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Abstimmungszeit beendet
Autor claus schmidt am 05. Mai 2014
5568 Leser · 12 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Freihandelsabkommen mit USA

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Das Freihandelsabkommen mit den USA ist in der Abstimmung im vollen Gang und wird im Hintergrund aktueller Tagespolitik quasi durch die Hintertür und ohne ausreichende Aufklärung und Information etabliert. Dies mit weitreichenden Folgen für unseren Kontinent und unser Land. Die Argumentation über Jobs und Wirtschaftswachstum lässt sich nicht halten, denn die Auswirkungen sind erwiesenermaßen minimal. Der zuständige Kommissar in Brüssel war selbst erstaunt, als ihn das deutsche Fernsehen seine eigenen Zahlen dazu aufrechnete! Das Volk ist mehrheitlich gegen dieses Abkommen und befürchtet neben Genmais auch eine Reihe anderer Nachteile, wenn dies tatsächlich zm Tragen kommt.
Meine Frage an Sie: Warum stoppen sie dieses Abkommen nicht, obwohl die Bürger des Landes das sie regieren dieses Abkommen mehrheitlich nicht wollen? Wieso ignorieren sie diese Mehrheit, obwohl Sie in ihrem Amtseid schworen Schaden von uns abzuwenden, der mit dem Genmais sicher kommt? Warum stellen Sie Finanzinteressen in diesem Fall über das Wohl der Menschen? Wieso vertrauen sie den USA, obwohl Sie und alle ihre Mitbürger durch die Institutionen diesen Staates bespitzelt werden? Wieso vermitteln Sie den Eindruck sich von den USA steuern zu lassen und sich für deren imperialistische Ziele einspannen?
Vielen Dank für eine direkte Antwort an ihre Bürger.

mit freundlichen Grüßen,
Claus Schmidt

Kommentare (12)Schließen

  1. Autor Sophie Kuhn
    am 05. Mai 2014
    1.

    Sehr geehrter Herr Schmidt,
    besten Dank für das Verfassen dieses Beitrages. Sehr gut und klar formuliert. Ich stimme dem voll und ganz zu und hatte auch schon im Hinterkopf genau zu diesem Thema einen Beitrag zu schreiben. Es ist wirklich unglaublich und verwerflich, dass still und leise im Hintergrund dieses Abkommen vorwärts getrieben werden soll, ohne dass sich die Mehrheit der Bürger über die nachfolgenden Auswirkungen wirklich im klaren sind. Aber evtl. kann ein neu gewähltes Europaparlament das Abkommen ja noch stoppen. Jeder Wähler sollte genau hinsehen, welche Partei für das Freihandelsabkommen ist und welche dagegen, bevor er seine Stimme abgibt. Das könnte helfen !

  2. Autor Helmut Krüger
    am 07. Mai 2014
    2.

    Wer schon um das Selbstverständnis der USA in Fragen strafrechtlicher Verfolgung von völkerrechtswidrigen Aktionen weiß - Motto: Das einzige Gericht, vor das man uns stellen könnte, ist unser eigenes - ...

    ... wer glaubt daran, dass sich die USA in dem ihnen so überaus wichtigen wirtschaftlichen Gebaren sich TATSÄCHLICH auf anderweitige Regelungen einließe, wenn davon nach DEREN Verständnis ggf. ein wirtschaftsliches Ausbremsen die Folge wäre?

    Eine wesentliche Begründung des Freihandelsabkommens ist diejenige, dass schon heute 50 % des Welthandels westlich und östlich des Atlantiks stattfindet. Gehen wir nicht von egoistischen oder gar egomanen Eigeninteressen aus: Wozu soll eine weitere Stärkung gut sein? Warum dieses Ungleichgewicht noch verstärken, anstatt dafür zu sorgen, dass der Handel (als eine Äußerungsform des Menschen) VERTEILTER abläuft, als es zurzeit der Fall ist?

  3. Autor Heidrun Forster
    am 28. Mai 2014
    3.

    Sehr geehrte Bundeskanzlerin,
    ich bin tief enttäuscht von der Art, wie Sie Schaden vom Deutschen Volk abwenden wollen. Mit einem Handelsabkommen (in aller Heimlichkeit) mit Amerika ?. Dieses Handelsabkommen schadet dem Volk und das Volk will dieses Abkommen nicht. Wir sind eine Demokratie und wollen wissen, was über uns verhandelt wird. Sie sind nicht in der DDR. Ich will wissen, was mit USA verhandelt wird, damit ich selbst Schaden von mir abwende, wenn Sie es schon nicht tun.
    Unser Freund USA bespitzelt uns, als würden wir die USA bedrohen. Das schadet dem Volk. Das Volk will von einem angeblichen Freund nicht bespitzelt werden. Was tun Sie gegen diese Bedrohungen gegen unsere Freiheit.
    Und es lauern noch viele weitere Gefahren und Bedrohungen unserer Freiheit. Vor allem wenn ich, wie jetzt gerade, das Internet nutze. Was tun Sie gegen diese Bedrohung?
    Warum sprechen Sie hier gegenüber Amerika keine deutlichere Sprache, was dringend geboten wäre.
    Ich bitte um Ihre Begründung, warum Sie Ihren Amtseid verletzen?

