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Abstimmungszeit beendet
Autor Thomas Schüller am 18. November 2014
6428 Leser · 4 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

"Es muss weh tun" - unfaire Behandlung der griechischen Bevölkerung?

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

Ich zitiere aus einem Artikel von Zeit-online
betrefss der Schuldenkrise Griechenlands unter dem
Titel "Ein Land spart sich arm":

"Es muss wehtun" – so habe Bundeskanzlerin Angela Merkel im Frühjahr 2010 ihm gegenüber die harten Sparauflagen begründet, berichtet der damalige griechische Premier Giorgos Papandreou. Griechenland (...). Wenn es wirklich Absicht der Kanzlerin gewesen sein sollte, an den Griechen ein Exempel zu statuieren, kann sie zufrieden sein: Es tut weh. In den vergangenen drei Jahren haben fast eine Million Griechinnen und Griechen ihre Arbeit verloren. Allein in den vergangenen zwölf Monaten wurden im Schnitt pro Tag 600 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote kletterte seit 2009 von 7,7 auf 27 Prozent. Unter den bis zu 25-Jährigen sind fast zwei Drittel ohne Job. Die sozialen Folgen der Rezession sind verheerend."

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-07/griechenland-sparen...

Die" Süddeiutsche Zeitung" schreibt :

" (...), in den Schlangen vor den Armenküchen warten täglich Tausende auf eine warme Mahlzeit. Eltern geben ihre Kinder bei SOS-Kinderdörfern ab, weil sie sie nicht mehr ernähren können, (...) abseits all dieser Schlagzeilen verzeichnet Griechenland schon jetzt den höchsten Anstieg der Selbstmordrate in seiner jüngeren Geschichte .(...). Schätzungen der Hilfsorganisation Klimaka gehen davon aus, dass sich seit Anfang 2010 weit mehr als 2000 Griechen das Leben genommen haben."

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/38001

Frage:

Haben Sie Frau Dr. Merkel mit den Worten "Es muss wehtun!" die an den griechischen Staat adressierten Sparauflagen begleitet, wenn ja, wie werten Sie heute diese Worte angesichts der oben benannten schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen?

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 07. Dezember 2014
    1.

    Wir schauen hier auf die >armen Griechen<. Die Armen
    (Niedriglöhner, Niedrigrenter. und von Menschen ohne
    Lohn ALG2) Menschen in Deutschland werden hier
    völlig augeblendet. Sie sollten wir aber nicht
    ausblenden. Schließlich sind es mehrere
    Millionen und es werden auch täglich
    immer mehr..
    .
    Viele viele sich deshalb das Leben nahmen und
    noch nehmen werden, wissen wir nicht.

  2. Autor Werner Scherfer
    am 10. Dezember 2014
    2.

    Die Griechen haben sich in die EU gemogelt mit falschen Zahlen,und haben
    gedacht so kommen sie auch in der EU durch , falsch !
    Sehende sind auf einmal blind ,und Verstorbene bekommen weiter Rente !
    Die oben besch.... die unten und die unten besch.... die oben ,und jeder
    weiß von jeden oder eine " Hand wäscht die andere "
    So meinten sie , können sie auch in der EU leben mit dem geborgten Geid
    der anderen
    Voriges Jahr hat ein griechischer Journalist seinem Finanzamt eine Steuer-
    CD von Schweizer Banken ( griech.Anleger ) zugespielt , die Regierung
    hat diese CD bis heute nicht ausgewertet ,den Journalist hatte man aber
    Verhaftet .
    Wer von der Regierung soll denn die CD auswerten .er muß ja damit
    rechnen ,daß sein Name auch mit darauf steht

    Mich ärgert nuir immer wenn unsere Politiker uns weiß machen wollen,
    mit Griechenland geht es aufwärts .
    Ein guter griechischer Bekannte von mir sagte,den Griechen wird man
    nicht ändern 1

  3. Autor Thomas Schüller
    Kommentar zu Kommentar 1 am 12. Dezember 2014
    3.

    Segr geehrter Herr Jakob,

    arme Menschen gubt es leider überall . meist auch aus dem Grund dass generell eine sehr ungerechte Politik betrieben wird, die zig Millionen Menchen in Eutopa- Milliarden von Menchen weltweit in Armut befördert oder dort belässt. Das ganze Gerede von Frau Dr. Merkel, es solle allen Bürger/innen dank ihrer Politik gutgehen, ist bestenfalls realitätsferne Wahlkampfrhetorik.

    Die Realität sieht nämlich anders aus: Finanzwelt, Industrie und Politik interessieren sich oft nur noch für die Gewinne einer relativ geringen Klasse, die auf Kosten der Mehrheit Profite scheffelt.

    An Griechenland wurden so immer noch Kredite vergeben, auch als längst klar hätte sein sollen, dass das Land nicht unter sozialverträglichen Bedingungen seinen Schuldendienst abwickeln kann. Das hat aber die beteiligten Banken, die EU - auch Frau Merkel bzw. ihren Vorgänger Herrn Schröder überhaupt nicht interessier, denn laut dem Willen der vermögenden Kapitlkreise sollte und soll deren vieles, vieles Kapital renditeträchtig verliehen werden- ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn´s schief läift (und das musste es) und die Rückzahlung nicht klapppt, dann werden nämlich ganz einfach deutsche Steuerzahler und die griechische Bevölkerung zum Zahklen der Zeche veranlagt, die ihnen andere (hier die Banken und die Politi) eingebrockt haben.

    Das ist die miese Casino-Politik, wie wir sie schon mit der Finanzkrise erlebt haben und erleben und noch sicher ganz oft erleben werden, solange diese Politik von Frau Dr. Merkel, die nur den Reichen und Mächtigen und deren Schamlosigkeit dient, noch ausgeführt wird.

    Viele Grüße, Thomas Schüller

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