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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Daniel Depping am 14. November 2014
7587 Leser · 18 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Ich bin enttäuscht von der Politik

Liebe Frau Bundeskanzlerin
Heute möchte ich ihnen mal eine Frage stellen!
Warum wenn wir heute über Nachhaltigkeit reden werden die Beiträge zur Rentenversicherung gesenkt obwohl abzusehen ist das die Rentner immer mehr darauf angewiesen sein werden Sozialhilfe zu beantragen und die nächste Frage währe dann ob die Senkung der Rentenbeiträge nicht nur gemacht wird damit die grossen Konzerne noch mehr Millionen einsparen denn dem kleinen Bürger bringen diese paar Euro mehr in der Geldbörse nichts.Jeder Bürger währe aber bereit ein paar Euro mehr im Monat zu bezahlen wenn er weiß das die Rente später höher ausfällt und er nicht irgendwelche komischen Anträge beim Sozialamt stellen muss und es währe auch gerechter weil dann die Arbeitgeber ihren Anteil an den Mitarbeitern bezahlen müssen der ja sein Leben lang seine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt hat..Ich selber werde wahrscheinlich auf das Sozialsystem angewiesen sein weil ich durch einen Arbeitsunfall vor 18Jahren nicht mehr arbeiten kann.

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 22. Dezember 2014
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Depping,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Die Nachhaltigkeitsrücklage ist die Reserve der Deutschen Rentenversicherung. Sie ist derzeit tatsächlich relativ hoch und liegt zum Jahresende bei geschätzt etwa 33,5 Milliarden Euro. Das entspricht dem 1,82-fachen einer monatlichen Durchschnitts- ausgabe der Rentenversicherung.

Nach dem Gesetz muss der Beitrag immer dann gesenkt werden, wenn die Nachhaltigkeitsrücklage das 1,5-fache der monatlichen Durchschnittsausgaben überschreitet. Da die Reserve auch Ende 2015 die gesetzliche Obergrenze von 1,5 Monatsausgaben überschreiten wird, sinkt der Beitragssatz zum 1. Januar 2015 von 18,9 auf 18,7 Prozent.

Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung richten sich grundsätzlich nach der Höhe der gezahlten Beiträge. Hier gilt das Äquivalenzprinzip. Wieviel Rente jemand bekommt, hängt davon ab, welche Beiträge er eingezahlt hat.

Die gesetzliche Rente ist in der Altersvorsorge eine von drei Säulen. Daneben gibt also noch zwei weitere: betriebliche und private Vorsorge. Nur wer auch betrieblich und/oder privat vorsorgt, kann seinen Lebensstandard im Alter sichern.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es verschiedene Modelle. Das kann zum Beispiel eine Unterstützungskasse sein, bei der sich der Arbeitgeber verpflichtet, Rentenleistungen zu zahlen. Wenn es um betriebliche Altersvorsorge geht, sind die Arbeitgeber also finanziell beteiligt.

Der Staat fördert die private Vorsorge, etwa bei der Riester-Rente. Insofern bringt es Vorteile, in die Riester-Rente einzuzahlen. Mit staatlicher Förderung gibt es später eine höhere Rente.

Reichen die Einkünfte im Alter nicht für den Lebensunterhalt aus, hat jeder einen Anspruch auf die Grundsicherung im Alter. Die Grundsicherung gewährleistet ein menschenwürdiges Dasein. Da sie aus Geldern der Allgemeinheit geleistet wird, muss man sie formal beantragen. Mit öffentlichen Mitteln muss sparsam gewirtschaftet werden. Aus diesem Grund werden Anträge genau geprüft, um eventuellen Missbrauch auszuschließen.

Weitere Informationen: www.deutsche-rentenversicherung.de

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (18)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 14. November 2014
    1.

    Auch gesunde Menschen werden krank, wenn sie daran denken,
    dass sie von ihrer Rente nicht leben können.
    Und *Bettelbriefe schreiben müssen.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 23. November 2014
    2.

    Die Sache kommt mir vor, wie
    ein *Schneeball-System*.
    .
    Wenn dieses globale >Welt-Finanz-
    System< zusammen bricht, ist
    der *Dritte Welt-Krieg* für die
    Geld-un Machthabenden
    die letze Lösung
    des Problems.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 24. November 2014
    3.

