Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Holger Körner am 18. Juli 2016
4942 Leser · 18 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Ihre unklaren Antworten auf klare Problemstellungen aus der Bevölkerung

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

immer wieder und vermehrt lese ich zu meinem und wohl auch allgemeinen Unverständnis, daß die Antworten, die Sie bzw. Ihre Pressestelle zu konkret gestellten Fragen geben, mehr als unklar sind. Zum großen Teil sogar komplett an der Frage der Bürgerin/des Bürgers vorbeigehen und sie noch nicht einmal ansatzweise berühren.
Sie diese Antworten aus der "Konserve"?
So hat eine Bürgerin ein Anliegen zu einer Kampange der BzgA zum "Liebesleben" gestellt. Die Frage war, warum Plakate dieser Kampange vor Grundschulen und Kindergärten hängen müssen?
Ihre Antwort verwies auf die Prävention vor Geschlechtskrankheiten - schön und gut! Aber an diesen Orten???
Diese Frage blieb unbeantwortet - warum dort?

Was mir zu diesem Thema zusätzlich einfiel ist die Tatsache, daß es in der Zeit, in der Kinder und Jugendliche fernsehen, verstärkt Werbung von Sexspielzeug und deren Bezugsquellen, ausgestrahlt wird.
Sollen Knder und Jungendliche GEZIELT an ein früher beginnendes sexuelles Miteinander herangeführt werden?

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 12. August 2016
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Körner,

vielen Dank für Ihre Fragen, die wir im Namen der Bundeskanzlerin beantworten.

Wir können Ihnen versichern, dass unsere Antworten nicht aus der „Konserve“ sind. Grundsätzlich ist es so, dass wir jede der drei Fragen, die uns von der Plattform „direkt-zur-kanzlerin“ wöchentlich übersandt werden, individuell beantworten und die Politik der Bundesregierung so umfassend und verständlich wie möglich darlegen. Werden Fragen mit gleichem Inhalt mehrfach gestellt, verweisen wir mit einem Link auf die bereits gegebene Antwort.

Zu der Plakataktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hatten wir inhaltlich bereits Stellung genommen. Bitte wenden Sie sich mit weiteren Fragen direkt an die BzgA. Bei Beschwerden über Werbesendungen im Fernsehen kann Ihnen der Deutsche Werberat weiterhelfen: https://www.werberat.de/ .

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (18)Schließen

  1. Autor Anneliese Weber
    am 18. Juli 2016
    1.

    Danke Herr Körner für diesen Beitrag! Ich stimme Ihnen zu!
    Es ging in dem Anliegen zu der Plakatserie der BzgA "Liebesleben" um die provokanten Darstellungen von Sex. Und dass diese Plakate in der Nähe von Grundschulen, an Bushaltestellen und neben Flüchtlingsunterkünften hängen.
    Hier ein Artikel zu dem Thema:
    http://www.derfreiejournalist.de/?e=363
    In dem Antwortbrief der Bundespressestelle wurde darauf ganz und gar nicht eingegangen.
    Anstattdessen wurden Informationen zur Prävention vor Geschlechtskrankheiten gegeben.

    Werbung für Sexspielzeug im TV zu einer Zeit in der Kinder Fernsehen müsste verboten werden! Es könnte eine Beschwerde beim Sender, beim Deutschen Werberat oder bei Jugendschutzorganisationen eingereicht werden!

  2. Autor Erhard Jakob
    am 19. Juli 2016
    2.

    Wenn es um Werbung geht geht es ums Geld bzw. den Profit.
    Die Industrie will Profit machen. Denen geht es doch nicht
    um das Wohlergehen der Menschen und schon
    gar nicht der Kinder.

  3. Autor Holger Körner
    am 19. Juli 2016
    3.

    Hallo Herr Jakob,
    wenn nur DAS das Ziel wäre, warum dann nicht zu den Sendezeiten, an denen die Menschen zuschauen, die es auch betrifft - die auch sexuell aktiv sind?
    Warum zu einer Sendezeit und in Sendungen, die Kinder und Jugendliche schauen?