  4. Autor Erhard Jakob
    am 28. Mai 2014
    4.

    Heidrun,
    .
    Sie behaupten, dass die Bundeskanzlerin mit den
    USA ein Geheimabkommen geschlossen hat.
    .
    Aus meiner Sicht ist das eine unbewiesene
    sehr schwerwiegende Anschuldigung.
    .
    Sie sollten hier den Beweis für Ihre Anschuldigung
    offenlgen oder sich für Ihre Verleumdung
    entschuldigen.

  5. Autor Anke Keyser
    am 28. Mai 2014
    5.

    Sehr geehrter Herr Schmidt, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    Herr Schmidt, Sie sprechen mir aus der Seele. Vielen Dank dafür.

    Wie kann es sein, Frau Merkel, dass Sie still und heimlich, aber mit einem Fingerzeig alles zerstören wollen, was wir im Laufe der Jahre z.B. mühsam an Umweltschutzmaßnahmen eingeführt und durchgesetzt haben, während die Amerikaner sich darum, ebenso wie die Chinesen und die Russen, einen `Dreck scheren` und unsere Umwelt weiterhin fleißig zerstören?
    Wie kann es sein, dass Sie sich auch hier derart fremd bestimmen lassen ( oder ist es tatsächlich Ihre eigene Überzeugung ) und ein Freihandelsabkommen abschließen wollen, das vielleicht einigen wenigen Unternehmen wirtschaftliche Vorteile bringen mag, aber dafür Tor und Tür für amerikanische Produkte in Europa öffnet, wie beispielsweise wieder FCKW-haltige Sprühdosen o.Ä.?

    Wie kann es sein, Frau Merkel, dass Sie sich derart über die Wünsche Ihrer Landsleute hinweg setzen (lassen)?

    Sie sind (noch) Bundeskanzlerin und ich erwarte von Ihnen, dass Sie die Wünsche der Bürger respektieren und nach außen hin verteten, dass Sie zu unserem Besten handeln und dafür auch in Kauf nehmen, international unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

    Ich möchte keine Marionette an der Regierungsspitze sehen, die sich u.A. öffentlich Freundin eines Mannes nennt, der sie bespitzelt und ausnutzen will.
    Wo ist Ihr Interesse für Deutschland?

  6. Autor Erhard Jakob
    am 30. Mai 2014
    6.

    *Wo ist das Interesse für Deutschland?*
    .
    Bea,
    - für welches Deutschland?
    .
    Für das Deutschland der Armen und Ohnmächtigen?
    Oder für das Deutschland der Reichen und
    somit Machthabenden?

  7. Autor claus schmidt
    am 31. Mai 2014
    7.

    Hallo Zusammen,
    vielen Dank für die Kommentare!
    Nachdem der Beitrag nun fast am Ende seiner Abstimmunsgzeit angekommen ist steht bereits jetzt fest, dass er die Bundeskanzerlin nicht erreichen wird. Nun, das demokratische Abstimmungsprinzip führt eben dazu, denn offensichtlich gibt es 386 Menschen denen daran gelegen ist, dass der Beitrag die Bundeschefin nicht erreicht. Meinen letzten kritischer Beitrag mit Fragestellung ereilte das gleiche Schicksal. Ich akzeptiere dies selbstverständlich, bleibt mir ja auch nichts anderes übrig :-), jedoch bleibt bei mir in diesem Forum ein sehr faler Beigeschmack. Was mich hier erstaunt ist die Tatsache, dass diese Dinge eine Mehrheit in Deutschland stört und erregt. Kommt es jedoch als Punkt in dieses Forum stellt sich die Volksmeinung gegenüber der "Minusstimmen" auf den Kopf. Sehr merkwürdig........

    Vielen Dank für die Unterstützung an alle die denen das Thema als wichitg erschien.

