Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Frank Scharwey am 20. Juli 2009
24603 Leser · 0 Kommentare

Soziales

Hartz IV

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel

Auf ihrer Internetseite http://www.bundeskanzlerin.de kann man schön ihre reden der vergangenen Jahre nachlesen.

Also dachte ich mir, als Hartz IV Empfänger, schau doch mal nach, was sie als Kanzlerin zu den Hartz IV Empfängern zu sagen haben.

Als Suchfunktion habe ich auf der o.g. Seite "HARTZ IV" eingegeben und dabei tatsächlich 50 Beiträge gefunden, die bis in's Jahr 2005 zurück reichen.

ABER

Ich konnte keine Rede von ihnen finden, die direkt vor Hartz IV Empfängern gehalten wurde. Keinen Termin von Ihnen die zb. mal an einer Ausgabestelle der "TAFEL" abgehalten wurde.

Alle reden mit mittelständischen Unternehmen oder zb. der kath. Kirche zählen für mich nicht zu den betroffenen.

Daher fordere ich Sie auf, sich auch mal die Nöte und Anliegen der Sozial schwachen anzuhören. Wie es zb. wirklich mit der "Kundenbetreuung" der Bundesagentur für Arbeit aussieht. Denn so eine Service-Wüste ist teilweise unfassbar.

Mit freundlichen Grüssen und in der hoffnung einer baldigen Antwort.

F.S.

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 27. August 2009
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Scharwey,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Wie Sie wissen, ist die Bundeskanzlerin auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages. In beiden Funktionen hat sie viele Kontakte zu Bürgerinnen und Bürgern, auch zu Arbeitslosen und sozial Schwachen. Sie weiß daher auch um die Nöte und Anliegen von hilfebedürftigen Menschen.

Ihre pauschalen Vorwürfe gegen die Bundesagentur für Arbeit weisen wir zurück. In den örtlichen Arbeitsagenturen und den sogenannten Argen, den Trägern der Grundsicherung, leisten viele Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbildliche Arbeit, um Menschen, die ihren Job verloren haben, wieder in Arbeit zu bringen oder sie für eine künftige Tätigkeit zu qualifizieren.

Die Erfolge der Arbeitsmarktreformen sind auch das Verdienst der Beschäftigten in den Arbeitsverwaltungen. Ihre Arbeit hat dazu beigetragen, dass in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger deutlich gesunken ist. Das Prinzip des Förderns und Forderns ist und bleibt auch in der jetzigen Krisenzeit der richtige Weg, damit noch mehr Menschen zurück ins Erwerbsleben finden und nicht dauerhaft auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung