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Abstimmungszeit beendet
Autor B. Schwarzmeier am 11. September 2014
5191 Leser · 20 Kommentare

Soziales

Grenzen gegen Asylsuchende in Europa

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

eben habe ich in einem Spiegel Report gelesen,
wie Europa seine Grenzen gegen Asylsuchende verteidigt.
Verprügeln - die Leute in ein Schiff ohne Benzin setzen - alles ist drin. Oder Griechenland hat von der EU lt. Spiegelbericht in 3 Jahren 12 Mio. Euro für die Versorgung von Migranten bekommen aber gleichzeitig 228 Mio. für die Befestigung der entsprechenden Grenzen gegen das "Eindringen von Asylsuchenden".
Das ist menschenverachtend. Auch hier in Deutschland/Bayern z.B. in der
"Bayern-Kaserne" wird die Situation immer schlimmer.
Die Politik und die Kirchen müssen endlich handeln.
Was macht die Bundesregierung in dieser Angelegenheit?

Mit freundlichen Grüßen - Brigitte Schwarzmeier

Kommentare (20)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 19. September 2014
    1.

    Brigitte,
    ja es muss gehandelt werden und sofort.
    .
    Doch alle (wirtschafts)Flüchtlinge, welche von einem armen Staat
    in einen reichen Staat flüchten wollen, wird das Problem
    nicht lösen.
    .
    Laut Statisik leben um 2100 herum zirka 12 Milliarden
    Menschen auf der Erde.
    .
    Gerade in den armen Staaten steigt und
    in den reichen Ländern sinkt
    die Geburtenrate.
    .
    Natürlich können wir >reiche Länder< alle
    Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen. Nur
    gibt es dann keine reichen Länder
    mehr sondern nur noch arme.
    .
    Wenn alle Länder gleich arm sind, löst sich
    das Flüchtlingsproblem natürlich auch
    von ganz allein. Weil es keine
    Länder mehr gibt, in die
    man auswandern
    will, bzw. kann.

  2. Autor Selma Goetz
    am 22. September 2014
    2.

    Ob Fluechtling aus wirtschaftlichen Gruenden oder politischen Gruenden, Krieg oder Terror: Man stelle sich eine deutsche Familie vor, in Deutschland arm und verfolgt, ( es wäre in Deutschland keine Demokratie, wie wir sie kennen), was würden Sie tun, bevor Ihre Kinder verhungern? Welcher Staat würde Ihnen Asyl oder eine andere Chance bieten? Wir jedenfalls sollten mal darüber nachdenken, wie schön es wäre, wenn wir uns in Lampedusa ins Boot setzen und wir auf der anderen Seite freudig aufgenommen werden. Wir wuerden diesem Land dienen, aus Dank.

  3. Autor Helmut Krüger
    am 22. September 2014
    3.

    Ich denke, es gibt drei Lösungsstrategien:

    1. Wir bezahlen endlich einmal für die importierten Waren diejenigen Preise, die dazu führen, dass andere Menschen woanders davon leben können. Dann wird sich das Problem der Armutsflüchtlinge zumindest weitgehend reduzieren, oder gar - weil ja auch korrupte Regime mit ein Ergebnis zerrütteter Verhältnisse sind - ggf. gar auf Null kommen.

    2. Wir behalten alles bei, meinen, es sein ein menschliche Grundrecht, dass über den Ozean importierte Bananen billiger sein müssten als Äpfel, die hier vor unserer Haustür wachsen und dass auch im Winter aus Nordafrike Blumen einflogen werden müssen. Dann wird die Armutsflucht noch weiter zunehmen.

    3. Wir behalten alles bei und ziehen noch weiter die Grenzen hoch. Für eine Zeit gelingt es, die Armutsflucht vor der Tür oder vor der Mauer zu halten, doch über kurz oder lang wird auch das nichts nützen.

    Alternative 1 ist nicht billig, weil wir für vieles mehr bezahlen müssen und in den Supermärkten nicht immer alles da ist, was heute dort da ist.
    Alternative 2 erscheint erstmal billig, doch durch zunehmende Armutsflucht werden die Kosten und die Konflikte Größenordnungen annehmen, die uns über den Kopf wachsen.
    Alternative 3 aber ist die kostenträchtigste aller Lösungen.

  4. Autor Erhard Jakob
    am 23. September 2014
    4.

    Die Bananenpreis von einem Euro pro Kilo auf 10 Euro
    hochzusetzen bringt doch nicht. Wenn die 9 Euro
    auf die Konten der Reichen- und somit
    Machthabenden fließen.

  5. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 4 am 24. September 2014
    5.