    Claus Schmidt

  8. Autor Sophie Kuhn
    am 01. Juni 2014
    8.

    Sehr geehrter Herr Schmidt,
    ich bedauere es sehr, dass es Ihr wertvoller Beitrag nicht in die Abstimmung geschafft hat. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass es nicht stimmt, dass jeder hier nur 1 Stimme hat. Jeder kann hier beliebig oft abstimmen, wenn zwischen jeder Abstimmung so ca. 1 Stunde liegt. Ich habe dies nun längere Zeit beobachtet. Gerade am letzten Tag wurden Ihrem Beitrag nochmals sehr viele Negativ-Stimmen in kürzester Zeit verpasst,- und dies war nicht von vielen einzelnen Personen, sondern wenige Einzel-Personen haben immer wieder gegen Ihren Beitrag gestimmt. Warum das so ist, das vermag ich nicht zu beurteilen. Ich habe zwischenzeitlich die Redaktion über diesem Missstand informiert und hoffe, dass hier schnell Abhilfe geschaffen wird. Ich würde mir wünschen, dass Sie Ihren Beitrag nochmals einstellen, wenn gewährleistet ist, dass wirklich jeder über den gesamten Abstimmungszeitraum hinweg nur 1 Mal abstimmen kann. Dann schafft es Ihr Beitrag auch in die Beantwortung.
    Mit besten Grüßen von einer Mitstreiterin.

  9. Autor Erhard Jakob
    am 03. Juni 2014
    9.

    Das Abstimmungsverhalten hat aus meiner Sicht nichts mit
    dem Inhalt des Beitrages zu tun. Genauso wenig, kann
    man das Abstimmungsergebnis auf das Verhalten
    der Wähler für ganz Deutschland hochrechnen.
    .
    Wenn hier nur eine einzelne Person etwas gegen
    >Claus Schmidt< hat, kann dieser dafür Sorge
    tragen, dass der Beitrag nicht unter
    die *Top-Drei* kommt.
    .
    Mit einer *Offenen Abstimmung
    wäre das nicht möglich.

  10. Autor Helmut Krüger
    am 03. Juni 2014
    10.

    Sehr geehrter Herr Schmidt,

    ich denke mal, dass die Zusammensetzung der Gesamtbevölkerung und die mehr oder weniger repräsentativ gezogenen Umfragen daraus nicht deckungsgleich sind mit dem Kreis der hier Lesenden, der verbal sich zu Wort Meldenden und vor allem nicht der Abstimmenden.

    Obwohl diese Seite als Seite der Bundeskanzlerin geschaltet ist, wird dies mehr als dies gut wäre missverstanden als Seite der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel, sodass dann nicht quer zu Parteien, sondern einschlägig "parteigängig" votiert wird.

    Dass diese genannte Verquickung so stattfindet, halte ich für einen gewissen Abbruch dieser Seite, in dem Maße, wie dies stattfindet. Dass die Betreffenden sich noch nicht mal verbal zu Wort melden, sondern unartikuliert einfach niederstimmen, ist zweifellos der größere Abbruch.

    Zur Kenntnis nehmen, verwundert sein, obwohl nichts verwunderlich ist, weil andere Parteien dies bei einem Kanzler mit anderem Parteibuch es vermutlich so ähnlich hielten oder einfach Fragen stellen, unabhängig davon, ob sie beantwortet werden oder nicht, das ist hier die Frage.

  11. Autor Sophie Behaghel
    am 03. Juni 2014
    11.

    Sehr geehrter Herr Schmidt,
    ich bedauere es auch außerordentlich, dass es Ihr wertvoller Beitrag auch dieses Mal wieder nicht in die Beantwortung geschafft hat. Dies bedeutet allerdings keineswegs, dass es 386 Menschen (wie Sie in Ihrem Kommentar vom 31. Mai schreiben) nicht möchten, dass es Ihr Beitrag unter die ersten drei schafft, sondern dies schafft einer oder wenige (wie auch immer), indem Sie Ihnen gleich mehrere Negativ-Stimmen geben. Ich habe dies intensiv beobachtet. Immer wenn es Ihr Beitrag kurzfristig unter die ersten drei geschafft hatte, so kamen innerhalb einer oder weniger Stunden ganz viele Negativ-Stimmen und gleichzeitig bekamen andere Beiträge, welche in direkter Nachbarschaft zu ihrem standen (ganz unabhängig vom Inhalt derselben) viele Plusstimmen. Warum und von wem dies so gehandhabt wird, das vermag ich leider noch nicht abschließend zu beantworten. Auf jeden Fall ist es nicht fair, weder Ihnen gegenüber noch den anderen Menschen hier gegenüber, denen auch daran gelegen war, dass es Ihr Beitrag in die Abstimmung schafft.

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