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Abstimmungszeit beendet
Autor Markus Disse am 14. September 2015
8461 Leser · 4 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Gründung einer CDU in Bayern für die Bundestagswahl

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
ich lebe schon seit 12 Jahren in München, bin an der Technischen Universität Professor (Lehrstuhl Hydrologie und Flussgebietsmanagement) und habe zuvor in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinlad-Pfalz gelebt.
Ich befürworte Ihre Politik sehr - insbesondere Ihre Außen- und Flüchtlingspolitik. Gerne würde ich auch in meinem Wahlverhalten Ihre Partei, die CDU, unterstützen.
Leider kann ich in Bayern nur die sogenannte "Schwesterpartei" CSU wählen. Da die Politik der CSU in vielen Bereichen sehr gegensätzlich zu der Politik der CDU steht, ist es mir unmöglich, die Christlich-Soziale Union zu wählen.
Wie kann ich diese Dilemma lösen? Meines Erachtens ist es dringend notwendig, auch in Bayern die CDU als Partei zuzulassen. Ich könnte mich (notgedrungen) mit einer Koalition von CSU und CDU in Bayern anfreunden bei der Landtagswahl. Ich schätze, dass die CDU in Bayern Stimmenanteile im deutlichen zweistelligen Bereich bekäme. Das würde auch die (ungesunde) absolute Mehrheit der CSU brechen.
Bei der Bundestagswahl muss es meines Erachtens dringend einen Weg geben, auch in Bayern die CDU wählen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass die Union von diesem Schritt profitieren würde.

Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr.-Ing Markus Disse

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 15. September 2015
    1.

    Sehr geehrter Herr Professor Dr. -Ing Disse,

    über Ihren Vorschlag würden sich die SPD, LINKEN und die GRÜNEN
    sehr sehr freue. Wenn die CSU nahen Wähler sich zwischen
    der CDU (links) und CSU (rechts) spalten würden, würden
    beide Parteien verlieren und die SPD und die anderen
    Parteien gewinnen.

    Ich bin erstaunt, dass ein Akademoker >Professor,
    Doktor und Ingeneur) eine solch logische Schluß-
    folgerung nicht selbst ziehen konnte.

    Ps.
    Genauso gut, könnte sich die CDU in anderen
    Ländern in ein CDU (links) und CSU (rechts)
    spalten. Allerdings wäre das das Ende
    für beide Parteien.

  2. Autor Markus Disse
    Kommentar zu Kommentar 1 am 15. September 2015
    2.

    Sehr geehrter Herr Jakob,
    als Ingenieur denke ich praktisch. In Bayern würde sicherlich die Union (CDU und CSU) mehr Stimmen bekommen, da viele potentielle CDU-Wähler nicht die CSU wählen (Denken Sie nur an die vielen nach Bayern zugezogenen Wähler). Die CSU würde allerdings geschwächt (da gebe ich Ihnen Recht) und müsste mit der CDU in Bayern koalieren.
    In den anderen Bundesländern macht es m.E. keinen Sinn, dass sich die CSU zur Wahl stellt, da sie höchstwahrscheinlich an der 5% Hürde scheitern würde.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 28. September 2015
    3.

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr.-Ing. Disse,

    mit Prognosen sollte man vorsichtig sein.
    Zumal, wenn sie die Zukunft betreffen.

    Es könnte auch sein, dass dann die SPD die größte
    politische Kraft wird und sich ihre eigenen
    Koalitionspartner sucht.

    Ich kann es nicht voraus sagen.
    Ich bin kein Hellseher.

  4. Autor Heinz Drobe
    am 22. Januar 2016
    4.

    Lieber Herr Jakob,

    eben gerade haben Sie aber noch so getan, als ob es eine logische Schlussfolgerung sei, dass die CDU als echte Alternative für Bayern dem konservativen Lager schaden würde. Hmm.

    Mal davon abgesehen, wer kann mir mit Fakten zu diesem Thema auf die Sprünge helfen ? Es gab im letzten Vierteljahr doch irgend so eine Untersuchung von einem Meinungsforschungsinstitut, die die Auswirkungen genau dieser Frage untersucht hat. Ich habe nur leider die Quelle verloren. Es diskutiert sich aber um so viel besser, wenn man auch ein paar echte Fakten zu bieten hat, nicht wahr ? Naja, das mag nicht für alle hier gelten ...

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