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Abstimmungszeit beendet
Autor Ronny Wetzlich am 22. April 2014
3486 Leser · 1 Kommentar

Soziales

Fragwürdige Förderung von Fach- und Führungskräften in der Landwirtschaft

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ich würde gern eine Aussage Ihrerseits zur staatlichen Förderung von Aus- und Fortbildungen von Fach- und Führunskräften in der Landwirtschaft bekommen.

Die Problematik meiner Kommilitonen und mir besteht darin, dass wir in der Fortbildung zum staatlich geprüften Wirtschafter für Landwirtschaft keinerlei ausreichende finanzielle Unterstützung über die zwei Wintersemester in der landwirtschaftlichen Fachschule bekommen.

Da wir über den Winter in Vollzeit unterrichtet werden ist es weder möglich erwerbstätig zu werden, noch Leistungen der Arbeitsagentur in Anspruch zu nehmen.
Dem BAFöG wird jedoch das Gehalt in den Sommermonaten angerechnet, was aber branchenüblich sehr gering ist. So bleibt umgerechnet in den Monaten April bis Juli für einen ausgebildeten Facharbeiter ein Netto-Stundenlohn von nicht einmal 3 Euro, da man je Monat nur etwa 400 Euro zur Lebenserhaltung zugestanden bekommt.
In Anbetracht der Diskussion über den Mindestlohn für einen qualifizierten Arbeiter sollte zuerst dort eine staatliche Reaktion erfolgen, da man von dem verbleibenden Lohn nicht leben kann, zumal einen ja auch der Weg zu Fachschule und Arbeitsstelle finanziell belastet.

Meine Frage ist nun, Frau Bundeskanzlerin, ob dies der Idee des Sozialstaats entspricht, beruflich aufstrebenden, arbeitswilligen jungen Leuten, die mitunter auch eine Familie ernähren müssen, es finanziell regelrecht unmöglich zu machen eine Fortbildung über die in der Landwirtschaft arbeitsärmere Zeit im Winter zu absolvieren, bzw. die Arbeitsleistung im Sommer unrentabel zu gestalten.

Ich hoffe, auch im Namen meiner Mitschüler und den zukünftigen Fachschülern, auf eine Reaktion Ihrerseits um der Problematik entgegen zu wirken.

Mit freundlichen Grüßen,
Ronny Wetzlich

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 06. Mai 2014
    1.

    Das ist ganz sicher nicht nur ein Problem
    in der Landwirtschaft sondern in der
    Wirtschaft allgemein.

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