  4. Autor Anneliese Weber
    Kommentar zu Kommentar 2 am 19. Juli 2016
    4.

    Herr Jakob, es handelt sich hier um Plakate der Bundesregierung! Die von Steuergeldern bezahlt wurden!

  5. Autor Erhard Jakob
    am 03. August 2016
    5.

    Johann Wolfgang von Goethe
    (Der Mann ist genau 200
    Jahre älter als ich):
    .
    *Das ist der Weisheit letzter Schluß.
    Nur, der verdient die Freiheit wie
    das Leben. Der täglich sie
    erobern muß.*
    .
    In diesem Sinne habe ich heute (3.8.16 > Fax 10:56)
    einen Brief an den eventuell nächsten Bundes-
    präsidenten von Deutschland geschrieben.
    Bitte schaut auf meine Pinnwand bei FB
    und gebt eine Rückmeldung.

  6. Autor Holger Körner
    am 03. August 2016
    6.

    Hallo Frau Steffens,
    wozu, wenn nicht für die eigenen Ansichten und Gedanken ist denn diese Seite eingerichtet worden? Ein aufmerksamer Leser hätte auch den Kontext verstanden: es geht um die Art und Weise der Antworten - per se!

  7. Autor Holger Körner
    am 03. August 2016
    7.

    Hallo Herr Jakob,
    ich bin nicht mehr bei FB.

  8. Autor Erhard Jakob
    am 03. August 2016
    8.

    In Hinblick auf unklare oder gar keine Anworten auf klare
    Proplemstellungen von Fragenden, kenne ich mich aus.
    .
    Gerade deshalb habe ich mich jetzt mit meinem Problem
    an den eventuell zukünftigen Bundespräsidenten von
    Deutschland Herr >Alexander Hold< gewandt.
    .
    Im Grund hat er zwei Möglichkeiten:
    1. Er tut so als wenn er den Brief nicht gelesen hat.
    2. Oder er setzt sich dafür ein, dass die offen-
    kundigen Widerprüche und schwerwiegenden
    Anschuldigungen aufgeklärt werden.
    .
    Den Brief möchte ich auch bei meiner Frage/Beitrag
    >Bundespräsident Alexander Hold< eingeben.
    .
    Ob der Brief gegen den Codex verstösst,
    bleibt abzuwarten,

  9. Autor Anneliese Weber
    am 04. August 2016
    9.

    Frau Steffens, da stimme ich Ihnen völlig zu! Der Sexualkundeunterricht und nun noch die "fächerübergreifende" Sexualpädagogik der Vielfalt sind nicht kindgerecht für Grundschulkinder. Den Eltern wird in dieser sensiblen Angelegenheit das Erziehungsrecht genommen! Sie haben kein Mitspracherecht. In USA können Eltern ihre Kinder aus der Schule nehmen wenn sie mit der Art des Unterrichts nicht einverstanden sind. In unserem Land müssen Eltern, wenn sie das tun, eine Geldstrafe zahlen. Wenn sie sich weigern, gehen sie ins Gefängnis, wie es schon häufig in verschiedenen Bundesländern geschehen ist. Grundschulkinder sollen nun auch noch über ihr Geschlecht selbst entscheiden können. Ich wünsche mir dass man Kinder Kinder sein lässt und ihnen nicht etwas aufzwingt, was für sie evtl. ungesund sein kann. Wenn sie selbst fragen zum Thema Sexualität stellen, dann ist es wichtig auf alles Antworten zu geben!

  10. Autor Erhard Jakob
    am 05. August 2016
    10.

    Rosi,
    es ist nun wirklich nicht die Aufgabe der Bundeskanzlerin, Einfluss
    zu nehmen, wo welche Plakate aufzuhängen sind!
    .
    Und Fragen und Antworten können sehr wohl eine endgültige
    Aussage darüber geben, was der Einzelne für verant-
    wortbar halten muss! Und was nicht!

