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Abstimmungszeit beendet
Autor Werner Buhne am 19. Februar 2016
3202 Leser · 4 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Geht Helfen nicht doch ganz anders??!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
durch Ihren Akt einer unbeschränkten Grenzöffnung für mutmaßliche Flüchtlinge wurden Sie zu einer Heldenfigur auf der ganzen Welt - und zur "Mutter Merkel" für Millionen in außereuropäischen Ländern. Grundsätzlich sind Verhaltensweisen, die, die eigene Reputation vermehren, ja nicht zu verdammen, und im Beruf des Politikers ist Popularität sogar notwendig. Wer jedoch das Ziel verfolgt, nur Hilfeleistungen zu bewirken für andere Menschen, handelt wirksam meistens besser im Stillen - und ohne ein Augenmerk auf persönliche Publizität.

Die deutsche Hilfe zur Bewältigung der Flüchtlingssituation Ende August hätte auch bei weitem stiller erfolgen können, ohne Ihre spektakuläre 'Einladung' an die Flüchtlinge, sie dürften alle kommen - nach Deutschland. Es wäre um ein Vielfaches besser gewesen, Sie hätten einfach erklärt, dass Deutschland bereit wäre, jetzt einige Flüchtlinge abzunehmen, aber lediglich nur eng begrenzte (!) Kontingente, um die größte Not zu lindern, um daraufhin - im Stillen - dann (in einer nach aussen hin immer noch restriktiven Manier) die Anzahlen auf ein deutlich höheres, wirksameres Maß zu erweitern. Somit wäre dieser verhängnisvolle Sog zu vermeiden gewesen -
und das Signal zum Anreiz für Flüchtlinge aus eher wirtschaftlichen Motiven.

[Frage:] Sind Sie jetzt auch meiner Meinung, dass eine solche Vorgehensweise damals die bessere gewesen wäre? Und glauben Sie jetzt nicht, dass es nun adäquater wäre, jetzt grundsätzlich Fehler einzugestehen, um anbetrachts der überfordernden Situation und der katastrophalen Zukunfts-Prospektion für unser Land eine Neuausrichtung dieser gegenwärtigen Politik leichter zu ermöglichen?

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Felizitas Stückemann
    am 07. März 2016
    1.

    Lieber Herr Buhne, hätte, wäre, sollte, eingestehen, bringt nichts, denn das ist Vergangenheit. Nach vorne schauen, heisst die Devise. Und da ist die Kanzlerin auf gutem Wege. Noch mehr
    könnte die Regierung aber tun, wenn die Krise endlich nicht nur europäisch sondern endlich global angesehen würde. Das heisst,
    auch die sicheren orientalischen Staaten müssen kontaktet
    werden: Da sind z.B. der jetzt geöffnete Iran, der Flüchtlinge
    aufnehmen könnte, Saudi-Arabien, ein reiches Land. Dort
    würden die Menschen sich auch wohler fühlen können, als bei
    uns und müssten nicht unsere Interationskurse über sich
    ergehen lassen, die sie sowieso nicht verstehen.

    Deshalb meine Bitte an die Kanzlerin, mit diesen Staaten
    endlich zu reden. Denn letzendlich geht es um deren Brüder
    deren Nachbarn auf der Flucht !

  2. Autor Dagmar Ziegert
    am 14. März 2016
    2.

    Die Vergangenheit steht nicht mehr in unserem Einfluß. Im Jetzt können wir handeln.

  3. Autor Werner Buhne
    Kommentar zu Kommentar 2 am 14. März 2016
    3.

    Antwort auf 1. und 2.: Wer nicht lernt - auch insbesondere aus seinen Fehlern - der wird die Zukunft auch nicht gestalten können. Lernen kann man aber immer nur aus der Vergangenheit! Dies ist ein unumstößliches Gesetzt, anders ist es nicht möglich. Hieran kann es überhaupt gar keinen Zweifel geben.

  4. Autor Werner Buhne
    am 14. März 2016
    4.

    KORREKTUR: Das war natürlich nicht: Ende August - sondern (etwa): 04. September.

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