    Thomas,
    auch ich bin gespannt!
    .
    Die >alten Ostdeutschen< kennen das, wenn für die arbeitenden
    und auch nicht arbeitenden Menschen (Rentner, Kinder usw.)
    mehr ausgegeben werden wird als tatsächlich
    in den Kassen ist.
    .
    Die Folge war, dass wir mit brennenden Kerzen
    den Staat bzw. den Sozialismus zu Grabe
    getragen haben.
    .
    Damals hat die Ostdeutschen noch die BRD
    bzw. der Kapitalismus aufgenommen.
    .
    Doch was ist, wenn jetzt >das >deutsche
    bzw. globale Finanzwesen< platzt?
    .
    Ich (wir) wissen
    es nicht!

  4. Autor Wolfgang Mücke
    am 27. November 2014
    4.

    Ihre Aussagen sind nicht klar.
    Kann es sein, dass Sie bereits seit 18 Jahren vom Staat oder den Sozialsystemen alimentiert werden und trotzdem enttäuscht sind? Wenn es so wäre, hielte ich es für Undankbarkeit.

  5. Autor Daniel Depping
    am 28. November 2014
    5.

    Nein das bin ich nicht !Ich gehe seit 32 Jahren in Vollzeit meiner Arbeit nach und ich habe sie bisher auch immer gern gemacht! was ich meine ist doch ganz einfach ,unsere Bundesregierung jammert uns Tag für Tag die Ohren voll das kein Geld in den Rentenkassen ist und die wissen heute schon wie viele Rentner in zehn,zwanzig oder dreißig Jahren zusätzlich Sozialhilfe beantragen müssen aber setzen im gleichem Zug die Rentenbeiträge runter was schlußendlich heißt das genau diese Rentner beim Sozialamt aufschlagen müssen und Anträge ausfüllen müssen die sie in diesem hohen Alter garnicht verstehen.Das Rentensystem ist sowieso ungerecht denn wenn alle aus dem Topf Rente beziehen warum bezahlen dann nicht alle ein?Warum bezahlen Beamte nicht in diesen Topf ein?Dieser Rententopf der angeblich leer ist müsste sogar von unserer Regierung aufgefüllt werden denn diese Regierung hatt schließlich aus dem Rententopf die Bundeswehr ins Leben gerufen und bezahlt.Ich weiß das daß viele anders sehen aber damals wollte unsere Regierung unbeding eine Bundeswehr haben und wußte nicht woher sie das Geld nehmen soll und hat dann in die bis dahin prall gefüllte Rentenkasse gegriffen.Fakt ist wenn das Geld heute noch da währe hätten wir keine Probleme mit Rente oder Pflegekasse.im normalfall müßte unsere Bundesregierung das mit Zins und Zinseszins alles zurück bezahlen und wenn ich recht im Bilde bin gibt da sogar eine Klage.
    Sorry fals sich hier Schreibfehler eingeschlichen haben aber es geht ja um die eigendliche Sache und das ist UNSERE Rente.

  6. Autor Erhard Jakob
    am 01. Dezember 2014
    6.

    Wolfgang,
    richtig ist sicher, dass die hier genannten Aussagen unklar sind.
    Doch, wenn jemand durch einen Arbeitsunfall eine Rente
    erhält. Dann hat das nicht mit Dankbarkeit zu tun.
    Ganz sicher hat er diesbezüglich einen
    gesetzlichen Anspruch.
    .
    Jeder Menschen >zumindest ich< ist doch lieber
    gesund und nicht auf irgend welche Hilfe
    vom Staat bzw. Sozialamt angewiesen.

