Autor Udo Köllges
    am 12. September 2017
    4.

    Mein Deutschland ist ein Land, wo alle Menschen mitmachen können in der normalen Gesellschaft. Erwerbsgeminderte und behinderte Menschen nach Ihrem können bewertet werden und nicht nach Ihrem Erwerbsfähigkeit beurteilt werden. Die Zeit das diese Gruppe versteckt wird in soziale Werkstätten und ähnliche soll endlich ein Ende haben. Sozial integrativen Projekte die zur Wiedereingliederung im ersten Arbeitsmarkt sollen gefördert werden und angemessen bezahlt werden.

  5. Autor Udo Köllges
    am 13. September 2017
    5.

    Meine Frage und Kommentare habe ich als Bürger an die Bundeskanzlerin und Bundesregierung gestellt und zwar als Institution der deutsche Demokratie. In der Hoffnung das sich das Leben der Rentner und erwerbsunfähigen Rentner sich verbessert und hoffe auf ein breiten Partei-übergreifende Unterstützung

    Es geht hier nämlich um die Menschenwürde der angesprochenen Gruppe .

  6. Autor Udo Köllges
    am 15. September 2017
    6.

    Aus Solidarität habe ich diesem Link eines Mitstreiters hinzugefügt.um die Frage beantwortet zu kriegen. Wir ziehen nämlich an den gleichen Seil

    http://direktzu.de/kanzlerin/messages/rente-82422#comment...

  7. Autor Udo Köllges
    am 27. September 2017
    7.

    Ich möchte alle Menschen bedanken die für ein menschenwürdiges Dasein für erwerbsgeminderte abgestimmt haben und hoffe auf ein Antwort von der Bundesregierung.

  8. Autor Yan Suveyzdis
    am 01. Oktober 2017
    8.

    ich beziehe auch dauerhafte EMR und bin 50+ gemindert (Verfahren lauft....)
    ich finde Antrag auf Grundsicherung verletzt nicht nur Menschenwürde aber auch FREICHHEIT...so.. wie viel EMR-Rentner bekommen Grundsicherung? 3% wie steht in Antwort unten oder ??? ...
    ---
    http://direktzu.de/kanzlerin/messages/welcome-79196?filte...
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    trotzdem, ich denke... Frau M. über Rentner vergessen... egal Alter- o. EMR- und Rentner müssen in Mülheimer Geld suchen...

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