  11. Autor Holger Körner
    am 05. August 2016
    11.

    Hallo Frau Steffens, hallo Herr Jakob,
    ich fasse nocheinmal kurz mein Anliegen zusammen (es braucht gar nicht so weit ausdistkutiert werden):
    Meine Frage war, WARUM es auf eine klare Frage einer Bürgerin keine KLARE Antwort gibt?
    Eine klare Antwort der Bundespressestelle wäre zum Beispiel gewesen:
    "Wir haben nicht darüber nachgedacht", oder "Es wurde nicht darauf geachtet", oder "Wir wollen die Kinder schon im Kleinkindalter an Sex heranführen".

    Stattdessen kam die Antwort, daß in dieser Kampange auf Geschlechtskrankheiten hingewiesen werden soll.

    HALLO?!
    Kinder in diesem Alter sollten weder Sex, noch Geschlechtskrankeiten haben!

  12. Autor Erhard Jakob
    am 05. August 2016
    12.

    Hallo Holger,
    im vorliegenden Fall sehe ich die Sache
    etwas anders als Sie.
    .
    Es ist richtig, dass Kinder in diesem Alter weder Sex
    noch Geschlechtskrankheiten haben sollten.
    .
    Diese Plakate sind doch darauf aus, dass die Kinder und
    vorallem ihre Eltern, vor den Gefahren von Sex und
    Geschlechtskrankheiten, gewarnt
    werden sollen.
    .
    In einem >Kirchlichen Schaukasten<
    habe ich folgenden Spruch gelesen:
    .
    *Kinder sind wie Engel! Je länger die Beine
    werden umso kürzer werden die Flügel.*

  13. Autor Norbert Stamm
    am 06. August 2016
    13.

    Hallo, Herr Körner,

    wie Sie schon in der Überschrift Ihrer Frage an die Bundeskanzlerin feststellten, ist hier keine klare Antwort zu erwarten.
    Wen wundert’s? Ist es nicht üblich, dass Politiker reden und reden, ohne etwas zu sagen? Und unsere Bundeskanzlerin ist Meisterin in dieser Kunst.
    Zudem antwortet sie hier nicht selbst, sondern in ihrem Auftrag das Presse- und Informationsamt, das gar nicht berechtigt ist, etwas zu sagen, weil es ohnehin nichts zu sagen hat.

    Deshalb habe ich mir schon die Frage gestellt, weshalb diese Seite überhaupt betrieben wird? Nur als Spielwiese, auf der der Nachwuchs der PR-Leute sich im nichtssagenden Antworten üben soll? Oder möchte die Bundeskanzlerin erfahren, was das Volk so denkt? Dafür jedoch gibt es Umfragen, die eine repräsentative Breite der Bevölkerung erfassen. Bekanntlich schaut die Kanzlerin dort schon dem „Volk aufs Maul“ und trifft gern einige Entscheidungen so, wie es der Mehrheit gefällt. Aber vielleicht möchte sie hier hinter die Fassade der Umfragenantworten schauen, die Motive der Menschen kennen lernen? Trotzdem scheint mir fraglich, ob die Äußerungen auf so schmaler Basis tatsächlich für die politischen Entscheidungen der Kanzlerin relevant sind?

    Immerhin macht es doch einigen Leuten, die sich hier tummeln, Spaß miteinander zu diskutieren und ihre Meinungen auszutauschen. Auch mir, obwohl ich nicht glaube, hiermit irgendetwas beeinflussen zu können. Daher sollte es mich wundern, wenn Sie eine konkrete Antwort auf Ihre Fragen bekämen.

  14. Autor S. G.
    am 07. August 2016
    14.

    So leid es mir tut, aber ich sehe bloß besorgte Eltern die fürchten mit ihren Kindern mal selbst über das Thema Geschlechtsverkehr reden zu müssen. Wo ist das Problem?

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