  7. Autor Erhard Jakob
    am 02. Dezember 2014
    7.

    Daniel,
    mit deiner Enttäuschung bist
    du ganz sicher nicht allein!
    .
    Ca. 10 Millionen Deutsche (Arbeitslose,
    ALG-2 Empfänger, Geringverdiener,
    Rentenaufstocker usw.) sind
    ganz sicher auch enttäuscht
    von der Politik.,

  8. Autor Erhard Jakob
    am 02. Dezember 2014
    8.

    Wenn es jemand gibt, der einen >Rentenverbesserungs-
    vorschlag< einbringt. Werden 10 Leute sich finden,
    welche diesen >Verbesserungsvorschlag< als
    einen >Verschlechterungsvorschlag< wertet.
    .
    Goethe:
    *Allen Menschen recht getan,
    ist eine Kunst die keiner kann.*

  9. Autor Erhard Jakob
    am 03. Dezember 2014
    9.

    Es sollte
    >Das Recht und die Pflicht auf
    Arbeit eine Einheit bilden<
    .
    Viele bekommen bereits vom Anfang an
    keine Arbeit. Anderen wird sie
    später weggenommen.
    .
    Wie sollen diese Leute eine angemessene
    Rente erreichen? Das geht doch gar nicht.
    .
    Arbeit = Ehre und Würde!
    .
    Kein Mensch sollte nicht einen einzigen Tag
    ohne Ehre und Würde (Arbeit) sein.

  10. Autor Erhard Jakob
    am 04. Dezember 2014
    10.

    Es geht wohl weniger um die Lohnpolitik. Weil die Politiker behaupten,
    dass sie sich nicht in die Lohngestaltung zwischen Arbeitgeber
    und Arbeitnehmer einmischen wollen/dürfen.
    .
    Die Politiker sagen zum Teil:
    *Das muss ausserhalb der
    Politik geregelt werden.*
    .
    Aus diesem Grund gibt es nicht nur einen
    >Niedriglohnsektor<. Sondern auch eine
    sehr großen Sektor die gar keinen
    Lohn (ALG-2) haben.
    .
    Wie sollen diese Leute eine angemessene
    Rente ansparen. Das geht doch gar nicht!
    .
    Nicht das >Lohn-System< sondern das
    >System< muss auf den Prüfstand.
    .
    Ansonsten habe ich Sorge, dass es der
    BRD genauso ergeht, wie der DDR.
    .
    Am Zusammenbruch der BRD bzw. der
    *Berliner Republik* werde ich mich
    keinesfalls beteiligen.
    .
    Schon aus der Sorge heraus, dass nachher
    ein *Viertes Deutschen Reich* entsteht.

  11. Autor Erhard Jakob
    am 08. Dezember 2014
    11.

    Rosi,
    hier war wohl eher der Wunsch
    Vater des Gedankens.
    .
    Wie wollen sich Familienbetriebe (Bäcker, Fleischer,
    Bauern usw.) entwickeln bzw. erhalten bleiben,
    wenn diesbezügliche Großkonzerne ihre
    Produkte für den halben Preis >oder
    noch weniger< auf den Markt
    bringen?
    .
    Es geht hier ums Geld (Preis) und nicht
    um irgend ein >soziales Engagement.<.
    .
    Ich wünschte mir auch, dass es um den
    Menschen ginge und nicht ums Geld.
    .
    Aber wir leben nun
    mal im Kapitalismus.

  12. Autor Erhard Jakob
    am 11. Dezember 2014
    12.

    Im Grundgesetz des
    Kapitalismus
    heißt es:

    *Die Gewinne werden privatisiert
    und die Verluste werden
    verstaatlicht.*
    .
    Diese Prinzip hält auf Dauer
    nicht einmal der beste
    Staat aus.

  13. Autor Erhard Jakob
    am 12. Dezember 2014
    13.

    Viele Tausende sind von der Regierung enttäuscht,
    dass sie ihre eigenen Gesetze in Beziehung auf
    das Asyl-Recht nicht einhalten.
    .
    Der berühmteste Asyl-Suchende *Edward Snowden*
    hat in Deutschland aufgrund des Asyl-Gesetz
    keine Möglichkeit Asyl zu bekommen.
    .
    Grund: Er kommt aus einem sicheren Herkunftsland.
    .
    Wenn die Gesetze so
    sind, dann sind
    sie so.
    .
    Doch bei über 90 % der Asyl-Suchenden
    wird dieses Gesetz gebrochen
    bzw. gebeut.
    .
    Dieser Gesetzesbruch führt zu Anarchie
    und Chaos und wird unsere Land eines
    Tage unregierbar machen.
    .

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