Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Engin Dogan am 06. November 2015
3365 Leser · 0 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Grenzkontrollen / Flüchtlinge

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

zuerst möchte ich mich bei Ihnen für diese Gelegenheit bedanken, mich direkt an Sie wenden zu können. Ich bin bereits seit über 15 Jahren österreichischer Staatsbürger und seit 1990 in Österreich lebend. Allerdings habe ich schwarze Haare und eher eine braune Haut im Vergleich zum Mitteleuropäer. Ist das der Grund, warum ich im Zugabteil bei einer Belegschaft von mehr als 100 Passagieren, als einziger kontrolliert werde, oder so wie vor drei Tagen am Dienstag an der Grenze Österreich zu Deutschland, nach dem Bundesstaat Salzburg kontrolliert wurde. Ich habe keine kriminellen Aktivitäten, mit dem Gesetz wurde ich auch nie konfrontiert. Ich fühle mich seit diesen Behandlungen als ein 2. Klasse Staatsbürger. Meine Frage an Sie, warum verlangt man nicht von jeden die Ausweise, warum kontrolliert man auch nicht hellhäutige Autofahrer? Ist es für manche Mitteleuropäer erlaubt Flüchtlinge zu verschleppen? Glauben Sie auch nicht, dass wir in einem Europa das bunt und vielfältig von Menschentypen ist, anders vorgehen sollte, als die Polizei? Wie Sie bemerken werden, ist die Polizei nicht in der Lage Flüchtlinge von der europäischen Bevölkerung zu unterscheiden. Ich selber habe dafür keineswegs Verständnis, auch wenn in Österreich und Deutschland die Flüchtlingsdiskussion auf einer ganz anderen Ebene sich befindet. Denn ich für meine Person habe mich integriert, bin aber immer noch nicht ein Teil Europas geworden. Was für mich bedauerlich ist, da ich stets mein bestes gegeben habe. Daher bitte ich Sie höflichst Menschen nicht nach der Hautfarbe zu unterteilen und verlange Neutralität.

Hochachtungsvoll

Engin Dogan