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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Paul Jaeger am 30. August 2008
10518 Leser · 0 Kommentare

Bildung

Förderung von Dissens

Sehr geehrte Frau Merkel,

in zunehmenden Maße wird eine ungleichverteilung in der Geschlechterfrage deutlich. Es gibt Frauenbeauftragte, und ein Ministerium für Familie und Frauen usw. . Die Geschlechterfrage ist aber nicht nur Sache und Angelegenheit der Frauen sondern im Gleichen Maße die der Männer.

In diesem Zusammenhang finde ich die Förderung eines so Jungenfeindlichen und einseitig feministisch geprägten Vereins wie Dissens e.V. äußerst fragwürdig. Es muß doch um die freie Entwicklung und nicht um die Konditionierung von Jungen und jungen Männern gehen. Nur so können sie sich später produktiv mit den Fragen des Zusammenlebens von Mann und Frau auseinandersetzen.

Meine Frage ist, wie Sie sich zum Thema Jungenbildung und -förderung im allgemeinen und zu dem Verein Dissens e.V. und seiner Arbeit positionieren.
Mein Anliegen wäre die Förderung von Dissens umgehend einzustellen und dieses Geld in Studien und echte Jungenförderung zu stecken, denn dort sehe ich massiven Nachholbedarf.

Mit freundlichen Grüßen und Dank für Ihre Antwort

P. Jaeger

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 09. Oktober 2008
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Jäger,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Der Verein „Dissens e.V.“ erhält von der Bundesregierung keine Fördermittel. Anderslautende Informationen treffen nicht zu. Die Bundesregierung weiß, wie wichtig es ist, Jungen und Mädchen gleichermaßen und in jeder Lebensphase zu fördern. Geschlechtsspezifische Diskriminierungen jeglicher Art sind unbedingt zu vermeiden und zu unterbinden.

Noch ein Hinweis: Die meisten jugend- und bildungspolitischen Fragen fallen in die ausschließliche Gesetzgebungszuständigkeit der Bundesländer.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung