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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Raquel Gall am 30. Januar 2017
2888 Leser · 4 Kommentare

Soziales

Hartz IV - Im Notfall keine Hilfe

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ich spreche hier jetzt von einem Problem, dem Sie sich dringend annehmen sollten. Denn das, was in Jobcenter derzeit praktiziert wird, widerspricht dem Gesamtbild von Deutschland als Sozialstaat.

Jeder, der unverschuldet in Not Gerät, hat Anspruch auf Hartz IV. Letztes Jahr geriet ich in so eine Situation. Doch trotz des Vorweisen der Mittellosigkeit und obwohl mir zugesichert wurde, dass der Antrag durch die Notfallabteilung sofort bearbeitet wird, wurde ich immer wieder vertröstet.

Insgesamt zwei Monate lang sprach ich immer wieder beim Jobcenter vor und wurde vertröstet. Erst hieß es, es wird umgehend eine Aktentrennung vorgenommen und mein Antrag im Eilverfahren bearbeitet. Als ich 14 Tage später anrief, bekam ich die Info, dass nichts passiert war!

Dadurch wurden keine Krankenkassen Beiträge gezahlt. Ich kam in die unangenehme Situation, dass ich wegen des ungeklärten Versicherungsstatus nicht mehr zum Arzt gehen konnte. Die Bearbeitung meines Antrags zog sich dermaßen in die Länge, dass ich schließlich auf der Intensivstation behandelt werden musste.
Aber nach der Verlegung auf die Normalstation bekam ich auch Schwierigkeiten mit dem Krankenhaus. Da ich von dort aus nichts klären könnte, musste ich mich vorzeitig entlassen lassen.

Ich bin mir sicher, dass ich kein Einzelfall bin. Dass man aber abgewimmelt wird und am Ende sogar ein junges Leben auf dem Spiel steht, geht gar nicht. Angesprochen beim Jobcenter, wurde die Situation herunter gespielt: "Ich trage mal ein, dass es Ihnen nicht gut ging!"

Frau Merkel, DAS GEHT SO NICHT!

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor R. Gläßer
    am 31. Januar 2017
    1.

    Ich verweise hierauf
    https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundla...
    Liebe Politiker, schafft endlich diese menschenunwürdige ALG2 Lösung ab.
    Der vorliegende Fall ist wirklich nicht als Einzelfall zu betrachten.
    Menschen, die für die BRD Ihre Gesundheit "verarbeitet" haben fallen durchs soziale Raster.
    Wo ist sie abgeblieben die "Soziale Marktwirtschaft"?
    Milliarden sind da für Konzerne, Steuergeschenke, Auslandseinsätze und Flüchtlinge. Wo bleibt der Bundesbürger/Wähler?
    Könnte ich im vorliegenden Fall 100 mal auf + drücken würde ich es tun!

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