    Selbstverständlich erlaube ich mir in all meinen Beiträgen den Luxus, Gedanken unabhängig der zurzeit existierenden Wirtschaftsform und somit nur als Mensch zu formulieren. Wo kämen wir denn sonst da hin, geehrter Erhard Jakob?

  6. Autor Erhard Jakob
    am 26. September 2014
    6.

    Hochverehrter Helmut Krüger,
    .
    Ihren Kommentar Nr. 7. kann ich nicht nachvollziehen.
    Über eine Erklärung würde ich mich sehr freuen.
    .
    Bitte beachten Sie bei Ihrer Erklärung, dass ich weder
    das Abitur habe noch eine Hochschule oder
    Universität von innen gesehen habe.
    .
    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Erhard Jakob - Facebook.
    .
    Genauso, wie Rosi sehe ich das auch!
    .
    Apropos *Wende*.
    Die >Ossis< wird wohl keiner mehr
    auf die Barrikaden kriegen.
    .
    Schließlich
    gilt:
    .
    *Ein gebranntes Kind
    scheut das Feuer.*

  7. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 6 am 01. Oktober 2014
    7.

    Weil ich die Beiträge hier nicht immer durchschaue, sehe ich Ihren Beitrag erst jetzt hier. Deshalb mit der Bitte um Nachsciht für die später Erwiderung.

    Die geäußerten Ansichten haben doch überhaupt nichts mit Bildung oder mit dem Grad der Bildung oder mit irgendeinem (aufsummierten) Wissen zu tun. Ich sehe das völlig unabhängig und mir war das immer schon gleich.

    Meine Antwort im Beitrag 6, geehrter Erhard Jakob, meint ja nichts anderes, als dass wir bei unserer PERSÖNLICHEN Antwort, was denn für was bezahlt werden müsse, nicht immer nur an das möglichen Ausnutzen anderer denken sollten.

    Selbstverständlich dürfen wir das nicht außer Acht lassen, doch das Bananen billiger sind als einheimische Äpfel, die hier am Baum wachsen, empfinde ich gelinde gesagt als Skandal. Der Skandal ist somit nicht nur, dass Waren zu teuer sind und in vielen Bereichen Mondpreise verlangt werden - vor allem bei technischen Geräten und im medizinischen Bereich - sondern genauso, dass Waren zu billig angeboten werden. Dazu gehört nahezu der gesamte Bereich der Nahrungsmittel und hier vor allem der importierten.

    Die DDR ist zur Recht verspottet worden wegen ihres Kasernenhof-Tones und der Denkstarre ihres politischen Apparates und sie ist zu Unrecht verspottet worden dafür, dass sie angemessene Preise für importierte Nahrungsmittel verlangt hat. Am zweiten gilt es, sich ein positives Beispiel zu nehmen und sich über kurz oder lang darauf einzurichten.

    Herzliche Grüße

  8. Autor Jessika Brinkmann
    am 02. Oktober 2014
    8.

    Was bringt es mehr für importierte Waren zu bezahlen? In solchen Ländern existiert doch kein Wirtschaftssystem wie hier. Das ist wie Wasser in die Wüste schütten.
    Jedes Land muss sich selbst helfen. Die Natur regelt alles selbst und das schon seit Jahrmillionen. Wir werden nie 12 Milliarden Menschen auf der Welt werden. Da passiert zuvor noch einiges. Der Anfang steht uns gerade bevor.

  9. Autor Erhard Jakob
    am 03. Oktober 2014
    9.

    Helmut(10),
    das sehe ich anders. Die DDR ist doch nicht verspottet worden,
    weil sie >angemessene< Preise für Grundnahrungsmittel hatte.
    .
    Sie ist verspottet worden, weil sie *unangemssene*
    Preise für Brot, Semmeln, Kartoffeln usw., hatte!
    .
    Eine Semmel (10 Pfennige), ein Brot (1,04 MDN), ein
    Zentner Kartoffeln (7,50 MDN). Miete zirka 5 bis
    10 % des Lohnes. Gerade die viel zu geringen
    Preise waren doch der wirtschaftliche
    Untergang der DDR.
    :
    Das sehe ich ähnlich, wie Jessika.
    Ganz sicher werden wir am Ende des Jahrhunderts
    nicht 12 Milliarden Menschen auf der Erde sein.
    Die Freude der Überlebenden wird groß sein,
    wenn dann noch 12 Menschen
    auf der Erde leben.
    .
    Das ist meine Meinung
    und - sie muss nicht
    richtig sein!

  10. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 8 am 04. Oktober 2014
    10.

    Was bringt es mehr für importierte Waren zu bezahlen?

    Eine ganze Menge, Frau Brinkmann, so jedenfalls meine Überzeugung. Nicht nur aus einem schlechtem Gewissen heraus, sondern wegen der tiefsten Überzeugung, dass wir dasjenige, was wir hierzulande für selbstverständlich halten, mittels erbämrlicher Preise anderen schlechterdings vorenthalten können. Das kann m. E. nur Maßgabe eines ehrlichen Preises sein.

    "In solchen Ländern existiert doch kein Wirtschaftssystem wie hier."

    Zum Glück, so will ich hoffen. Dann sonst könnte die Erde nicht einmal 7 Mrd. Menschen ernähren. Die Erde kann jedermann ernähren, doch nicht jedermann Gier, so hat es einer unserer Friedensnobelpreisträger gesagt.

    Ich willl das gar nicht abwertend sehen, nur die Frage stellen, was wir#
    1. unabdingbar zum Leben brauchen
    2. was wir darüberhinaus zum Leben brauchen und daraus folgend als Luxus auch mit höheren Preisen bezahlen sollten.

    Ansonsten kommen wir um die drei Alternativen, die ich im Beitrag 4 nannte, nicht vorbei. Es imag nicht jedem schmecken, doch es ist illusorisch, davor die Augen zu verschließen.

    Je früher uns dies Gewahr wird, umso besser.

  11. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 9 am 07. Oktober 2014
    11.

    Vielleicht gehen da die Wahrnehmungen auseinander und das eben nach "Ost" und nach "West".

    Im "politischen Westen" sind ja immer die 6 Mark für das Kilo Orangen angeführt worden, so, es sei es ein Grundrecht, dass einem Orangen für einen Schleuderpreis nachgeworfen werden.

    Diese Art von Spott habe ich selber nie mitgemacht. Dass es auch Preise gab, die subventioniert schlicht zu niedrig waren, mit den Mieten kein Haus zu halten war und ist, das ist auch völlig klar. Damit meine ich selbstverständlich keine Wuchermieten, sondern reellle, die der Substanz des Hauses geschuldet sind.

  12. Autor Jessika Brinkmann
    Kommentar zu Kommentar 9 am 08. Oktober 2014
    12.

    Wenn nur noch 12 Menschen auf der Erde leben, dann werden sie vor Lampedusa stehen und wirklich auf ein Boot mit Flüchtlingen hoffen ...
    Deutschland sollte nur noch berechtigte Asylanten und Menschen, die hier ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren können, aufnehmen. Wir können doch nicht alle aufnehmen, denen es schlechter geht als uns.
    Stellen wir uns vor, eine dreiköpfige Familie bäckt einen Kuchen. Es klopft an der Tür, die Nachbarn kommen. Okay, der Kuchen wird geteilt. Jetzt kommen alle aus der ganzen Straße und klingeln. Was nun? Kuchen hinschmeißen und nix wie weg.

  13. Autor Erhard Jakob
    am 08. Oktober 2014
    13.

    Die Gier nach Geld und Macht
    wird uns ans Ende der
    Welt bringen.
    .
    1914 und 1939 war schon mal
    das Ende sehr nahe.
    .
    Den Dritten >mit A-Bomben< werden wohl
    höchstens 12 Menschen überleben.

  14. Autor Helmut Krüger
    Kommentar zu Kommentar 12 am 10. Oktober 2014
    14.

    Es gibt bei zurzeit 7 Mrd. Menschen 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Allermeisten kommen allerdings entgegen ihrer Wahrnehmung nicht etwa zu uns, sondern bleiben in der Region, in der sie aufgewachsen sind. Kulturell verständlich, doch wirtschaftlich -so, wie "wir" meistens denken, überhaupt nicht.

    Unser Glück, dass andere Menschen iihrer Kultur und ihrer Heimatregion verbundener sind als wir, im Falle des Falles.

  15. Autor Erhard Jakob
    am 10. Oktober 2014
    15.

    Rosi,
    VOLLTREFFER!

  16. Autor Erhard Jakob
    am 13. Oktober 2014
    16.

    Zu18: Helmut,
    die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus.
    .
    1989 wollten Ostdeutsche zu Hauf ihre Heimatregion
    verlassen und in einem völlig anderen kulturellen und
    vor allem mentanen Umfeld die "wirtschaftliche"
    Freiheit genießen.
    .
    Wenn die alle hier geblieben wären, dann hätten
    wir sicher viel eher den Zusammenbruch
    der DDR erlebt und nicht erst 1989.
    .
    Wenn unsere Väter und Mütter (hier: besonders
    Dr. Konrad Adenauer) vor 1949 nicht gesagt
    hätten: *Lieber ein halbes Deutschland ganz
    als ein ganzes Deutschland halb*, wäre
    Deutschland nie geteilt worden.

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